- 29.12.1997, 10:05:33
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- OTS0046
Arbeitslosigkeit sorgt die Österreicher am meisten
82 Prozent für Sicherung der Vollbeschäftigung, 5 Prozent für Verkürzung der Arbeitszeit
Wien (PWK) - 82 Prozent der im Auftrag der Wirtschaftskammer
Österreich vom Fessel-GfK Institut für Marktforschung bundesweit
befragten 1.000 Österreicher empfinden die Sicherung der
Vollbeschäftigung als das wichtigste wirtschaftspolitische Thema. 50
Prozent plädieren für die Schaffung von Weiterbildungs- und
Umschulungsmöglichkeiten, 42 Prozent für die Schaffung von mehr
Möglichkeiten zur Teilzeitarbeit, doch nur 5 Prozent halten eine
Verkürzung der Arbeitszeit für wünschenswert. ****
Die Umfrageergebnisse im einzelnen:
Neun von zehn Österreichern (exakt 92 Prozent) glauben, daß
heute die Arbeitslosigkeit grundsätzlich jeden treffen kann.
Allerdings glauben auch 77 Prozent, daß in Österreich zu wenig
gegen die mißbräuchliche Inanspruchnahme des Arbeitslosengeldes
getan wird.
Insgesamt schätzt man die Chance eines Arbeitlosen, schnell
wieder Arbeit finden zu können, heute eher schlecht ein: 81 Prozent
sagen eher schlecht, nur 15 Prozent eher gut.
Auch bei der Jugendarbeitslosigkeit sind die Österreicher eher
pessimistisch gestimmt: Die Hälfte der Befragten hält die
Jugendarbeitslosigkeit für ein sehr großes, 46 Prozent für ein
großes Problem. 53 Prozent der Befragten fürchten, daß es in den
nächsten Jahren mehr arbeitslose Jugendliche als heute geben wird.
Große Mehrheiten der Österreicher setzen auf kosten- und
strukturpolitische Maßnahmen gegen die herrschende Arbeitslosigkeit:
90 Prozent wollen die herrschende Arbeitslosigkeit durch die
Neugründung von Unternehmen bekämpft wissen.
Gleichfalls 90 Prozent fordern eine Senkung der Lohnnebenkosten.
89 Prozent sehen in einer geringeren Belastung der Unternehmen
mit Steuern und Abgaben neue Chancen für mehr Arbeitsplätze.
86 Prozent wünschen eine Verstärkung der Ausfuhren durch eine
Exportoffensive.
78 Prozent versprechen sich von der Verbesserung der
Wettbewerbsfähigkeit durch Technologieförderung einen
beschäftigungsfördernden Schub am Arbeitsmarkt.
70 Prozent verlangen schärfere Maßnahmen gegen den Pfusch und
immerhin
62 Prozent raten den Gewerkschaften, geringere Lohnforderungen zu
stellen.
(Schluß) EH
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