• 19.02.1998, 10:34:06
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  • OTS0082

Maderthaner empfängt Tunesien-Delegation

Unterzeichnung von Berufsausbildungs-Abkommen - Exporte und Importe nehmen zu

Wien (PWK) - Der tunesische Minister für internationale
Zusammenarbeit, Mohamed Ghannouchi, traf Donnerstag vormittag mit
WKÖ-Präsident Leopold Maderthaner im Haus der Wirtschaft zusammen.
Dabei wurde ein Berufsausbildungs-Abkommen zwischen dem tunesischen
Ministerium für Berufsausbildung und Arbeit und dem WIFI der
Wirtschaftskammer Österreich unterzeichnet. Gesprächsthema war auch
das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Tunesien, das
voraussichtlich mit 1. März 1998 in Kraft treten wird und von dem
sich die österreichischen Exporteure zahlreiche Erleichterungen
erwarten. ****

Tunesien, dessen Wirtschaftsaufschwung sich 1997 weiter
fortgesetzt hat (Wirtschaftswachstum über 6 Prozent, Inflation unter
4 Prozent), ist das erste nordafrikanische Land, das über ein
derartiges Abkommen verfügt. Mit einem Länderseminar über "Geschäfts-
und Investitionsmöglichkeiten in Tunesien" sowie der Organisation von
Einzelgesprächen zahlreicher österreichischer Unternehmen mit
tunesischen Firmenvertretern am Nachmittag, wies die
Wirtschaftskammer Österreich auf das zum Teil noch immer
unterschätzte Geschäftspotential des südlichen Mittelmeerstaates hin.

Die positive Wirtschaftsentwicklung Tunesiens schlägt sich auch im
österreichisch-tunesischen Außenhandel nieder. "Österreichs Exporte
nach Tunesien stiegen in den ersten drei Quartalen 1997 um 12,8
Prozent auf 241 Millionen Schilling an", berichtet Andreas Meindl,
Afrika-Experte in der Wirtschaftskammer Österreich. Hauptausfuhrgüter
waren Maschinen und pharmazeutische Produkte. Starken Zuwachs
verzeichneten 1-9/97 auch die Importe aus Tunesien. "Die Steigerung
um 235 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode im Jahr 1996 sind aber
fast ausschließlich auf Erdgaslieferungen zurückzuführen, die 1997
erstmals durchgeführt wurden", erklärt Meindl. Traditionell gelangt
hauptsächlich Bekleidung aus Tunesien nach Österreich.

Mit Inkrafttreten des EU-Assoziierungsabkommen wird das beliebte
Tourismusland Tunesien auch an Attraktivität für Wirtschaftstreibende
gewinnen. Eine nicht unerhebliche Anzahl europäischer Unternehmen hat
Tunesien bereits als Standort für Produktions- und
Vertriebsniederlassungen gewählt. Auch österreichische Exporteure
sollten vermehrt die Möglichkeit nutzen, in Tunesien Fuß zu fassen,
rät Meindl.
(Schluß) Ne
Rückfragehinweis: Mag. Andreas Meindl

Wirtschaftskammer Österreich
Afrika-Referat
Tel. 50105 DW 4344

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