- 20.02.1998, 10:06:44
- /
- OTS0068
EA Generali Konzern 1997: Wieder kräftiger Gewinnanstieg
Wien (OTS) - Der EA-Generali-Konzern steigert konsolidierten
Gewinn 1997 von 602 Mio.ATS/86 Mio.DEM auf voraussichtlich 650
Mio.ATS/93 Mio.DEM. Prämienaufkommen erreicht 39,6 Mrd.ATS/5,7
Mrd.DEM.
Erfolgreich konnte sich 1997 die EA-Generali-Gruppe im
eskalierenden Wettbewerb auf den Versicherungsmärkten behaupten. Die
neuerlich deutliche Erhöhung des konsolidierten Gewinns von 602
Mio.ATS/86 Mio.DEM auf voraussichtlich 650 Mio.ATS/93 Mio.DEM ist
laut Konzernchef Dr. Dietrich Karner ein sichtbarer Beweis dafür, daß
die Gruppe die aktuellen Herausforderungen der Märkte erfolgreich
bewältigt. Aufgrund der jetzt vorliegenden vorläufigen Daten ist
davon auszugehen, daß für die börsenotierte Holding EA-Generali AG,
Wien, der Gewinn pro Aktie auf 117 ATS/16,7 DEM (Vorjahr: 115
ATS/16,4 DEM) abermals erhöht werden kann. Die Dividende wird mit 12%
plus 5% Bonus voraussichtlich wieder auf Höhe des Vorjahres liegen.
Das konsolidierte Prämienaufkommen der EA-Generali-Gruppe
erreichte 1997 eine Größenordnung von 39,6 Mrd.ATS/5,7 Mrd.DEM.
Aufgrund des Prämienbooms 1996, der durch steuerliche Änderungen bei
Einmalerlägen in der Lebvensversicherung ausgelöst worden war,
entspricht dies zwar einem Rückgang um 4,9%, gegenüber dem
vergleichbaren Jahr 1995 allerdings einem Zuwachs um 9,2%. 1996 hatte
sich das Prämienaufkommen bei Einmalerlägen konzernweit nahezu
verdreifacht. Insgesamt konnte vor diesem Hintergrund das
Prämienaufkommen somit 1997 auf einem sehr hohen Niveau gehalten und
die Marktposition in den verschiedenen Tätigkeitsländern gefestigt
werden.
Fast 24 Mrd.ATS Prämien in Österreich
Die vier österreichischen Gruppengesellschaften Erste Allgemeine,
Interunfall, Generali Leben und Europäische Reiseversicherung konnten
in den Nichtlebenssparten mit 16,8 Mrd.ATS/2,4 Mrd.DEM das hohe
Prämienaufkommen des Vorjahres halten, obwohl der Prämienwettbewerb
bisher unbekannte Ausmaße erreichte. In der Lebensversicherung gegen
laufende Prämien wurde mit 5,3 Mrd. ATS/0,8 Mrd. DEM ebenfalls das
Vorjahresniveau wieder erreicht, die Einmalerläge reduzierten sich
jedoch nach dem explosionsartigen Wachstum im Jahr 1996 von 5,4 Mrd.
ATS/770 Mio.DEM auf 1,7 Mrd.ATS/240 Mio.DEM - diese Entwicklung war
nach Änderung der steuerlichen Rahmenbedingungen vorhersehbar. Mit
einem Gesamtprämienaufkommen von 23,8 Mrd.ATS/3,4 Mrd.DEM (-13,6%)
und einem Marktanteil von rund 17,5 Prozent zählen die
österreichischen Gesellschaften weiterhin zu den bedeutendsten
Anbietern von Versicherungen.
Deutschland: Sensationelles Wachstum weit über dem Markt
Mit einem sensationellen Wachstum um 10,2% (Wachstum des deutschen
Versicherungsmarktes: rund 2,5%) auf 12,3 Mrd. ATS/1,8 Mrd.DEM
setzten die fünf deutschen Gruppengesellschaften ihre erfolgreiche
Entwicklung auch 1997 fort. Wachstumsträger ist in erster Linie die
Generali Münchener Leben, die ihr Prämienaufkommen auf Basis ihrer
innovativen Produktpalette um fast 40% steigern konnte. Insbesondere
mit der weitreichenden Flexibilität der Produkte schneidet die
Gesellschaft in Marktvergleichen sehr positiv ab, so daß starkes
Interesse der Vertriebspartner und Konsumenten besteht. In der
Kfz-Versicherung wurde im eigenen Geschäft der Generali weiterhin ein
Zuwachs erzielt, die Geschäftsaufbringung durch andere
Vertriebspartner zeigte jedoch eine rückläufige Tendenz.
Ungarn: Auf dem Weg zur Nummer 2
Hervorragend verlief das Geschäftsjahr 1997 bei den nunmehr drei
ungarischen Versicherungsgesellschaften der Gruppe. Erstmalig
erzielte neben der Providencia auch die Generali Budapest ein
positives Ergebnis. Die Europai (Reiseversicherer) absolvierte nach
einem guten Start ebenso wie die Bausparkasse Lakaskassza ihr erstes
Geschäfsjahr. Die drei Versicherungsgesellschaften erzielten ein
Prämienaufkommen von 34,6 Mrd. Forint, was einem Wachstum um 29,4%
entspricht (2,1 Mrd.ATS/300 Mio.DEM, plus 20,4%). Damit liegt die
Gruppe in Ungarn mit einem Marktanteil von rund 18% nur noch knapp
hinter dem zweitplazierten Anbieter von Versicherungen.
