Bei der Euro-Vorbereitung liegen die einheimischen Unternehmen im EU-Spitzenfeld

Repräsentative Umfrage der Europäischen Wirtschaftsprüfer

Wien (OTS) - Die Unternehmen in Österreich liegen bei der Vorbereitung auf den Euro EU-weit an zweiter Stelle. Von den
124 befragten Betrieben in Österreich gaben 57 Prozent an, Maßnahmen zur Vorbereitung auf die gemeinsame Währung gesetzt
zu haben. Nur in Deutschland ist dieser Anteil mit 63 Prozent höher. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die
die "Vertretung der Wirtschaftsprüfer in Europa" mit
finanzieller Unterstützung der Europäischen Kommission im September 1997 in ca. 2000 Betrieben in den 15 Mitgliedstaaten durchführte.****

An dritter Stelle liegen die Unternehmen in Luxemburg (48 %), gefolgt von jenen in Irland (43 %), den Niederlanden (41%) und Frankreich (40%). Betriebe in Belgien, Finnland und Spanien
nehmen mit einem Vorbereitungsgrad von zwischen 38 und 27
Prozent einen Mittelplatz ein. In Großbritannien haben 22
Prozent der befragten Betriebe entsprechende Maßnahmen
eingeleitet, in Schweden - das ebenfalls nicht von Anfang an
bei der Währungsunion dabei sein will, 17 Prozent. Am unteren
Ende rangieren die Unternehmen in Portugal (10%) und Dänemark
(5%). Das Schlußlicht bildet Griechenland mit 3 Prozent. Die Italien betreffenden Daten sind bislang noch nicht vollständig ausgewertet worden.

Unter den Unternehmen in der EU, die zum Zeitpunkt der Meinungsumfrage noch keine Maßnahmen zur Vorbereitung auf den
Euro getroffen hatten, machten 57 Prozent als Hauptgrund dafür "mangelnde Informationen" geltend. Bei den Unternehmen in Österreich lag der entsprechende Anteil mit 43 Prozent
deutlich besser. Als zweitwichtigsten Grund gaben 31 Prozent
der befragten Bertriebe in der EU an, es sei noch zu früh, mit
den Vorbereitungen zu beginnen. Dieser Meinung waren 69
Prozent der entsprechenden Unternehmen in Österreich. Als drittwichtigsten Grund für die bislang unterbliebenen Vorbereitungen nannten 26 Prozent der befragten Unternehmen in
der EU und in Österreich "Unsicherheiten über die Umstellung
auf den Euro".

Vor allem die kleineren Betriebe beklagten bei der Umfrage den Mangel an Informationen über den Euro. So fühlten sich 63
Prozent der befragten Unternehmen in der EU mit weniger als 50 Beschäftigten nicht ausreichend über den Euro informiert. In Österreich lag der entsprechende Anteil mit 43% wiederum
besser als im EU-Durchschnitt. Bei der Gruppe der Unternehmen
in der EU mit 50 bis 200 Beschäftigten gaben 57 Prozent an,
nicht über die notwendigen Informationen zu verfügen
(Österreich 47 %). Bei Betrieben mit 500 bis 1000
Beschäftigten waren es EU-weit 42 Prozent (in Österreich gar
50 %).

Der Meinungsumfrage zufolge haben EU-weit 11 Prozent aller
befragten Betriebe interne Schulungskurse zur Vorbereitung auf
den Euro durchgeführt. In Österreich sind es mit 19 Prozent deutlich mehr. Bei Betrieben mit 1000 und mehr Beschäftigten
liegt der entsprechende Anteil EU-weit bei 27 Prozent, im
Falle Österreichs bei 67 Prozent.

Nach den Vorteilen des Euro befragt, erwarten 81 Prozent der Unternehmen in erster Linie geringere Wechselkursrisiken und -kosten (Österreich 90%). Als zweitwichtigsten Vorteil wurde
von 65 % der einheimischen und 60 % der Unternehmen in der EU
eine größere Preistransparenz genannt.

Die "Vertretung der Wirtschaftsprüfer in Europa", die diese Meinungsumfrage durchführte, repräsentiert 38 Berufsverbände
in Europa. In Österreich gehören ihr die Kammer der Wirtschaftstreuhänder und das Institut der Wirtschaftsprüfer
an.

Rückfragen & Kontakt:

Vertretung der Europäischen Kommission in
Österreich. Pressereferent Mag. Anton Leicht, Tel. 01/51618-
312.

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