• 22.01.1998, 10:33:43
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  • OTS0097

Pharmaindustrie: Neue Therapie-Empfehlung zum Thema "Antibiotika"

Initiative Arznei & Vernunft informiert praktische Ärzte unter neuesten wissenschaftlichen und ökonomischen Aspekten

Wien (PWK) - Die Initiative Arznei & Vernunft, ein
Gemeinschaftsprojekt von Pharmawirtschaft und Sozialversicherung, hat
am Mittwoch, den 21. Jänner 1998, ihre neue Therapie-Empfehlung
(Disease Management Plan) "Infekt" zum Thema Antibiotika
Meinungsbildnern aus Gesundheitswesen und -politik vorgestellt. Das
Papier wurde von hochrangigen Experten erarbeitet und soll ab sofort
mehr als 10.000 praktischen Ärzten in ganz Österreich die Behandlung
ihrer Patienten nach neuesten wissenschaftlichen Kriterien unter
Einbeziehung ökonomischer Gesichtspunkte erleichtern. ****

Die Apotheken werden zudem ihre Informationstätigkeit zum Thema
Antibiotika verstärken - eine entsprechende Patienteninformation wird
in den nächsten Tagen in allen heimischen Apotheken verfügbar sein.
Das übergeordnete Ziel: die Sicherstellung der Verfügbarkeit des
medizinischen Fortschrittes für alle ÖsterreicherInnen.

Die Initiative Arznei & Vernunft, die 1994 auf Anregung der
Pharmig gegründet wurde, tritt für einen noch vernünftigeren Umgang
mit Arzneimitteln auf allen Ebenen des Gesundheitswesens ein. Sie ist
für Sozialversicherung und Pharmawirtschaft ein maßgeblicher
Ausgangspunkt, um auch in Zukunft die Leistungen des medizinischen
Fortschritts allen ÖsterreicherInnen zur Verfügung stellen zu können.
Die Initiative wird u.a. vom Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit
und Soziales, von der Österreichischen Ärztekammer und der
Österreichischen Apothekerkammer sowie von der Wirtschaftskammer
Österreich unterstützt.

Der Disease Management Plan "Infekt" verknüpft - wie schon sein
Vorgänger zum Thema "Lipidsenker" - neueste wissenschaftliche
Standards mit ökonomischen Gesichtspunkten. Die Inhalte umfassen die
häufigsten Infektionen, mit denen der praktische Arzt tagtäglich
konfrontiert ist, z.B. Mittelohrentzündung, Bronchitis,
Lungenentzündung oder die im Inland erworbene Akute
Durchfallerkrankung. Die Hauptautoren dieser Therapie-Empfehlung, die
auch an mehr als 10.000 niedergelassene Ärzte im ganzen Bundesgebiet
ausgesandt wurde, sind Universitätsprofessor Stefan Breyer vom Wiener
AKH und Oberarzt Oskar Janata vom Wiener Donauspital. Das Papier
steht unter der Patronanz der Österreichischen Gesellschaft für
Chemotherapie.

"Es handelt sich bei diesem Disease Management Plan um die
Fortsetzung eines erfolgreichen, im besten Sinne 'österreichischen
Weges' ", sagte Pharmig-Präsident Wolf Renner anläßlich der
Präsentation im Wiener AKH. "Schließlich ist die Initiative Arznei &
Vernunft, also die Zusammenarbeit zwischen Pharmawirtschaft und
Sozialversicherung, in Europa einzigartig". Renner betonte in diesem
Zusammenhang, daß auch diese Therapieempfehlungen letztendlich
beweisen, daß gerade der verantwortungsvolle und richtige Einsatz von
Arzneimitteln - selbst von auf den ersten Blick 'teuren' Innovationen
- dem gesamten Gesundheitswesen Geld einsparen helfen kann. Denn
greifen diese Therapie-Empfehlungen, so könnte nach Einschätzung der
Pharmig dies allein für die Sozialversicherung Kosteneinsparungen von
500 Millionen Schilling pro Jahr bedeuten.

Der Präsident des Hauptverbandes der österreichischen
Sozialversicherungsträger, Hans Sallmutter, betonte, daß die
anspruchsvolle Aufgabe, das qualitativ hochstehende österreichische
Gesundheitswesen auch für die Zukunft zu erhalten und zu verbessern,
"nur in Kooperation mit allen Beteiligten im Gesundheitswesen
bewältigt werden kann". Dies gelte auch für den Heilmittelbereich,
wobei die Versorgung der Menschen mit qualitativ hochwertigen
Medikamenten im Vordergrund stehe. Daneben sei aber
selbstverständlich auch auf den zweckmäßigen und wirtschaftlichen
Einsatz von Ressourcen zu achten.
(Schluß) Ne
Rückfragehinweis: Dkfm. Eckhardt Jäger

Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband Chemische Industrie
Tel. 50105 DW 3373

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