• 23.01.1998, 10:43:01
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DAXBÖCK : GEMEINSAMER KAMPF UM ÖSPAG MIT ERNST HÖGER

ÖSPAG nicht Beispiel für Versagen, sondern für Frechheit der ÖVP

St. Pölten (SPI) Schon bei den ersten Anzeichen von Problemen
mit der ÖSPAG in Wilhelmsburg war Ernst Höger zur Stelle und hat
in den folgenden Wochen gemeinsam mit AK-Präsidenten Josef
Staudinger und Unterstützung durch den ÖGB alles nur mögliche
versucht, den Standort Wilhelmsburg abzusichern und durch ein MBO
den Traditionsbetrieb abzusichern. Obwohl alle Weichen bereits
gestellt waren, sämtliche Förderungsschienen des Bundes, des
Landes und die volle Unterstützung der Gemeinde klar war, kam
letztendlich nach wochenlangen Verzögerungen das Nein aus der
Schweiz. Die ÖSPAG ist kein Beispiel für ein Versagen Högers,
sondern für seine Ehrlichkeit im Kampf um jeden Arbeitsplatz, der
manchmal auch verloren werden kann, stellte Freitag der
Wilhelmsburger Bürgermeister Walter Daxböck klar. "Die ÖSPAG ist
vielmehr ein Beispiel für die bodenlose Frechheit Strassers und
der ÖVP und wir verwehren uns kategorisch dagegen, daß der jener
Ernst Höger, der sich so engagiert für uns eingesetzt hat, nun auf
so widerliche Art dafür verunglimpft wird", unterstrich Daxböck.

Während sich andere nur bestellte Siege abholen und sofort
zur Seite blicken, wenn Probleme drohen - die arbeitenden Menschen
also eiskalt im Stich lassen -, stellt sich Ernst Höger den
Problemen und stets auf die Seite der Arbeitnehmer, erinnerte der
Wilhelmsburger Bürgermeister. "Die Sozialdemokratie ist die
einzige Partei in Niederösterreich, für die der Kampf um
Arbeitsplätze und gegen die soziale Kälte in diesem Land nicht nur
Wahlslogan ist, sondern zentrale politische Zielsetzung. Und es
ist gut zu wissen, daß es starke und verläßliche Partner gibt",
hob Daxböck hervor. "Den Landeshauptmannstv. für
Konzernentscheidungen in der Schweiz schuldig werden zu lassen und
ihm leere Versprechungen zu unterstellen, ja das Leid der
Betroffenen zynisch zur Wahlkampfmunition gegen jenen zu machen,
der sich ohne Angst vor einer Niederlage voll eingesetzt hat, ist
in Wahrheit eine menschliche Niederlage für jene, die so etwas
aushecken, aber auch für jene, dieses Aushecken gutieren", so
Daxböck.

Wilhelmurg verwahrt sich jedenfalls schärfstens dagegen, in
diesem schmutzigen Spiel mit menschlichen Schicksalen als Waffe
gegen den engagiertesten Arbeitnehmervertreter des Landes
eingesetzt zu werden, schloß der Bürgermeister.
(Schluß)nk/ns

Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ

Tel: 02742/200

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