Weniger Abfall auf Österreichs Deponien

Steigende Gesamtmengen durch mehr Sperrmüll

Wien (OTS) - Die Müllmengen, die in Österreich auf Deponien abgelagert werden, gehen kontinuierlich zurück. Das geht aus den aktuellen Fortschreibungen des Umweltbundesamtes für den Bundesabfallwirtschaftsplan hervor. Für 1996 ist dort ein Rückgang der Deponiemengen um 110.000 Tonnen gegenüber 1993 ausgewiesen. Zurückzuführen ist diese Abnahme auf den Erfolg der getrennten Sammlung von Altstoffen, also Papier, Glas, Metall, Kunststoffen
und kompostierbaren Abfällen.

Insgesamt nimmt die Menge des Hausmülls aber leicht zu. Hauptfaktor ist der überdurchschnittliche Anstieg bei Sperrmüll. Besonders macht sich der Umstand, daß Wohnungseinrichtungen in immer kürzeren Abständen neu gekauft oder ausgetauscht werden, in diesem Zusammenhang bemerkbar. Auch die zunehmende Zahl von Haushalten, vor allem Single-Haushalten, spiegelt sich in den Abfallstatistiken deutlich wider.

Daß die Kosten für die Müllentsorgung von Abfallverbänden bzw. Gemeinden in den kommenden Jahren erhöht werden, wird - wie von
der Arbeiterkammer - auch vom Umweltministerium erwartet. Da ab
dem Jahr 2004 nur noch vorbehandelte und damit chemisch unbedenkliche Abfälle deponiert werden dürfen, sind Investitionen in Abfallbehandlungsanlagen notwendig. Das können entweder Anlagen für die thermische Behandlung (Verbrennung) oder die mechanisch-biologische Vorbehandlung sein. Nach Ansicht des
Umweltministeriums sind diese Kostenerhöhungen, die sich für den einzelnen Haushalt in vertretbarem Rahmen bewegen werden, aber durchaus zumutbar. Denn die volkswirtschaftlichen Kosten, die aus der Sanierung von nicht zumutbaren Altlasten wie etwa der Berger-Deponie in Niederösterreich entstehen, wären um ein Vielfaches höher.

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Dr. Ingrid Nemec
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