Gehrer: Duale Ausbildung darf nicht kaputtgemacht werden

Unterrichtsministerin erteilt Plänen für Berufsfachschule klare Absage und schlägt Stufenlehre vor

Wien (OTS) – "Wichtigste Aufgabe der Politik ist es, den jungen Menschen den Weg in den Beruf zu ermöglichen. Jeder Jugendliche
hat ein Recht auf Berufsbildung. Wir müssen ihm die Chance geben; ergreifen muß sie jeder einzelne selbst. Die duale Ausbildung darf nicht kaputtgemacht werden", so Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer, heute, Montag, bei einer Pressekonferenz. Allen Vorschlägen, die ein Ende der dualen Ausbildung bedeuten würden, erteilte sie eine klare Absage. Der Vorschlag einer Berufsfachschule, die ein Weg zu einer Vollzeitberufsschule ist,
sei keine Alternative. ****

Zehn Prozent eines Alterslehrganges seien aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage, eine Lehre zu absolvieren oder eine weiterführende Schule zu besuchen. Für diese Gruppe, die keine Vollehre machen wollen oder können, müsse, so Gehrer, ein Angebot geschaffen werden. Sie machte den Vorschlag für eine Stufenlehre.

Als weitere Maßnahmen zur Festigung der Ausbildung nannte die Ministerin die Schaffung neuer Berufsbilder. Beispiele dafür sind jene acht neuen Berufsbilder, die bereits im
Wirtschaftsministerium eingebracht wurden (EDV-Verkaufsberater/in EDV-Systembetreuer/in, Medienkaufmannes/frau, Multimedia-Techniker/in, Solartechniker/in, technisch-kaufmännischen Assistent/in, Fertighausmonteur/in, Produktionstechnikers/in) oder der neue Beruf des Gartencenter-Kaufmannes, an dessen Entwicklung die Fa. bauMax maßgeblich beteiligt war. Im Unterrichtsministerium kann nach Vorliegen des Berufsbildes in drei bis vier Wochen der erforderliche Lehrplan erstellt werden, sodass im kommenden Schuljahr gestartet werden kann.

Zudem müsse es zu einer Verkürzung der Genehmigungszeit für neue Berufsbilder auf zwei Jahre geben. Innerhalb von sechs
Monaten muß ein Ausbildungsversuch genehmigt werden.

Wichtig seien weitere flexible Angebote in den Berufsschulen,
so die Ministerin. "Vereinheitlichungsvorschlägen" von AHS-Oberstufe und technischen Schulen erteilte die Ministerin
ebenfalls eine klare Absage. Wichtig sei auch die frühzeitige Hinführung der Jugendlichen zum Beruf. Ab dem kommenden Schuljahr gibt es daher in den 3. und 4. Klassen HS und AHS eine Berufsorientierung.

Die Ministerin sprach sich für einen weiteren Bürokratieabbau z.B. durch flexiblere Handhabung der Verhältniszahl zwischen Lehrlingen und Angestellten/Arbeitern im Betrieb, eine Forcierung von Ausbildungsgemeinschaften bei Klein- und Mittelbetrieben,
einen Ausbau der Akquisitionsberater sowie eine Vereinfachung der Überprüfung der Ausbildungsvoraussetzungen für Betriebe aus. (Schluß)

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