Pharmaindustrie: Neue Therapie-Empfehlung zum Thema "Antibiotika"

Initiative Arznei & Vernunft informiert praktische Ärzte unter neuesten wissenschaftlichen und ökonomischen Aspekten

Wien (PWK) - Die Initiative Arznei & Vernunft, ein Gemeinschaftsprojekt von Pharmawirtschaft und Sozialversicherung, hat am Mittwoch, den 21. Jänner 1998, ihre neue Therapie-Empfehlung (Disease Management Plan) "Infekt" zum Thema Antibiotika Meinungsbildnern aus Gesundheitswesen und -politik vorgestellt. Das Papier wurde von hochrangigen Experten erarbeitet und soll ab sofort mehr als 10.000 praktischen Ärzten in ganz Österreich die Behandlung ihrer Patienten nach neuesten wissenschaftlichen Kriterien unter Einbeziehung ökonomischer Gesichtspunkte erleichtern. ****

Die Apotheken werden zudem ihre Informationstätigkeit zum Thema Antibiotika verstärken - eine entsprechende Patienteninformation wird in den nächsten Tagen in allen heimischen Apotheken verfügbar sein. Das übergeordnete Ziel: die Sicherstellung der Verfügbarkeit des medizinischen Fortschrittes für alle ÖsterreicherInnen.

Die Initiative Arznei & Vernunft, die 1994 auf Anregung der Pharmig gegründet wurde, tritt für einen noch vernünftigeren Umgang mit Arzneimitteln auf allen Ebenen des Gesundheitswesens ein. Sie ist für Sozialversicherung und Pharmawirtschaft ein maßgeblicher Ausgangspunkt, um auch in Zukunft die Leistungen des medizinischen Fortschritts allen ÖsterreicherInnen zur Verfügung stellen zu können. Die Initiative wird u.a. vom Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, von der Österreichischen Ärztekammer und der Österreichischen Apothekerkammer sowie von der Wirtschaftskammer Österreich unterstützt.

Der Disease Management Plan "Infekt" verknüpft - wie schon sein Vorgänger zum Thema "Lipidsenker" - neueste wissenschaftliche Standards mit ökonomischen Gesichtspunkten. Die Inhalte umfassen die häufigsten Infektionen, mit denen der praktische Arzt tagtäglich konfrontiert ist, z.B. Mittelohrentzündung, Bronchitis, Lungenentzündung oder die im Inland erworbene Akute Durchfallerkrankung. Die Hauptautoren dieser Therapie-Empfehlung, die auch an mehr als 10.000 niedergelassene Ärzte im ganzen Bundesgebiet ausgesandt wurde, sind Universitätsprofessor Stefan Breyer vom Wiener AKH und Oberarzt Oskar Janata vom Wiener Donauspital. Das Papier steht unter der Patronanz der Österreichischen Gesellschaft für Chemotherapie.

"Es handelt sich bei diesem Disease Management Plan um die Fortsetzung eines erfolgreichen, im besten Sinne 'österreichischen Weges' ", sagte Pharmig-Präsident Wolf Renner anläßlich der Präsentation im Wiener AKH. "Schließlich ist die Initiative Arznei & Vernunft, also die Zusammenarbeit zwischen Pharmawirtschaft und Sozialversicherung, in Europa einzigartig". Renner betonte in diesem Zusammenhang, daß auch diese Therapieempfehlungen letztendlich beweisen, daß gerade der verantwortungsvolle und richtige Einsatz von Arzneimitteln - selbst von auf den ersten Blick 'teuren' Innovationen - dem gesamten Gesundheitswesen Geld einsparen helfen kann. Denn greifen diese Therapie-Empfehlungen, so könnte nach Einschätzung der Pharmig dies allein für die Sozialversicherung Kosteneinsparungen von 500 Millionen Schilling pro Jahr bedeuten.

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Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband Chemische Industrie
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Dkfm. Eckhardt Jäger

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