POSSET : MULTIPLEXVERORDNUNG NUR SPITZE DES EISBERGS

Warnungen des ÖGB-NÖ bestätigen sich vollinhaltlich

Wien (ÖGB-NÖ) Die Warnungen des ÖGB Niederösterreichs vor einem drohenden Aufweichen der Sonntagsruhe beginnen sich vollinhaltlich zu bestätigen. Die Multiplexverordnung Prölls war tatsächlich nur die Spitze eines Eisbergs, dessen wahre Ausmaße sich zunehmend abzeichnen, betrachtet man die heutige Forderung
von LIF-Spitzenkandidatin Monika Halmer an Erwin Pröll, ganz Niederösterreich zum Fremdenverkehrsgebiet zu erklären und damit die Sonntagsöffnung generell zu ermöglichen, erklärte Donnerstag der Landessekretär des ÖGB-NÖ, KR Gerhard Posset, zum angeblich liberalem Anliegen. "In Niederösterreich scheint ein Wettlauf mit dem Ziel der Liquidierung sämtlicher Arbeitnehmerrechte begonnen
zu haben, in denen sich ÖVP, LIF und FPÖ gegenseitig überholen. Diesem widerlichen Spiel ist im Interesse der Arbeitnehmer und
ihrer Familien raschest Einhalt zu gebieten", forderte Posset.

Der Landessekretär des ÖGB erinnerte in diesem Zusammenhang an die von LHStv. Ernst Höger ins Leben gerufene Unterschriftenaktion zur Absicherung der Sonntagsruhe und zur Zurücknahme der Multiplexverordnung - die noch dazu laut Ansicht der AK-Experten verfassungswidrig ist -, und appellierte an die Arbeitnehmer und ihre Familien, "im ureigensten Interesse diese Initiative zu stärken". Ein Land geht seinen Weg kann und darf nicht heißen, daß ein Land generell sonntags arbeiten gehen muß, stellte der Kammerrat klar. Mit dieser Forderung hat sich das LIF, daß in Niederöstereich ohnehin längst ein Anhängsel der ÖVP geworden ist, sofern seine Abgeordneten nicht ohnehin offen übergelaufen sind, klar gegen die arbeitenden Menschen und deren Familien gestellt.

Süffisante Anmerkungen, wie die Arbeitnehmer sollten natürlich mitreden dürfen, sind verzichtbar. "Denn ob wir unsere Anliegen und die Interessen der arbeitenden Menschen Niederösterreichs artikulieren und durchsetzen, ist nicht davon abhängig, ob eine LIF-Kandidatin dafür um Erlaubnis ansucht. Und -sie hat ihre Seite in diesem Kampf um Arbeitnehmerrechte
definiert. ", stellte Posset klar.

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