Tschechien: Generali erreichte Break-even
Die tschechische Generali Pojistovna hat 1997 vorzeitig den
Break-even erreicht. Die voll im Aufbau befindliche Gesellschaft
expandierte um 80% auf 308 Mio.ATS/44 Mio.DEM Prämien. Das stürmische
Wachstum ist umso bemerkenswerter, als die oft avisierte Aufhebung
des staatlichen Monopols in der Kfz-Haftpflichtversicherung weiter
auf sich warten läßt.
Slowenien: Lebensversicherungen auf den Markt gebracht
Die Generali SKB wurde mit der Genehmigung ihres Geschäftsplanes
im April 1997 auf dem slowenischen Versicherungsmarkt tätig. Im
Herbst wurde die Konzession für das Lebensversicherungsgeschäft
erteilt. Das Prämienaufkommen lag 1997 bei 15 Mio.ATS/2,1 Mio.DEM.
Slowakei: Kooperation mit Vertriebspartnern
Die Generali Poistovna ist das jüngste Versicherungsunternehmen
auf dem slowakischen Markt. Die Gesellschaft erhielt im Januar 1997
die Lizenz zur Aufnahme des Versicherungsgeschäfts. Ende Mai wurde
über Vertriebspartner mit dem Verkauf von Reiseversicherungen
begonnen, seit Sommer werden auch Lebensversicherungen verkauft. Das
Prämienvolumen erreichte 6,4 Mio.ATS/0,9 Mio.DEM.
Kapitalanlagen wuchsen auf 138 Mrd.ATS/19,7 Mrd.DEM
Die konsolidierten Kapitalanlagen der EA-Generali-Gruppe werden
den vorläufigen Berechnungen zufolge per 31.12.1997 mit 137,8
Mrd.ATS/19,7 Mrd. DEM ausgewiesen. Innerhalb eines Jahres erhöhten
sich die Kapitalanlagen somit um 7,7 Prozent.
Anmerkung: Alle Angaben ohne Berücksichtigung der CA-Generali, die
ab 1997 nicht mehr zum Konsolidierungskreis zählt.
Neustrukturierung der Generali in Deutschland
Das Anfang Januar bekanntgegebene Vorhaben der Neustrukturierung
der Generali in Deutschland unter Einbeziehung der deutschen
Tochtergesellschaften der EA-Generali AG, Wien, und der Deutschen
Lloyd-Gruppe wird nunmehr konkret vorbereitet. Folgende
Einzelschritte werden in den nächsten Monaten unter der Leitung von
Dr. Dietrich Karner, der von Seiten der Generali-Konzernzentrale in
Triest mit der Durchführung der Neustrukturierung betraut wurde,
umgesetzt.
- Ausgliederung des gesamten Lebensversicherungsbestandes der
Deutschen Lloyd Lebensversicherung und Einbringung in die Generali
Münchener Leben (gegen Gewährung von Anteilen an der Generali
Münchener Leben);
- Ausgliederung des Sachversicherungsteilbetriebes der Deutschen
Lloyd (Sach-)Versicherung und Einbringung in die Generali
Versicherung (gegen Gewährung von Anteilen an der Generali
Versicherung);
- Verschmelzung der beiden verbleibenden Deutschen
Lloyd-Gesellschaften zu einer neuen deutschen Generali Holding
(Vorstandsvorsitzender Dr. Dietrich Karner); Aktionäre der Deutschen
Lloyd Versicherung erhalten Aktien der neuen Generali Holding;
- Einbringung der deutschen Niederlassung der EA-Generali AG,
Wien, in die neue deutsche Generali Holding (gegen Gewährung von
Anteilen an der Generali Holding); Übernahme der gesamten Aktivitäten
der deutschen Niederlassung der EA-Generali AG, Wien, durch die
Generali Holding; Auflösung der Niederlassung;
- Ausgründung der Dienstleistungsfunktionen auf Service- bzw.
Finanzgesellschaften.
Diese Neustrukturierung wird voraussichtlich bis August 1998
abgeschlossen und rückwirkend zum 1. Januar 1998 vollzogen.
Erweiterte Kompetenz für Wien in Mittel- und Osteuropa
Der Standort Wien und die Holding EA-Generali AG werden im Rahmen
der weltweiten Generali Group zusätzliche Aufgaben für den Aufbau der
neuen Märkte in den mittel- und osteuropäischen Ländern übernehmen.
Konkret will die Konzernzentrale in Triest die Verantwortung für
die junge rumänische Generala Asigurari in Bukarest und für den
bevorstehenden Markteintritt in Polen an die Wiener Holding, die
sichtbare Erfolge bei der Erschließung mittel- und osteuropäischer
Märkte erzielen konnte, übergeben.
Rückfragehinweis: EA-Generali Aktiengesellschaft
Josef Hlinka
Tel.: 01/534 01 1375
ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EAG/OTS