Nach Unfall auf der Südautobahn: Geschwindigkeit reduzieren!

Wien (OTS) - "Der schreckliche Unfall auf der Südautobahn hat überdeutlich gezeigt, daß viele Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn viel zu schnell unterwegs sind", so die Experten des Kuratorium für Verkehrssicherheit: "Sowohl der Lenker des Unfallwagens aus auch die Lenker der nachkommenden Autos, ie die auf der Straße liegenden Unfallopfer überrollt haben, sind eindeutig zu schnell gefahren."

Auch auf der Autobahn muß die gefahrene Geschwindigkeit so gewählt werden, daß vor einem plötzlich auftauchenden Hindernis noch rechtzeitig gestoppt werden kann. Das KfV kritisiert die gängige Praxis, auf Autobahnen in der Nacht mit Abblendlicht und Tempo130 oder mehr zu fahren. Bei diesen Geschwindigkeiten ist die Sichtweite viel zu gering, um entsprechend reagieren zu können. Man dürfte mit Abblendlicht nicht schneller als 50 km/h fahren, außer wenn das Umfeld duch andere Fahrzeuge ausreichend beleuchtet ist. Deshalb:
"Angepaßte Geschwindigkeit wählen! (Grips statt Bleifuß)" Gegen Temposünder, denen diese Einsicht fehlt und die die Autobahn mit überhöhten Geschwindigkeiten mißbrauchen, hilft nur verstärkte Überwachung.

Um diese notorischen Schnellfahrer zur Vernunft zu bringen, fordert das KfV dringend die Einführung des Punkteführerscheines. Durch den Punkteeintrag und den damit drohenden Führerscheinverlust könnten viele Menschenleben gerettet werden. Der Punkteführerschein ist eine international als sehr wirksam eingestufte Maßnahme.

"Wären die Autoinsassen bei dem Unfall auf der Südautobahn jedoch angeschnallt gewesen, wären sie nicht auf die Fahrbahn geschleudert worden und hätten so eine höhere Überlebenschance gehabt," so das KfV.

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