- 03.02.1998, 09:54:58
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Gentechnik: Konkrete Vorteile für Landwirtschaft und Umwelt
Monsanto-Bericht dokumentiert bisherige Anbauerfolge
Wien (OTS) - Die nun vorliegenden Ergebnisse der ersten
kommerziellen Anbauperiode von gentechnisch verbesserten Nutzpflanzen
zeigen die konkreten Vorteile dieser Technologie für Landwirtschaft
und Umwelt. Monsanto, ein in diesem Bereich weltweit tätiges
Unternehmen, hat die praktischen Erfahrungen der Bauern in Nord- und
Südamerika mit solchen Pflanzen in dem Bericht "Biotechnologie -
Chancen für die Zukunft" zusammengefaßt. Darin werden die
Verringerung des Herbizideinsatzes, die steigenden Erträge sowie die
finanziellen Einsparungen dokumentiert, die durch den Anbau
gentechnisch veränderter Nutzpflanzen anstelle von herkömmlichen
Sorten erzielt wurden.
Monsanto schätzt, daß 1997 weltweit auf 12 Millionen Hektar
gentechnisch veränderte Nutzpflanzen angebaut wurden, gegenüber zwei
bis drei Millionen Hektar im Jahr 1996. Bernard Auxenfans, Präsident
von Monsanto Life Sciences für Europa/Afrika: "Die Biotechnologie
wird einerseits einen unverzichtbaren Beitrag zur Ernährung der
Weltbevölkerung leisten, die sich in den nächsten 40 bis 50 Jahren
nahezu verdoppeln wird; andererseits trägt sie wesentlich zur
Schonung der Umwelt bei."
Die vorgelegten Daten beziehen sich auf 1996, das Jahr, in dem
erstmals größere Mengen der von Monsanto entwickelten
NewLeaf-Kartoffeln (Schädlingsresistenz), Roundup Ready-Soja und
-Raps (Herbizidtoleranz) sowie Bollgard-Baumwolle
(Schädlingsresistenz) in den USA, Argentinien, Kanada, Australien und
Mexiko angebaut wurden. Diese Pflanzen verfügen jeweils über eine mit
Hilfe von Gentechnik bewirkte Herbizidtoleranz oder
Schädlingsresistenz. Die Daten beruhen auf Untersuchungen von
Marktforschungsunternehmen, Umfragen bei Landwirten und eigenen
Berchnungen.
New Leaf-Kartoffeln: Die Bauern senkten ihren Insektizideinsatz im
Vergleich zu herkömmlichen Kartoffeln um 33 bis 42 Prozent. Der
finanzielle Ertrag (abhängig von Größe, Form und Qualität der
Kartoffeln) lag bei NewLeaf im Durchschnitt um 35 US-Dollar pro
Hektar höher als bei herkömmlichen Kartoffeln. 1997 wurden ca. 2,5
Prozent der US-Kartoffeläcker mit den Monsanto-Karoffeln bepflanzt -
doppelt so viel wie im Vorjahr.
Roundup Ready-Raps (Kanada): Die Landwirte verzeichneten
Ertragssteigerungen von mehr als neun Prozent im Vergleich zu
herkömmlichen Rapspflanzen. Unter Berücksichtigung der Ernte-, Saat-
und Herbizidkosten erzielten die Bauern dadurch einen finanziellen
Vorteil von fast 50 US-Dollar pro Hektar.
Roundup Ready-Sojabohnen: 75 Prozent der Landwirte behandelten
ihre Sojabohnen nur ein einziges Mal mit dem Herbizid Roundup. Fast
alle übrigen setzten Roundup zweimal ein. Je nach Anbauregion
bedeutet dies, daß die Farmer mit Roundup Ready Sojabohnen um 9 bis
39 Prozent weniger Herbizide verwendeten als ihre Kollegen, die
herkömmliche Pflanzenschutzmittel nutzten. Für 1997 deuten vorläufige
Zahlen an, daß ungefähr 15 Prozent der nordamerikanischen
Soja-Anbaufläche mit den gentechnisch veränderten Sojabohnen
bepflanzt wurden, 1996 belief sich ihr Atneil auf lediglich zwei
Prozent.
Bollgard-Baumwolle: 60 Prozent der US-Baumwollfarmer, die 1996
Bollgard-Baumwolle anpflanzten, verwendeten keine Insektizide gegen
Schädlinge, der übrige Teil lediglich einmal. Dem stehen vier bis
sechs Insektizidanwendungen bei herkömmlicher Baumwolle gegenüber.
Die Ertragssteigerung betrug im Durchschnitt sieben Prozent, der
finanzielle Vorteil belief sich für die Landwirte auf 82 US-Dollar
pro Hektar. 1997 wurden in den USA ca. 15 Prozent der gesamten
Baumwolle-Anbaufläche mit Bollgard-Baumwolle und weitere 5 Prozent
mit Roundup Ready-Baumwolle bepflanzt, insgesamt also 20 Prozent.
Für die Bauern liegen die Vorteile auf der Hand: Sie müssen ihren
Traktor nicht mehr so häufig zum Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln
einsetzen, sparen dadurch Arbeitszeit, Pflanzenschutzmittel und
Kraftstoff und tragen zur Schonung ihrer Ackerböden und der Umwelt
bei.
Während diese ersten transgenen Pflanzen also vorwiegend
agronomische Vorteile für Landwirte bieten, werden in einigen Jahren
auch Pflanzen auf den Markt kommen, deren Verbesserungen direkt den
Konsumenten zugutekommen: etwa durch höheren Proteingehalt in
Getreide und Ölsaaten oder niedrigeren Gehalt an ungesättigten
Fettsäuren in pflanzlichen Ölen - bis hin zu besser schmeckenden
Früchetn und Gemüsen.
Rückfragehinweis: Helmut Wagner, Leiter Kommunikation, Monsanto
Deutschland/Österreich/Schweiz, Tel.: 0049-211-36 75 0
Paul M. Sills, Skills in Public Relations, Tel.: 01/5052625
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