Auch im Dezember mehr Beschäftigte in NÖ

Aber steiler Anstieg der Winterarbeitslosigkeit

St.Pölten (NLK) - Ende Dezember 1997 waren in Niederösterreich 498.332 Personen unselbständig beschäftigt, um 4.307 oder 0,87 Prozent mehr als ein Jahr davor. Damit wies das Land in absoluten Zahlen den höchsten, prozentuell den dritthöchsten Anstieg der Beschäftigtenzahl (nach Kärnten mit 1,22 Prozent und Burgenland mit 1,09 Prozent) auf. Gleichzeitig ist aber die Winterarbeitslosigkeit steil angestiegen: 45.492 Arbeitslose bedeuten gegenüber Dezember 1996 einen Anstieg um 3.314 oder 7,9 Prozent. Betroffen sind alle Berufssparten, die starken saisonalen Einflüssen ausgesetzt sind. Die Gesamtarbeitslosigkeit erreichte damit fast den Rekordwert zur Zeit der Baukrise im Dezember 1995.

Es gibt aber auch sehr positive Anzeichen für das laufende
Jahr. Ende Dezember waren beim Arbeitsmarktservice
Niederösterreich 3.385 offene Stellen gemeldet, um 542 oder 19,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das wird von den Experten als starkes Signal für eine konjunkturelle Erholung gewertet. Nach einer vom AMS in Auftrag gegebenen Studie melden die marktorientierten niederösterreichischen Unternehmen vor allem einen zusätzlichen Bedarf an hochqualifiziertem Personal und an gehobenen Dienstleistungs-, Verkaufs- und Lehrpersonal. Deutlich soll auch die Nachfrage nach Arbeitskräften mit gehobener technischer Ausbildung sowie nach handwerklichen Fachkräften mit Lehre steigen. Ein Boom ist im Bereich der "Wirtschaftsdienste" zu erwarten. Diese Branche, die so unterschiedliche Bereiche wie Rechtsberatung, Reinigungsdienste oder Personalleasing umfaßt, verspricht zusätzliche Beschäftigungschancen für Arbeitskräfte der verschiedensten Qualifikationsstufen. Die Arbeitsmarktbeobachter
des AMS NÖ prognostizieren auf dieser Basis für 1998 einen Anstieg der Gesamtbeschäftigung, einen Rückgang des durchschnittlichen Bestandes an Arbeitslosen, aber auch eine Ausweitung des Kreises
der von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen bei durchschnittlich kürzerer Dauer der Arbeitslosigkeit.

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