Kroatien sucht Investoren

Österreichisch-kroatische Wirtschaftsgespräche in der WKÖ - Außenhandel entwickelt sich überaus dynamisch

Wien (PWK) - Im Rahmen der gegenwärtigen "Kroatischen Wirtschaftswoche" in Wien findet morgen (Mittwoch) in der Wirtschaftskammer Österreich eine Präsentation Kroatiens als Handelspartner und Investitionsstandort statt. WKÖ-Präsident Leopold Maderthaner wird die Veranstaltung gemeinsam mit der stellvertretenden Wirtschaftsministerin Kroatiens, Jasna Boric, eröffnen. Letztere wird vor österreichischen Unternehmern über die aktuelle Wirtschaftslage ihres Landes und über den Stand der Privatisierung referieren. Vorgesehen sind auch Einzelgespräche zwischen Geschäftsleuten sowie Kontakte zwischen Handwerksvertretern beider Länder. ****

Kroatien ist besonders an Investitionen - namentlich im Tourismus - interessiert, erklärt der Kroatien-Referent der WKÖ, Bruno Freytag.

Umgekehrt, zeigen aber auch kroatische Unternehmen verstärktes Interesse, sich in Österreich mit Investitionen zu engagieren.

Gegenwärtig verfügen rund 700 österreichische Unternehmen über Niederlassungen in Kroatien - hauptsächlich im Handel, in zunehmendem Maße aber auch in der industriellen Erzeugung. Sieben österreichische Banken sind derzeit mit Repräsentanzen bzw. Filialen in Kroatien tätig.

Die gesamte österreichische Investitionssumme liegt bei 1,4 Mrd. S. - das sind zehn Prozent aller Auslandsinvestitionen in Kroatien. Österreich ist damit der drittwichtigste ausländische Investor in diesem Land, nach Deutschland und Italien.

Der Außenhandel zwischen Österreich und Kroatien, der schon vor der Unabhängigkeit gut entwickelt war, nimmt in den letzten Jahren sehr rasch zu, so Freytag. 1996 wurde ein Volumen von 8,5 Mrd. S erreicht (davon 6 Mrd. S österreichische Exporte und 2,5 Mrd. S Importe). Im Dreivierteljahr 1997 stiegen die österreichischen Ausfuhren um 72 Prozent an, während die Importe um 26 Prozent zulegten.

Wichtigste österreichische Ausfuhrpositionen sind Straßenfahrzeuge, Maschinen, ferner Papier, Eisen und Stahl, Textilien, Nahrungsmittel. Importiert werden vorwiegend Schuhe und Textilien.

Rückfragen & Kontakt:

WKÖ, AW-Abt., Tel: 501205/4323Mag. Bruno Freytag

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