- 16.02.1998, 11:39:59
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Grüne drängen auf Schließung der letzten österreichischen Pelztierfarm im Waldviertel
Weinzinger: "Sitzung stellt Nagelprobe für Tierschutz dar
Wien (OTS) - Vor der morgigen Sitzung der niederösterreichischen
Landesregierung forderte heute die Grüne Spitzenkandidatin für die
NÖ-Landtagswahlen erneut eine umgehende Schließung der letzten
österreichischen gewerblich betriebenen Pelztierfarm in Kleinpertholz
im Waldviertel. "Landesrat Ewald Wagner und die Landesregierung
müssen in dieser Angelegenheit endlich wirklich aktiv werden. Statt
in Zeitungsanzeigen als Werbegag Unterschriften für ein
bundeseinheitliches Tierschutzgesetz zu sammeln, muß Landesrat Ewald
Wagner, in dessen Zuständigkeitsbereich die Verordnung zur
Pelztierhaltung fällt, konsequent die (unzureichenden) Richtlinien
der Pelztierverordnung umsetzen und jegliche politische
Interventionen seitens einzelner VP-Politiker eine klare Absage
erteilen. Die mehr als 100.000 Niederösterreicher und
Niederösterreicher- innen, die 1996 das Tierschutz-Volksbegehren
unterschrieben haben, können nicht einfach übergangen werden. Die
morgige Sitzung wird daher eine Nagelprobe für den Tierschutz
darstellen", betont Weinzinger.
"Wir fordern ein generelles Verbot der Pelztierhaltung in
Niederösterreich", so die Grünpolitikerin weiter. "In den letzten
Jahren ist von der NÖ-Landesregierung eine Verschlechterung der Lage
in Sachen Tierschutz in vielen Bereichen, darunter auch in der
Pelztier-Haltung, ausgegangen." Durch die Verordnung über die Haltung
von Pelztieren bleibt eine artfremde Haltung möglich. "Die
Formulierungen zu Bewegungsmöglichkeit und Käfiggröße z.B. sind
äußerst unzureichend formuliert. Entgegen der Meinung namhafter
Zoologen wird Nerzen außerdem rechtlich keine Schwimm-Möglichkeit
zugestanden. Die Tiere vegetieren auf engstem Raum dahin. Während sie
in freier Wildbahn ein Revier von mindestens 1 km² beanspruchen,
werden Nerze in den Pelzfabriken in Käfigen von maximal 0,3 m²/Tier
gehalten.
Rückfragehinweis: Mag. Brigid Weinzinger, 0664 / 33 89 247
Karin Legat, Pressestelle, 01 / 521 25 - 207
bzw. 0664 / 380 11 06 --
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