Kinderbetreuungseinrichtungen sehr gefragt:

1997 4.000 Kinder mit Hilfe einer Förderung betreut

St.Pölten (NLK) - Seit einem Jahr sind in Niederösterreich das
NÖ Kindergartenge-setz und das NÖ Kinderbetreuungsgesetz in Kraft:
Das NÖ Kinderbetreuungsgesetz ist Basis für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen außerhalb des Kindergar-tens und der Schule. "Ziel des Kinderbetreuungsgesetzes ist es, für Kinder
unter drei Jahren und Schulkinder ein Betreuungsnetz aufzubauen
und zusätzlich zum Kinder-garten Betreuungsmöglichkeiten zu schaffen", erklärte heute Landeshauptmannstell-vertreter Liese Prokop. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen 10.000 neue Kinder-betreuungsplätze entstehen. Das Land Niederösterreich unterstützt die Eltern jener Kinder, die in einer Tagesbetreuung sind, gestaffelt nach dem Familien-Netto-Einkommen und der Anzahl sowie dem Alter der Kinder mit bis zu 3.600 Schilling pro Monat. Prokop: "Die Elternzuschüsse des Landes sind von 1996 auf 1997 von 24 auf 29 Millionen Schilling gestiegen, das ist ein Plus von 21 Prozent." Die Fördermittel für die Rechtsträger der Kinderbetreuung seien im gleichen Zeitraum von 18 auf 21 Mil-
lionen Schilling gestiegen, was ein Plus von 16 Prozent bedeutet. "Daraus ist ersicht-lich, daß die Anzahl der betreuten Kinder, die gefördert werden, um 780 gestiegen ist", unterstrich Prokop. Kinderbetreuungseinrichtungen seien also sehr gefragt. Ins-gesamt wurden 1997 über 4.000 Kinder mit Hilfe einer öffentlichen Förderung betreut. Zum Vergleich: 1996 waren es über 3.800 Kinder. Land Niederösterreich und Ge-meinden haben 1997 50 Millionen Schilling für die Kinderbetreuung im Rahmen des Kinderbetreuungsgesetzes ausgegeben. Das sind um 8 Millionen Schilling oder 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Jedes Kind wird mit insgesamt 620 Schilling, wovon je-weils Land und Gemeinde die Hälfte übernehmen, unterstützt. "Gefördert werden aber nur jene Kinder, wo die Gemeinde einen Bedarf festgestellt hat", erläuterte Prokop.

Für Prokop ist die Anzahl der Kinder, die außerhalb des Kindergartens betreut wer-den, ein Beweis dafür, daß die Gemeinden die Notwendigkeit von Betreuungseinrich-tungen erkannt haben. Untersuchungen aus Skandinavien würden zeigen, daß dort, wo ein Netz von Kinderbetreuungseinrichtungen besteht, auch die
Einstellung jünge-rer Paare zu Kindern positiv ist. Die Kinderbetreuung sei daher auch in Niederöster-reich die gesellschaftliche Aufgabe der Zukunft.

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