Konflikte-Sendung: Persönliche Motive über Aufklärungspflicht?

Univ.Prof. Dr. Zirm nimmt Stellung zur LASIK-Kritik von Univ.Prof. Göttinger

Innsbruck (OTS) - "Unrichtige Behauptungen werden auch dann nicht wahr, wenn sie ständig wiederholt werden", erklärte Univ.Prof. Dr. Mathias Zirm im Zusammenhang mit einer Aussendung des Innsbrucker Vorstandes der Univ.Klinik für Augenheilkunde und Optometrie, Dr. W. Göttinger, laut dem die LASIK-Chirurgie eine hohe Komplikationsrate habe. ****

"Göttinger stützt sich auf alte Hüte. Nach neuesten, auch publizierten Forschungsergebnissen hat die LASIK-Methode mit Abstand die geringste Komplikationsrate von allen refraktiven Operationsmethoden in der Augenheilkunde. Dies wurde auch auf der Wintertagung der Europäischen Gesellschaft für refraktive Chirurgie in München in der vergangenen Woche bestätigt, wo Göttinger allerdings nicht anwesend war", sagte Zirm.

Kein einziger der in der Konflikte-Sendung gezeigten Patienten hat laut Zirm irgendwelche Schäden aufgrund ihrer LASIK-Operation davongetragen. In allen Fällen seien angeborene Augenschäden die Ursache. LASIK habe bei diesen Patienten nicht den gewünschten Erfolg erzielt, aber auch nicht zu einer Verschlechterung der Sehleistung geführt, so Zirm. "Wir verwehren uns daher gegen eine Verbindung von medizinischen Diagnosen mit Spekulationen."

Dr. Zirm hält in diesem Zusammenhang fest, daß Prof. Göttinger bis heute selbst keine einzige LASIK-Operation durchgeführt hat und daß daher seine Aussagen wenig glaubwürdig sind. Die zitierte Stellungnahme des Kollegen Dr. Hans W. Roth, Ulm/Washington, basiere auf dessen natürlichen Geschäftsinteressen an der Kontaktlinsenforschung. Roth sei selbst kein Chirurg und könne daher fachlich ebenso wenig Stellung beziehen.

Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA und die American Academy of Ophthalmologie haben laut Zirm zu keiner Zeit eine negative Stellungnahme zur LASIK-Methode abgegeben. Wohl aber ist die neueste Generation von Laser-Geräten, mit der Prof. Zirm arbeitet, von der FDA anerkannt und bewilligt. Bei den Göttinger-Aussagen könne es sich daher höchstens um fehlerhaften Übersetzungen handeln, ist Zirm sicher.

Die angeblichen Nebenwirkungen wie Visusverlust, Blendungserscheinung, Haze und Überkorrekturen treffen höchstens in gesteigertem Ausmaß bei der von Prof. Göttinger angewandten PRK-Methode zu. Deshalb ist PRK auch nur bis -6 Dioptrien zugelassen, während LASIK - in höheren Dioptrienbereichen bis -20 Dioptrien angewandt - ihren internationalen Siegeszug angetreten hat - mit über einer Million Operationen in wenigen Jahren.

Der Bericht einer deutschen Universität schließlich ist keine allgemeingültige Aussage über Qualität und Erfahrung mit einer Operationsmethode. Die Erfahrungen von Prof. Zirm in mehr als 1.500 Operationen haben das Gegenteil bewiesen. Mehr als 98 Prozent der von ihm behandelten Patienten brauchen seit ihrer LASIK-Operation keine Brille mehr. Dies sei das Ergebnis seiner Spezialisierung und der Anwendung modernster Technologien.

Abschließend hielt Prof. Zirm fest, daß die Österreichische Ophtalmologische Gesellschaft mit Prof. Göttinger an der Spitze nicht stellvertretend für alle übrigen Augenärzte sprechen könne. Mehr als zehn Prozent aller Augenärzte Österreichs seien bereits Vertrauensärzte des Augenchirurgie- und Laserzentrums Innsbruck. "Es ist daher offensichtlich, daß im Fall Göttinger persönliche Motive über der Aufklärungspflicht gegenüber der Bevölkerung stehen."

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