• 04.02.1998, 12:44:51
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  • OTS0132

Wiener Liberale fordern Mut zu einer offenen Drogendiskussion=

Erfolge dürfen positive Entwicklungen nicht zum Stillstand bringen

Wien (OTS) Die Suchtmittelstudie 1997 von IFES lasse durchaus
positive Tendenzen erkennen, die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber
den Problemen Drogenkranker habe zugenommen, meinten heute die
Wiener Liberalen.

Jetzt sei aber die Politik gefordert, meinte die Liberale
Sozialsprecherin Alexandra Bolena, denn auch innerhalb der
Drogenkommission des Wiener Gemeinderates müsse eine rational und
vernünftig geführte Diskussion über die Problematik der
Drogenabhängigkeit möglich sein.

Als vordringlichstes Ziel bezeichnet Bolena die Liberale Forderung
nach einem weiteren Ausbau von Therapieplätzen. Dadurch soll künftig
jedem "therapiewillgen" Drogenkranken kurzfristig Behandlungs- und
Betreuungsmöglichkeiten angeboten werden können. "Therapie statt
Strafe" sei als Schlagwort des Stadtrates nur dann sinnvoll, wenn am
Ende die wirkliche Entkriminalisierung der Drogenkranken steht, so
Bolena.

Im Lichte der Erfolge bei der kontrollierten Abgabe von Heroin in
der Schweiz, müsse auch in Wien zumindest eine Diskussion über diese
Form der Betreuung geführt werden, meinten die Liberalen. Um
wirkliche Fortschritte in der Wiener Drogenpolitik zu erreichen, sei
eine offene und sachliche Auseinandersetzung mit den Problemen
Drogenkranker unerläßlich, so Bolena abschließend.

(Schluß)

Rückfragehinweis: Liberales Forum - Landtagsklub Wien

Pressestelle
Tel.: 4000-81563

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