AK verlangt Benzinpreissenkung um 50 Groschen

Wien (OTS) - Die AK verlangt eine Benzinpreissenkung um
mindestens 50 Groschen pro Liter. "1997 sind die Rohölpreise um
35, seit Jahresbeginn nocheinmal um 13 Prozent gesunken. Die Abgabepreise für Normalbenzin und Eurosuper bleiben dennoch faktisch unverändert," kritisiert die AK. Die Verteuerung der Produktennotierungen im Sommer wirkte sich aber sofort auf die Abgabepreise aus, wenngleich der Rohölpreis im gleichen Zeitraum
um 26 Prozent sank. Das zeigt der AK einmal mehr, daß die Konsumenten von Rohöl-Verbilligungen an den Zapfsäulen kaum etwas spüren, Erhöhungen jedoch sofort weitergegeben werden. Lob gibt es nur für die Diskonter, die um vieles konsumentenfreundlicher reagieren. Außerdem erinnert die AK, daß Österreich noch immer die höchsten Nettopreise im Vergleich zur EU hat. ****

Die Rohölpreise sind im Vorjahr um 35 Prozent gesunken, seit Jahresbeginn abermals um 13 Prozent. Darüber hinaus ist der Dollar relativ stabil geblieben. "Dieser Preisverfall muß im vollen Ausmaß an die Konsumenten weitergegeben werden," fordert die Leiterin der AK Wirtschaftspolitik, Maria Kubitschek. Denn die Treibstoffpreissenkungen am Jahresbeginn seien angesichts dieses Preisrutsches lächerlich.

Eine Benzinpreis-Erhebung für 160 Wiener Tankstellen der AK Ende Jänner hat gezeigt, daß die Durchschnittspreise für Normalbenzin Ende Oktober 11,14 Schilling pro Liter ausmachten, Ende Jänner 10,96 Schilling. Benzin wurde also nur um 1,6 Prozent für die Konsumenten billiger. Super plus wurde um 2,1 Prozent günstiger
und kostete im Jänner 11,86 Schilling pro Liter. Der Literpreis für Eurosuper sank seit Oktober 1997 bis Jänner um 1,5 Prozent und war ab Ende des Vormonats um 11,17 Schilling pro Liter zu
erhalten.

"Diese Senkungen sind angesichts des Preisverfalls für Rohöl geradezu lächerlich", fordert Kubitschek die volle Weitergabe der Preissenkungen an die Konsumenten. Lob gibt es nur für die Diskonter, an deren Konsumentenfreundlichkeit sich "die anderen
ein Beispiel nehmen können", so die AK-Expertin und fordert weiterhin eine Senkung der in Österreich weit überhöhten Nettopreise auf EU Niveau. Eurosuper ist um mindestens 80 Groschen pro Liter und Diesel um 70 Groschen pro Liter teurer als im EU-Durchschnitt. Vermißt wird weiterhin die beim Benzingipfel Ende September ´97 ausgehandelte Branchenuntersuchung. Bis Jahresende 1997 sollte damit ergründet werden, warum in Östereich die Benzinpreise über dem EU-Durchschnitt liegen, und wie eine Angleichung an das EU-Niveau möglich ist. "Das Versäumnis des Wirtschaftsministeriums geht voll zulasten der Konsumenten", kritisert die Leiterin der Abteilung für Wirtschaftspolitik der AK Wien.

Rückfragen & Kontakt:

Presse
Thomas Angerer
Tel.: (01)501 65-2578AK Wien

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/AKW