EA Generali Konzern 1997: Wieder kräftiger Gewinnanstieg

Wien (OTS) - Der EA-Generali-Konzern steigert konsolidierten
Gewinn 1997 von 602 Mio.ATS/86 Mio.DEM auf voraussichtlich 650 Mio.ATS/93 Mio.DEM. Prämienaufkommen erreicht 39,6 Mrd.ATS/5,7 Mrd.DEM.

Erfolgreich konnte sich 1997 die EA-Generali-Gruppe im eskalierenden Wettbewerb auf den Versicherungsmärkten behaupten. Die neuerlich deutliche Erhöhung des konsolidierten Gewinns von 602 Mio.ATS/86 Mio.DEM auf voraussichtlich 650 Mio.ATS/93 Mio.DEM ist laut Konzernchef Dr. Dietrich Karner ein sichtbarer Beweis dafür, daß die Gruppe die aktuellen Herausforderungen der Märkte erfolgreich bewältigt. Aufgrund der jetzt vorliegenden vorläufigen Daten ist davon auszugehen, daß für die börsenotierte Holding EA-Generali AG, Wien, der Gewinn pro Aktie auf 117 ATS/16,7 DEM (Vorjahr: 115 ATS/16,4 DEM) abermals erhöht werden kann. Die Dividende wird mit 12% plus 5% Bonus voraussichtlich wieder auf Höhe des Vorjahres liegen.

Das konsolidierte Prämienaufkommen der EA-Generali-Gruppe erreichte 1997 eine Größenordnung von 39,6 Mrd.ATS/5,7 Mrd.DEM. Aufgrund des Prämienbooms 1996, der durch steuerliche Änderungen bei Einmalerlägen in der Lebvensversicherung ausgelöst worden war, entspricht dies zwar einem Rückgang um 4,9%, gegenüber dem vergleichbaren Jahr 1995 allerdings einem Zuwachs um 9,2%. 1996 hatte sich das Prämienaufkommen bei Einmalerlägen konzernweit nahezu verdreifacht. Insgesamt konnte vor diesem Hintergrund das Prämienaufkommen somit 1997 auf einem sehr hohen Niveau gehalten und die Marktposition in den verschiedenen Tätigkeitsländern gefestigt werden.

Fast 24 Mrd.ATS Prämien in Österreich

Die vier österreichischen Gruppengesellschaften Erste Allgemeine, Interunfall, Generali Leben und Europäische Reiseversicherung konnten in den Nichtlebenssparten mit 16,8 Mrd.ATS/2,4 Mrd.DEM das hohe Prämienaufkommen des Vorjahres halten, obwohl der Prämienwettbewerb bisher unbekannte Ausmaße erreichte. In der Lebensversicherung gegen laufende Prämien wurde mit 5,3 Mrd. ATS/0,8 Mrd. DEM ebenfalls das Vorjahresniveau wieder erreicht, die Einmalerläge reduzierten sich jedoch nach dem explosionsartigen Wachstum im Jahr 1996 von 5,4 Mrd. ATS/770 Mio.DEM auf 1,7 Mrd.ATS/240 Mio.DEM - diese Entwicklung war nach Änderung der steuerlichen Rahmenbedingungen vorhersehbar. Mit einem Gesamtprämienaufkommen von 23,8 Mrd.ATS/3,4 Mrd.DEM (-13,6%) und einem Marktanteil von rund 17,5 Prozent zählen die österreichischen Gesellschaften weiterhin zu den bedeutendsten Anbietern von Versicherungen.

Deutschland: Sensationelles Wachstum weit über dem Markt

Mit einem sensationellen Wachstum um 10,2% (Wachstum des deutschen Versicherungsmarktes: rund 2,5%) auf 12,3 Mrd. ATS/1,8 Mrd.DEM setzten die fünf deutschen Gruppengesellschaften ihre erfolgreiche Entwicklung auch 1997 fort. Wachstumsträger ist in erster Linie die Generali Münchener Leben, die ihr Prämienaufkommen auf Basis ihrer innovativen Produktpalette um fast 40% steigern konnte. Insbesondere mit der weitreichenden Flexibilität der Produkte schneidet die Gesellschaft in Marktvergleichen sehr positiv ab, so daß starkes Interesse der Vertriebspartner und Konsumenten besteht. In der Kfz-Versicherung wurde im eigenen Geschäft der Generali weiterhin ein Zuwachs erzielt, die Geschäftsaufbringung durch andere Vertriebspartner zeigte jedoch eine rückläufige Tendenz.

Ungarn: Auf dem Weg zur Nummer 2

Hervorragend verlief das Geschäftsjahr 1997 bei den nunmehr drei ungarischen Versicherungsgesellschaften der Gruppe. Erstmalig erzielte neben der Providencia auch die Generali Budapest ein positives Ergebnis. Die Europai (Reiseversicherer) absolvierte nach einem guten Start ebenso wie die Bausparkasse Lakaskassza ihr erstes Geschäfsjahr. Die drei Versicherungsgesellschaften erzielten ein Prämienaufkommen von 34,6 Mrd. Forint, was einem Wachstum um 29,4% entspricht (2,1 Mrd.ATS/300 Mio.DEM, plus 20,4%). Damit liegt die Gruppe in Ungarn mit einem Marktanteil von rund 18% nur noch knapp hinter dem zweitplazierten Anbieter von Versicherungen.

