Gemeinderat: Einstimmiger Beschluß für die Wiener Ordenskrankenhäuser

Wien (OTS) - Freitag (27.2.98) spät abends wurde im Wiener Gemeinderat von allen Parteien der einstimmige Beschluß gefaßt, die Finanzierung der Leistungen der Ordenskrankenhauser auf eine bessere Basis zu stellen.

Viel Vorarbeit war für dieses gesundheitspolitische Novum notwendig: So wurde erstmals statt der Defizitabdeckung ein Zuschuß pro Leistungspunkt vereinbart. Diese Regelung stellt einen harten Leistungsvertrag - keineswegs ein großzügiges Geschenk - dar; sie ermöglicht den Ordenskrankenhausern aber, auch in den nächsten drei Jahren das Kosten- und Leistungsrisiko für ihre medizinischen und wirtschaftlichen Leistungen zu übernehmen. Basis stellt eine Budgetierung dar, die jährlich im vorhinein durch die MA 4 zu genehmigen ist.

Gemeinsam mit Tirol und Vorarlberg hat nun Wien als drittes Bundesland die Voraussetzungen geschaffen, das Gesundheitswesen für das dritte Jahrtausend fit zu machen - nicht nur von "Leistungsorientierung" zu reden, dabei aber letztlich an der alten Form der Abgangsdeckung festzuhalten.

Wir wollen in diesem Zusammenhang allen, die an dieser Losung mitarbeiteten, unseren Dank aussprechen: Frau Stadträtin Mag. Ederer, Frau Präsidentin Hampel-Fuchs, Herrn Stadtrat Dr. Rieder und Herrn Gemeinderat Dr. Hahn - sie alle haben zum konstruktiven Verhandlungsklima der vergangenen Monate beigetragen. Ebenso danken wir den fünf Rathausparteien für die kontinuierliche "Rückendeckung" während dieser - manchmal auch durch Verhandlungsstillstand geprägten - Zeit. Die Spitzenbeamten der MA 4 waren in diesen Monaten stets objektive Mittler der Interessen der Wiener Steuerzahler.

Mit dieser Regelung, die sich konsequent an dem vom OBIG skizzierten Weg der Kooperation von städtischen und privaten gemeinnutzigen Krankenhäusern in Wien orientiert, hat die Gemeinde auch bewiesen, daß sie daran interessiert ist, allen Wienern auch in Zukunft ein gutes, pluralistisches Krankenhaussystem zu bieten.

Für die Wiener Ordenskrankenhauser

Univ. Prof. Dr. Paul Aiginger Vorsitzender des Arbeitsausschusses für Offentlichkeitsarbeit Ärztl. Direktor des St. Josef Krankenhauses

Dr. Wolfgang Huber, MBA Geschäftsführer der Krankenhäuser der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz v. Paul

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