Schwedenkrone gibt trotz Hochkonjunktur wieder nach

Euroabstinenz wirkt sich auf Währung aus - Handelsdelegierter empfiehlt Fakturierung in Schilling

Wien (PWK) - Obwohl in Schweden derzeit Hochkonjunktur herrscht, müssen die österreichischen Lieferanten damit rechnen, daß der Markt schwieriger wird, meldet Handelsdelegierter Heinz Wimpissinger aus Stockholm. Die Schwedenkrone gibt wieder nach: seit Anfang 1998 hat sie gegenüber dem Schilling um rund drei Prozent ihres Wertes verloren. Bisher hätten sich noch keine direkten Auswirkungen auf den österreichisch-schwedischen Handel gezeigt, vorzugsweise Faturierung in Schilling sei aber zu empfehlen. ****

Von 1992 bis 1995 hatte die schwedische Währung um fast ein Drittel gegenüber dem Schilling abgewertet, was dann aber wieder um rund 20 Prozent wettgemacht wurde.

Abgesehen von der Währungssituation bietet der schwedische Markt aufgrund des günstigen Wirtschaftsklimas sehr gute Möglichkeiten, betont Wimpissinger. Sowohl für Investitionsgüter als auch für Konsumwaren herrsche rege Nachfrage, wovon österreichische Lieferanten auch deutlich profitieren.

Im Dreivierteljahr 1997 sind die österreichischen Lieferungen nach Schweden um fast 10 Prozent auf 6 Mrd. Schilling angestiegen. Die Importe gingen in diesem Zeitraum allerdings zurück (um 5,7 Prozent auf 8,2 Mrd. Schilling). Schweden ist Österreichs mit Abstand wichtigster Handelspartner in Nordeuropa. Im Jahr 1996 wies die österreichische Handelsbilanz mit Schweden acht Mrd. Schilling bei den Exporten und elf Mrd. Schilliung bei den Importen aus.

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Dkfm. Baminger

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