• 20.02.1998, 11:47:57
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  • OTS0118

50 Millionen Schilling warten auf junge Unternehmer

Junge Wirtschaft und Bank Austria stellen Gründerfonds vor - Erste Alternative zum Kredit

Wien (PWK) - Die Bank Austria AG hat sich mit der Jungen
Wirtschaft, der Finanzierungsgarantie Gesellschaft GmbH (FGG) und der
Bürges Förderungsbank zu einer Initiative zusammengeschlossen, um
Unternehmensgründer bei der Schafffung einer soliden
Eigenkapitalbasis zu unterstützen. "Durch den Gründerfonds wird
Jungunternehmern durch Beteiligungen erstmals echtes Eigenkapital zur
Verfügung gestellt, das die wirtschaftliche Entwicklung des
Unternehmens positiv beeinflussen kann und somit die Schaffung und
Erhaltung von Arbeitsplätzen in Österreich sichert", erklärte BA-
Vorstandsdirektor Franz Zwickel am Donnerstag abend vor Journalisten.
Der Gründerfonds ist Teil des Equity Partner Fund und vorerst mit 50
Millionen S dotiert. In Ausarbeitung ist daneben auch ein
Gründerinnenfonds, der Frauen den Schritt in die unternehmerische
Selbständigkeit erleichtern soll. ****

"Für die Junge Wirtschaft ist eine Gründeroffensive das wichtigste
und nachhaltigste Instrument zur Schaffung neuer Arbeitsplätze",
stellte Alfons H. Helmel, Bundesgeschäftsführer der Jungen
Wirtschaft, bei der Präsentation fest. Gerade im Bereiche der
boomenden ,immateriellen" Unternehmensgegestände, wie z.B.
Softwareentwicklung, sei es für Jungunternehmer oft unmöglich, einen
Kredit zu bekommen. "Es gibt nun erstmal eine echte Alternative zum
Kredit und damit auch erstmals eine faire Chance, auch ohne Omas
Wohnung. Dies ist ein historischer Beitrag zur Beseitigung des
Gründungshemmnisses Nummer 1, und zwar der Finanzierungsprobleme bei
der Unternehmensgründung", so der JW-Bundesgeschäftsführer.

Risikobeteiligungen waren bis jetzt ab 10 Millionen möglich,
Gründer brauchen aber in der Regel 500.000 bis max 3 Millionen
Schilling. Dies ist nun "garantiert möglich". Die Zufuhr von
Eigenkapital ist daher gerade für Jungunternehmer - in Ergänzung zu
den bewährten Finanzierungsinstrumenten wie Kredit, Leasing und
Förderungen - der Schlüssel zum dauerhaften Unternehmenserfolg. Mit
wenigen Ausnahmen steht der Gründerfonds allen Branchen offen.
Besonderes Augenmerk wird auf innovative Ideen/neue Märkte,
Wachstumspotential und Ertragsmöglichkeiten gelegt.

Beide Fonds, Gründerfonds und Gründerinnenfonds, bieten eine
Stärkung des Eigenkapitals durch echte Schutzbeteiligungen.
Eingegangen werden ausschließlich Minderheitsbeteiligungen, wobei Art
und Höhe der Beteiligung im Einzelfall festgelegt werden. In die
Unternehmensführung - Fehlentwicklungen ausgenommen - soll nicht
aktiv eingegriffen werden. Ziel ist es, über den Veräußerungserlös
eine möglichst hohe Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erzielen.

Interessenten können sich an die jeweilige Landesstelle der Jungen
Wirtschaft wenden.

Bereits im März 1997 präsentierte die Junge Wirtschaft, mit 17.000
Mitgliedern Österreichs größte und überparteiliche Jungunternehmer-
Interessenvertretung, ihr umfassendes Konzept für eine
österreichische Gründeroffensive. Neben der Durchführung einer
bundesweiten Jungunternehmer-Imagekampagne für die Bewerbung der
Selbständigkeit und von radikalen bürokratischen Vereinfachungen bei
der Betriebsgründung (zentrale Anlaufstelle für Gründer auf
Bezirksebene) sieht das JW-Konzept vor allem die Schaffung neuer
Risikokapitalinstrumente für junge Unternehmen vor. Damit soll das in
Österreich akute Eigenkapitalproblem effektiv gelöst werden.
(Schluß) MH

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK

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