Arbeitslosigkeit sorgt die Österreicher am meisten

82 Prozent für Sicherung der Vollbeschäftigung, 5 Prozent für Verkürzung der Arbeitszeit

Wien (PWK) - 82 Prozent der im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich vom Fessel-GfK Institut für Marktforschung bundesweit befragten 1.000 Österreicher empfinden die Sicherung der Vollbeschäftigung als das wichtigste wirtschaftspolitische Thema. 50 Prozent plädieren für die Schaffung von Weiterbildungs- und Umschulungsmöglichkeiten, 42 Prozent für die Schaffung von mehr Möglichkeiten zur Teilzeitarbeit, doch nur 5 Prozent halten eine Verkürzung der Arbeitszeit für wünschenswert. ****

Die Umfrageergebnisse im einzelnen:
Neun von zehn Österreichern (exakt 92 Prozent) glauben, daß heute die Arbeitslosigkeit grundsätzlich jeden treffen kann. Allerdings glauben auch 77 Prozent, daß in Österreich zu wenig gegen die mißbräuchliche Inanspruchnahme des Arbeitslosengeldes getan wird.

Insgesamt schätzt man die Chance eines Arbeitlosen, schnell wieder Arbeit finden zu können, heute eher schlecht ein: 81 Prozent sagen eher schlecht, nur 15 Prozent eher gut.

Auch bei der Jugendarbeitslosigkeit sind die Österreicher eher pessimistisch gestimmt: Die Hälfte der Befragten hält die Jugendarbeitslosigkeit für ein sehr großes, 46 Prozent für ein großes Problem. 53 Prozent der Befragten fürchten, daß es in den nächsten Jahren mehr arbeitslose Jugendliche als heute geben wird.

Große Mehrheiten der Österreicher setzen auf kosten- und strukturpolitische Maßnahmen gegen die herrschende Arbeitslosigkeit:

90 Prozent wollen die herrschende Arbeitslosigkeit durch die Neugründung von Unternehmen bekämpft wissen.

Gleichfalls 90 Prozent fordern eine Senkung der Lohnnebenkosten. 89 Prozent sehen in einer geringeren Belastung der Unternehmen mit Steuern und Abgaben neue Chancen für mehr Arbeitsplätze.

86 Prozent wünschen eine Verstärkung der Ausfuhren durch eine Exportoffensive.

78 Prozent versprechen sich von der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch Technologieförderung einen beschäftigungsfördernden Schub am Arbeitsmarkt.

70 Prozent verlangen schärfere Maßnahmen gegen den Pfusch und immerhin

62 Prozent raten den Gewerkschaften, geringere Lohnforderungen zu stellen.
(Schluß) EH

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