Tschechien: Generali erreichte Break-even

Die tschechische Generali Pojistovna hat 1997 vorzeitig den Break-even erreicht. Die voll im Aufbau befindliche Gesellschaft expandierte um 80% auf 308 Mio.ATS/44 Mio.DEM Prämien. Das stürmische Wachstum ist umso bemerkenswerter, als die oft avisierte Aufhebung des staatlichen Monopols in der Kfz-Haftpflichtversicherung weiter auf sich warten läßt.

Slowenien: Lebensversicherungen auf den Markt gebracht

Die Generali SKB wurde mit der Genehmigung ihres Geschäftsplanes im April 1997 auf dem slowenischen Versicherungsmarkt tätig. Im Herbst wurde die Konzession für das Lebensversicherungsgeschäft erteilt. Das Prämienaufkommen lag 1997 bei 15 Mio.ATS/2,1 Mio.DEM.

Slowakei: Kooperation mit Vertriebspartnern

Die Generali Poistovna ist das jüngste Versicherungsunternehmen auf dem slowakischen Markt. Die Gesellschaft erhielt im Januar 1997 die Lizenz zur Aufnahme des Versicherungsgeschäfts. Ende Mai wurde über Vertriebspartner mit dem Verkauf von Reiseversicherungen begonnen, seit Sommer werden auch Lebensversicherungen verkauft. Das Prämienvolumen erreichte 6,4 Mio.ATS/0,9 Mio.DEM.

Kapitalanlagen wuchsen auf 138 Mrd.ATS/19,7 Mrd.DEM

Die konsolidierten Kapitalanlagen der EA-Generali-Gruppe werden den vorläufigen Berechnungen zufolge per 31.12.1997 mit 137,8 Mrd.ATS/19,7 Mrd. DEM ausgewiesen. Innerhalb eines Jahres erhöhten sich die Kapitalanlagen somit um 7,7 Prozent.

Anmerkung: Alle Angaben ohne Berücksichtigung der CA-Generali, die ab 1997 nicht mehr zum Konsolidierungskreis zählt.

Neustrukturierung der Generali in Deutschland

Das Anfang Januar bekanntgegebene Vorhaben der Neustrukturierung der Generali in Deutschland unter Einbeziehung der deutschen Tochtergesellschaften der EA-Generali AG, Wien, und der Deutschen Lloyd-Gruppe wird nunmehr konkret vorbereitet. Folgende Einzelschritte werden in den nächsten Monaten unter der Leitung von Dr. Dietrich Karner, der von Seiten der Generali-Konzernzentrale in Triest mit der Durchführung der Neustrukturierung betraut wurde, umgesetzt.

- Ausgliederung des gesamten Lebensversicherungsbestandes der Deutschen Lloyd Lebensversicherung und Einbringung in die Generali Münchener Leben (gegen Gewährung von Anteilen an der Generali Münchener Leben);

- Ausgliederung des Sachversicherungsteilbetriebes der Deutschen Lloyd (Sach-)Versicherung und Einbringung in die Generali Versicherung (gegen Gewährung von Anteilen an der Generali Versicherung);

- Verschmelzung der beiden verbleibenden Deutschen Lloyd-Gesellschaften zu einer neuen deutschen Generali Holding (Vorstandsvorsitzender Dr. Dietrich Karner); Aktionäre der Deutschen Lloyd Versicherung erhalten Aktien der neuen Generali Holding;

- Einbringung der deutschen Niederlassung der EA-Generali AG, Wien, in die neue deutsche Generali Holding (gegen Gewährung von Anteilen an der Generali Holding); Übernahme der gesamten Aktivitäten der deutschen Niederlassung der EA-Generali AG, Wien, durch die Generali Holding; Auflösung der Niederlassung;

- Ausgründung der Dienstleistungsfunktionen auf Service- bzw. Finanzgesellschaften.

Diese Neustrukturierung wird voraussichtlich bis August 1998 abgeschlossen und rückwirkend zum 1. Januar 1998 vollzogen.

Erweiterte Kompetenz für Wien in Mittel- und Osteuropa

Der Standort Wien und die Holding EA-Generali AG werden im Rahmen der weltweiten Generali Group zusätzliche Aufgaben für den Aufbau der neuen Märkte in den mittel- und osteuropäischen Ländern übernehmen.

Konkret will die Konzernzentrale in Triest die Verantwortung für die junge rumänische Generala Asigurari in Bukarest und für den bevorstehenden Markteintritt in Polen an die Wiener Holding, die sichtbare Erfolge bei der Erschließung mittel- und osteuropäischer Märkte erzielen konnte, übergeben.

Rückfragen & Kontakt:

EA-Generali Aktiengesellschaft
Josef Hlinka
Tel.: 01/534 01 1375

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