Wiener Liberale fordern Mut zu einer offenen Drogendiskussion

Erfolge dürfen positive Entwicklungen nicht zum Stillstand bringen

Wien (OTS) Die Suchtmittelstudie 1997 von IFES lasse durchaus positive Tendenzen erkennen, die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber den Problemen Drogenkranker habe zugenommen, meinten heute die Wiener Liberalen.

Jetzt sei aber die Politik gefordert, meinte die Liberale Sozialsprecherin Alexandra Bolena, denn auch innerhalb der Drogenkommission des Wiener Gemeinderates müsse eine rational und vernünftig geführte Diskussion über die Problematik der Drogenabhängigkeit möglich sein.

Als vordringlichstes Ziel bezeichnet Bolena die Liberale Forderung nach einem weiteren Ausbau von Therapieplätzen. Dadurch soll künftig jedem "therapiewillgen" Drogenkranken kurzfristig Behandlungs- und Betreuungsmöglichkeiten angeboten werden können. "Therapie statt Strafe" sei als Schlagwort des Stadtrates nur dann sinnvoll, wenn am Ende die wirkliche Entkriminalisierung der Drogenkranken steht, so Bolena.

Im Lichte der Erfolge bei der kontrollierten Abgabe von Heroin in der Schweiz, müsse auch in Wien zumindest eine Diskussion über diese Form der Betreuung geführt werden, meinten die Liberalen. Um wirkliche Fortschritte in der Wiener Drogenpolitik zu erreichen, sei eine offene und sachliche Auseinandersetzung mit den Problemen Drogenkranker unerläßlich, so Bolena abschließend.

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