- 09.02.1998, 12:44:12
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- OTS0101
Weniger Abfall auf Österreichs Deponien
Steigende Gesamtmengen durch mehr Sperrmüll
Wien (OTS) - Die Müllmengen, die in Österreich auf Deponien
abgelagert werden, gehen kontinuierlich zurück. Das geht aus den
aktuellen Fortschreibungen des Umweltbundesamtes für den
Bundesabfallwirtschaftsplan hervor. Für 1996 ist dort ein Rückgang
der Deponiemengen um 110.000 Tonnen gegenüber 1993 ausgewiesen.
Zurückzuführen ist diese Abnahme auf den Erfolg der getrennten
Sammlung von Altstoffen, also Papier, Glas, Metall, Kunststoffen
und kompostierbaren Abfällen.
Insgesamt nimmt die Menge des Hausmülls aber leicht zu.
Hauptfaktor ist der überdurchschnittliche Anstieg bei Sperrmüll.
Besonders macht sich der Umstand, daß Wohnungseinrichtungen in
immer kürzeren Abständen neu gekauft oder ausgetauscht werden, in
diesem Zusammenhang bemerkbar. Auch die zunehmende Zahl von
Haushalten, vor allem Single-Haushalten, spiegelt sich in den
Abfallstatistiken deutlich wider.
Daß die Kosten für die Müllentsorgung von Abfallverbänden bzw.
Gemeinden in den kommenden Jahren erhöht werden, wird - wie von
der Arbeiterkammer - auch vom Umweltministerium erwartet. Da ab
dem Jahr 2004 nur noch vorbehandelte und damit chemisch
unbedenkliche Abfälle deponiert werden dürfen, sind Investitionen
in Abfallbehandlungsanlagen notwendig. Das können entweder Anlagen
für die thermische Behandlung (Verbrennung) oder die mechanisch-
biologische Vorbehandlung sein. Nach Ansicht des
Umweltministeriums sind diese Kostenerhöhungen, die sich für den
einzelnen Haushalt in vertretbarem Rahmen bewegen werden, aber
durchaus zumutbar. Denn die volkswirtschaftlichen Kosten, die aus
der Sanierung von nicht zumutbaren Altlasten wie etwa der Berger-
Deponie in Niederösterreich entstehen, wären um ein Vielfaches
höher.
(Schluß)
Rückfragehinweis: Bundesministerium für Umwelt, Jugend & Familie
Dr. Ingrid Nemec
Tel.: (01) 515 22 DW 5051
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