- 17.01.1998, 08:20:51
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- OTS0017
Deutsche Telekom AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung / Teil 2=
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Bonn (ots-Ad hoc-Service) -
Ergebnis
Das Ergebnis vor Steuern stieg deutlich von 4,1 Milliarden DM um
83 Prozent auf 7,5 Milliarden DM. Der Konzernüberschuß stieg von 1,8
Milliarden DM um 84 Prozent auf 3,3 Milliarden DM. Die
Dividendenzusage von 1,20 DM pro Aktie wird erreicht, allerdings bei
Vollausschüttung.
Die Entwicklung des Umsatzes und der Gesamtleistung entsprachen
den Erwartungen. Zinsen und Personalaufwand gingen gegenüber Vorjahr
zurück. Die Entwicklung des Zinsergebnisses verlief aufgrund der
planmäßigen Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten erwartungsgemäß,
die Reduzierung des Personalaufwands blieb hinter den Erwartungen
zurück. Durch den Abschluß Aufbau Ost und Digitalisierung West
stiegen die Abschreibungen wie geplant letztmalig um 800 Millionen
DM.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 200 Millionen
DM.
Unbefriedigend ist der Anstieg beim Materialaufwand von 10,2
Milliarden DM um 1,6 Milliarden DM auf 11,8 Milliarden DM, was auf
die Aufwendungen für die Telekommunikationsdienstleistungen anderer
Carrier und gestiegenen Aufwand für Endgeräte zurückzuführen ist.
Das Beteiligungsergebnis hat sich um 1 Milliarde DM verschlechtert
durch die Anlaufverluste bei ATLAS/Global One, Mobilfunkaktivitäten
im Ausland und die Risikovorsorge für die Entwicklungen in
Südostasien.
Ergebnis einzelner Aktivitäten
Damit tragen die einzelnen Geschäftsfelder der Deutschen Telekom
wie folgt zum Konzern-Ergebnis bei:
Die Festnetzkommunikation erreicht das geplante Ergebnisniveau von
10,5 Milliarden DM vor Steuern oder eine Umsatzrendite vor Steuern
von 21 Prozent.
Die Mobilnetzkommunikation erzielt ein Ergebnis von 1 Milliarde DM
oder 20 Prozent vom Umsatz. Dies entspricht nicht ganz unseren
Erwartungen.
Insgesamt erreichte die Netzkommunikation mit 11,5 Milliarden DM -
das entspricht einem Gewinn pro Aktie von etwa 2,00 DM - das
Zielniveau und damit ein erfreuliches Ergebnis, während die übrigen
Bereiche mit einem Verlust von etwa 4 Milliarden DM - entsprechend
rund 0,80 DM Verlust pro Aktie - die Erwartung deutlich verfehlten:
Unerwartet hohe Verluste von etwa 500 Millionen DM verbuchte das
Endgerätegeschäft, wobei dieses Ergebnis allein aus dem Verkauf
resultierte. Die Mietgeschäft allein weist ein positives Ergebnis
auf.
Der Bereich Kabel-TV/Rundfunk, d. h. das Kabel-TV und das
terrestrische Audio- und Videogeschäft, reduzieren mit
erwartungsgemäß ca. 1,1 Milliarden DM Verlust das Ergebnis. Hohe
Verluste von zusammen rund 0,9 Milliarden DM weisen die öffentlichen
Telefonzellen und die Auskunft aus.
Die Deutsche Telekom wird die bereits eingeleiteten Gegenmaßnahmen
konsequent umsetzen und mögliche, zusätzliche Schritte umgehend
einleiten:
Restrukturierungen und Preisanpassungen, wie etwa im Kabelgeschäft
und bei der Auskunft, werden die Situation in 1998 verbessern. Bei
den öffentlichen Telefonzellen wird das Standortkonzept optimiert.
Der Verkauf von Endgeräten wird einer kritischen Analyse unterzogen,
um kurzfristig ein profitables Niveau zu erreichen. Im
Beteiligungsbereich sind 1997 unter anderem bereits folgende
Maßnahmen umgesetzt bzw. eingeleitet worden:
- Schließung einzelner Mobilfunkaktivitäten außerhalb des
Mobiltelefonbereichs im In- und Ausland (etwa Modacom, Schweiz, oder
Paging, Niederlande),
- Restrukturierungsmaßnahmen bei ATLAS/Global One,
- Bildung von Rückstellungen für die Beteiligungen in Südostasien
in der Bilanz 1997, die die derzeit erkennbaren Risiken,
einschließlich aktueller Kursentwicklungen, abdecken.
Insgesamt erreichte die Telekom ihre Ziele auf den Gebieten
Umsatzwachstum,
Personalabbau und
Reduzierung der Verbindlichkeiten,
womit die Ertragskraft erhöht und die Bilanzstruktur verbessert
wurde. Dies gilt ebenso für die Festnetzkommunikation und mit
geringen Abstrichen auch für die Mobilnetzkommunikation.
Der Cash Flow aus Geschäftstätigkeit stieg um rund 2 Milliarden DM
auf 24 Milliarden DM. Dies ist vornehmlich auf die Erhöhung des
Konzernüberschusses zurückzuführen.
Zusammen mit den reduzierten Investitionen verbesserte sich der
Cash Flow nach Investitionstätigkeit um 8 Milliarden DM auf 9
Milliarden DM, so daß aus dem Erlös des Börsengangs lediglich 4,5
Milliarden DM verwendet wurden, um den Abbau von Verbindlichkeiten
und die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 1996 in 1997 zu
finanzieren.
Ende der Mitteilung
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