- 11.02.1998, 14:25:06
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- OTS0175
Wissenschaftsminister Einem will Abbau von organisatorischen Mängeln an den Unis
Wien (OTS) - Bundesminister Caspar Einem hat die heute erneut
geäußerte Kritik an seinem Vorschlag, die Abläufe an den
Universitäten durch Unternehmensberater überprüfen zu lassen, mit
Erstaunen registriert. "Es geht mir darum, organisatorische Mängel an
den Unis durch Fachleuten feststellen zu lassen, deren Expertise
darüber einzuholen, welche strukturellen Fehler zu diesen Mängeln
führen und schließlich von den Beratern auch Verbesserungsvorschläge
einzuholen", betont der Minister, "wobei die Universitäten über den
Beginn der Untersuchungen informiert und die Ergebnisse ihnen auch
zur Verfügung gestellt werden". Im Zusammenhang mit
Unternehmensberatern von Spitzeln zu sprechen, könne nur der
Phantasie von sochen Politikern entspringen, die in der Sache wenig
beizutragen haben, so der Minister.
Organisatorische Schwächen und dadurch für die Studierenden
entstehende Reibungsverluste kosten nicht nur Geld und Zeit für die
unmittelbar Betroffenen, sondern führen auch zu Verschwendung von
Steuermitteln. Es liegt daher in der Verantwortung des zuständigen
Ministers bei der Beseitigung von bürokratischen Hürden beizutragen.
Das österreichische Universitätssystem kämpft mit überaus langen
Studienzeiten. Den Studierenden ist es auch bei größtem Einsatz oft
nicht möglich, innerhalb vernünftiger Frist ihr Studium zu beenden.
Die Schlußfolgerung daraus darf nicht sein, den Zugang zu den Hohen
Schulen zu limitieren, sondern es muß Anliegen sein, den Studierenden
einen reibungslosen Studienverlauf zu ermöglichen.
Der Vorschlag des Ministers, den Universitäten eine "Außensicht"
zu ermöglichen, wurde inzwischen von zwei Unis aufgegriffen. Es
finden derzeit Gespräche statt, die zu einer partnerschaftlichen
Lösung führen sollen. "Es geht darum, den Universitäten Hilfe
anzubieten und nicht sie in unzulässiger Weise zu kontrollieren".
Der Bundesminister fordert alle an der Wissenschaft ernsthaft
Interessierten auf, das unwürdige Spiel mit der Sache nicht
angemessenen Begriffen zu beenden und stattdessen konstruktive
Vorschläge zur Verbesserung der Abläufe an den Unis vorzulegen.
"Ich werde jedenfalls nicht müde werden, meiner politischen
Verantwortlichkeit nachzukommen. Es ist das Recht der Steuerzahler,
die das Universitätssystem finanzieren, zu verlangen, daß dort
effizient gearbeitet wird und es ist das Recht der Studierenden, ein
Studienangebot ohne bürokratische Reibungsverluste zu fordern. Dazu
werde ich meinen Beitrag leisten", so der Minister.
Rückfragehinweis: Peter Menasse
Tel.: 01/71162/8100 oder 0664/2252315
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