Development Cooperation Report 97/Ö. Entwicklungszusammenarbeit

(Wien, OTS) Der aktuell vorliegende "Development Cooperation
Report 1997" des DAC (Development Assistance Committee der OECD) versteht sich als laufende Überprüfung der Ziele der Entwicklungstrategie für das 21. Jahrhundert und legt dieses Jahr den Schwerpunkt auf drei Bereiche: Stand der Umsetzung von quantifizierbaren Zielen für Entwicklungszusammenarbeit; eine verbesserte Partnerschaft mit den Entwicklungsländern bei gleichzeitiger kohärenterer Politik der OECD-Mitgliedstaaten sowie die verstärkte Mobilisierung adäquater (vor allem finanzieller) Ressourcen.

Faktum ist, dass die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit weltweit auch 1996 gesunken ist, gleichzeitig ist bemerkenswert, dass dieser Rückgang durch einen markanten Anstieg des privaten Kapitalflusses mehr als wettgemacht wurde. Insgesamt steigerte
sich der in die Entwicklungsländer fliessende Netto-Kapitalstrom auf fast 304 Mrd. US$. Die privaten Mittelflüsse in die Entwicklungsländer machten 1996 erstmals rund 70% des gesamten Kapitalstroms aus; sie gingen aber nicht in die ärmsten Länder (Least Developed Countries, LLDCs), sondern vor allem in die "Big
5" (Brasilien, China, Indien, Indonesien, Rußland) bzw. in die
DAES (Dynamic Asian Economies).

Gemessen am jeweils nationalen Bruttoinlandsprodukt machten die öffentlichen EZA-Leistungen der OECD-Länder durchschnittlich 0,25% aus. Nur Dänemark (1,08%), die Niederlande (0,88%), Norwegen (0,85%) und Schweden (0,80%) lagen 1996 über dem UN-Ziel von 0,7%. Schlußlichter waren die USA (0,13%), Italien (0,19%) und Portugal (0,21%). Österreich lag mit 0,24% knapp unter dem OECD-Durchschnitt.

EINE KURZFASSUNG DES REPORTS SOWIE BESTELLUNGEN SIND ÜBER DIE OECD-HOMPAGE (HTTP://WWW.OECD.ORG/NEWS_AND_EVENTS/) ZU BEZIEHEN.

Facts & Figures zur Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit

Die Bilaterale Technische Hilfe der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit lag 1996 mit 1,094 Mrd. ATS etwa gleich hoch wie 1995 (977 Mio ATS), während die Gesamtbilanz einen Rückgang von 7,7 Mrd. ATS auf 5,9 Mrd. ATS aufwies. Auch 1997 betrug die Bilaterale Technische Hilfe knapp eine Milliarde ATS. Österreich lag 1996 mit 0,24% des BNP knapp unter dem OECD Durchschnitt von 0,25%. Die Weichen sind daher verstärkt auf Konzentration der Mittel und Qualität gestellt. Die geografische und inhaltliche Schwerpunktpolitik wird weiter forciert, den Regionalbüros in allen Schwerpunktländern kommt eine zentrale Bedeutung zu.

Rückgang aufgrund verschiedener Ursachen

Der Nettorückgang der ODA ist - bei steigendem BNP - vor allem auf den starken Rückgang der als ODA gemeldeten Komponenten Rahmen II Kredite und Internationale Finanzinstitutionen zurückzuführen. Ursache für den Rückgang der für Rahmen II-Kredite gemeldeten Summe ist, daß nun erstmals eine seit langem vom DAC geforderte und vom Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten seit einigen Jahren umgesetzte, strengere Meldepraxis zu greifen
beginnt. Der Rückgang der Beiträge zu internationalen Finanzinstitutionen ist ausschließlich durch die Zufälligkeiten der Abrufungstermine für zugesagte Beträge bedingt. Hier ist eine Rückkehr etwa zum bisherigen Volumen vorauszusehen. Signifikant, aber nicht unerwartet, ist schließlich auch der Rückgang der Aufwendungen für "de-facto" Flüchtlinge.

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