• 27.01.1998, 09:42:40
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Gipsbein im Schiurlaub kann durch Thrombose zum Tode führen

Mediziner empfehlen Prophylaxe mit niedermolekularem Heparin

Wien (OTS) - Nach Angaben des Institutes Sicher Leben verunfallen
jedes Jahr 80.000 Schifahrer auf Österreichs Pisten. Rechtzeitig vor
Beginn der Semesterferien und damit von den Schiferien tausender
Österreicher warnen deshalb Experten vor den möglichen Folgen eines
an sich harmlosen Beinbruches. Infolge eines Beinbruches kann es
nämlich zu Komplikationen durch Blutgerinnsel (Thrombosen) kommen.
Das Bein wird durch den Gips dermaßen ruhiggestellt, daß solche
Blutgerinnsel in den Venen des Beines entstehen. Diese können zu
Lungenembolien und damit auch im schlimmsten Fall zum Tod des
verunfallten Schifahrers führen.

Vorbeugend gegen Thrombosen gibt es allerdings wirksame
Medikamente, sogenannte "niedermolekulare Heparine". "Bei Becken-
oder hüftnahen Oberschenkelfrakturen beträgt die Thromboserate ohne
spezielle Prophylaxe sogar bis zu 70 Prozent" berichtet Dr. Heinrich
Thaler vom Unfallkrankenhaus Meidling in "Thrombose aktuell 1997".
Die prophylaktische Heparinisierung zählt daher, auch bei Frakturen
des Unterschenkels, zu den wichtigsten Erstmaßnahmen bei
Beinverletzungen. Diese sollte gemäß den Empfehlungen der Deutschen
Gesellschaft für Unfallchirurgie ab dem 14. Lebensjahr erfolgen.

Bei Spalt- oder Gehgips ist die Thromboseprophylaxe immer
erforderlich.

Thaler: "Wer sein operiertes oder eingegipstes bzw. verbundendes
Bein nicht von Anfang an voll belasten kann, sollte heparinisiert
werden." Bei einem Spaltgips (Liegegips) ist eine medikamentöse
Thromboseprophylaxe immer erforderlich. Diese muß auch nach dem
Wechsel zum Gehgips beibehalten werden. "Die Behandlung mit Heparin
muß mindestens bis eine Woche nach der Gipsabnahme durchgeführt
werden", betont Thaler.

Um Thrombosen nach Beinbrüchen, z.B. beim Schifahren, vorzubeugen,
ist heute die Verabreichung von niedermolekularem Heparin eine der
Methoden der Wahl. Niedermolekulares Heparin besitzt eine Wirkdauer
von 24 Stunden. Seit der Einführung des niedermolekularen Heparins
1989 sind sowohl die Lungenembolien (-22%) als auch die tödlichen
Lungenembolien (-29%) stark zurückgegangen. Eine einmalige subkutane
Injektion in der dem jeweiligen Risiko entsprechenden Dosierung von
niedermolekularem Heparin pro Tag ist ausreichend. Um den
Spitalsaufenthalt zu verkürzen, ist es den Patienten nun problemlos
möglich, das niedermolekulare Heparin selbst zu injizieren. Dazu
bietet Gerot Pharmazeutika einen eigenen, dem bekannten Insulin-Pen
ähnlichen, Pen an. Selbst Patienten mit Spritzenangst können sich mit
dem Pen Injektionen ganz einfach verabreichen. Kein Danebenstechen,
kein zu oberflächliches oder zu tiefes Stechen, der gesamte Vorgang
läuft automatisch ab. Die Nadel bleibt immer versteckt, es wird auch
unsichtbar injiziert.

Rückfragehinweis: Gerot Pharmazeutika
Dr. Elke Schellander,
Tel.:(01) 485 35 05/347 DW

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