• 12.02.1998, 13:16:36
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  • OTS0155

Development Cooperation Report 97/Ö. Entwicklungszusammenarbeit=

(Wien, OTS) Der aktuell vorliegende "Development Cooperation
Report 1997" des DAC (Development Assistance Committee der OECD)
versteht sich als laufende Überprüfung der Ziele der
Entwicklungstrategie für das 21. Jahrhundert und legt dieses Jahr
den Schwerpunkt auf drei Bereiche: Stand der Umsetzung von
quantifizierbaren Zielen für Entwicklungszusammenarbeit; eine
verbesserte Partnerschaft mit den Entwicklungsländern bei
gleichzeitiger kohärenterer Politik der OECD-Mitgliedstaaten sowie
die verstärkte Mobilisierung adäquater (vor allem finanzieller)
Ressourcen.

Faktum ist, dass die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit
weltweit auch 1996 gesunken ist, gleichzeitig ist bemerkenswert,
dass dieser Rückgang durch einen markanten Anstieg des privaten
Kapitalflusses mehr als wettgemacht wurde. Insgesamt steigerte
sich der in die Entwicklungsländer fliessende Netto-Kapitalstrom
auf fast 304 Mrd. US$. Die privaten Mittelflüsse in die
Entwicklungsländer machten 1996 erstmals rund 70% des gesamten
Kapitalstroms aus; sie gingen aber nicht in die ärmsten Länder
(Least Developed Countries, LLDCs), sondern vor allem in die "Big
5" (Brasilien, China, Indien, Indonesien, Rußland) bzw. in die
DAES (Dynamic Asian Economies).

Gemessen am jeweils nationalen Bruttoinlandsprodukt machten die
öffentlichen EZA-Leistungen der OECD-Länder durchschnittlich 0,25%
aus. Nur Dänemark (1,08%), die Niederlande (0,88%), Norwegen
(0,85%) und Schweden (0,80%) lagen 1996 über dem UN-Ziel von 0,7%.
Schlußlichter waren die USA (0,13%), Italien (0,19%) und Portugal
(0,21%). Österreich lag mit 0,24% knapp unter dem OECD-
Durchschnitt.

EINE KURZFASSUNG DES REPORTS SOWIE BESTELLUNGEN SIND ÜBER DIE
OECD-HOMPAGE (HTTP://WWW.OECD.ORG/NEWS_AND_EVENTS/) ZU BEZIEHEN.

Facts & Figures zur Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit

Die Bilaterale Technische Hilfe der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit lag 1996 mit 1,094 Mrd. ATS etwa gleich
hoch wie 1995 (977 Mio ATS), während die Gesamtbilanz einen
Rückgang von 7,7 Mrd. ATS auf 5,9 Mrd. ATS aufwies. Auch 1997
betrug die Bilaterale Technische Hilfe knapp eine Milliarde ATS.
Österreich lag 1996 mit 0,24% des BNP knapp unter dem OECD
Durchschnitt von 0,25%. Die Weichen sind daher verstärkt auf
Konzentration der Mittel und Qualität gestellt. Die geografische
und inhaltliche Schwerpunktpolitik wird weiter forciert, den
Regionalbüros in allen Schwerpunktländern kommt eine zentrale
Bedeutung zu.

Rückgang aufgrund verschiedener Ursachen

Der Nettorückgang der ODA ist - bei steigendem BNP - vor allem auf
den starken Rückgang der als ODA gemeldeten Komponenten Rahmen II
Kredite und Internationale Finanzinstitutionen zurückzuführen.
Ursache für den Rückgang der für Rahmen II-Kredite gemeldeten
Summe ist, daß nun erstmals eine seit langem vom DAC geforderte
und vom Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten seit
einigen Jahren umgesetzte, strengere Meldepraxis zu greifen
beginnt. Der Rückgang der Beiträge zu internationalen
Finanzinstitutionen ist ausschließlich durch die Zufälligkeiten
der Abrufungstermine für zugesagte Beträge bedingt. Hier ist eine
Rückkehr etwa zum bisherigen Volumen vorauszusehen. Signifikant,
aber nicht unerwartet, ist schließlich auch der Rückgang der
Aufwendungen für "de-facto" Flüchtlinge.

Weitere Informationen zur Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit erhalten Sie beim
Informationsbüro der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
c/o ikp, Tel. 01/524 77 90 - 20 und 21, e-mail:
oe.eza.info@ikp.inmedia.co.at

oder direkt auf der Homepage der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit im Außenministerium
(http://gov.austria-info.at/ForeignAffairs/).

Rückfragehinweis: Informationsbüro d. Österreichischen Entwicklungszusammenarbe

c/o ikp, Tel. 01/524 77 90 -20

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | IKP/IKP

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