POSSET : ÖVP-ZYNISMUS BEI ARBEITSINSPEKTORATEN

Haarsträubende Multiplex-Rechtfertigungsversuche Strassers

Wien (ÖGB-NÖ) Die NÖVP legt in der Frage der Bedeutung und der Aufgabenstellung der Arbeitsinspektorate zunehmend einen
blanken Zynismus gegenüber den Arbeitnehmern an den Tag : Während Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop bei der Neujahrsfeier der NÖ-Wirtschaftskammer noch eine dringende Durchforstung der Arbeitnehmerschutzbestimmungen und ein notwendiges ‘an die Kandare nehmen’ der Arbeitsinspektorate eingefordert hatte, ortet heute Landesparteisekretär Ernst Strasser zunehmenden Handlungsbedarf
der selbigen, erinnerte Montag der Landessekretär des ÖGB-NÖ, KR Gerhard Posset, aus Anlaß der Kritik Strassers an AK-Präsidenten Josef Staudinger. "Arbeitnehmerschutzbestimmungen und deren Kontrolle sind aber nicht der Spielball landesfürstlichen Gutdünkens, die man einmal einfordern und einmal vergessen kann,
so je nach Bedarf, sondern stellen ein Recht der Arbeitnehmer
dar", unterstrich Posset.

Während sowohl die Gewerkschaften als auch die AK nachdrücklich davor gewarnt haben, daß mit der Multiplexverordnung ein Unterlaufen der Sonntagsruhe droht und Mißbräuchen Tür und Tor geöffnet werden, versucht Strasser nun in einer haarsträubenden Argumentation die Schuld daran an die Arbeitsinspektorate und die
AK zuzuweisen und bezeichnet die wiederholten Warnungen vor dieser Entwicklung als Verhöhnung der Arbeitnehmer, stellte der ÖGB-Landessekretär klar. "Die Brandleger beschuldigen die Feuerwehren daß es brennt. Das ist wohl einmalig", schloß Posset. (Schluß)nk/ns

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