AK: Vorsicht bei Nebenverdienst-Inseraten

Statt "Traumgagen" nur Schutzgebühr für wertlose Informationen

Wien (OTS) - Konsumenten sollten von scheinbar lukrativen Nebenverdienst-Inseraten in Zeitungen die Finger lassen, warnen
die Konsumentenschützer der AK Wien. AK-Überprüfungen solcher Anzeigen in der Vergangenheit brachten immer dasselbe Ergebnis:
Informationen über die Tätigkeit werden Interessierten gegen eine Schutzgebühr zwischen 50 bis 800 Schilling zugesandt. Das zugesandte Material ist aber durchwegs wertlos.****

Attraktive Nebenverdienst-Inserate werden sehr oft in Zeitungen
und Zeitschriften geschaltet. Dabei zeigt sich, daß die Inserate immer das gleiche Schema haben: Interessierte Konsumenten, die
sich über den entgeltlichen Nebenverdienst erkundigen, bekommen zuerst oft einen Brief, für nähere Informationen Geld zu schicken. Die Schutzgebühr beläuft sich meist zwischen 50 bis 800 Schilling. Das bestellte Material, das dann geliefert wird, ist jedoch durchwegs wertlos. Der Konsument hat keinen Job, ist aber um
einige hundert Schilling ärmer.

Bunte Angebotspalette
Die AK-Tests zeigten, daß meist Heimarbeiten vorgeschlagen werden, wie zB selber gemachte Bastelarbeiten zu verkaufen. Oft werden Konzepte vorgestellt, wie man sich selbständig machen kann. Es finden sich aber auch immer wieder Angebote für Auslandsjobs auf Bohrinseln oder Luxusschiffen unter diesen Inseraten. Geliefert werden nur weitere Adressen, an die sich der Konsument selbst
wenden muß. Und ein gewisser Teil der Anzeigen mündet schließlich in gesetzliche verbotene Pyramidenspiele.

Die AK bringt laufend die Sachverhalte wegen Verdachts auf Betrug der Staatsanwaltschaft zur Anzeige, allerding mit
unterschiedlichem Erfolg. Ein Teil der anzeigen wurde von der Staatsanwaltschaft nicht weiter verfolgt. Erfolgreich war die AK Oberösterreich mit einer Anzeige gegen einen "H & H-Versand", die zu einer rechtskräftigen Verurteilung führte: Vier Monate bedingt, 21.600 Schilling Geldstrafe.

Zivilrechtliche Klagen im Nachhinein sind nicht sehr erfolgversprechend. Die AK-Konsumentenschützer raten daher: Finger weg - spätestens dann, wenn Geld für weitere Informationen verlangt wird.

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