Freibauer initiiert Arbeitskreis Hochwasser

Niederösterreich, 28.12.97 (NÖI) "Die Hochwasserkatastrophe des Sommers 1997 hat in Niederösterreich Schäden jenseits der Milliarden-Schillingrenze angerichtet", erklärte VP-Landesrat
Mag. Edmund Freibauer anläßlich der ersten Sitzung des Arbeitskreises 'Hochwasser', der von ihm eingerichtet wurde.****

Ein Arbeitskreis, der nicht nur die zuständigen Landesdienststellen zusammenfaßt, sondern auch den Landesfeuerwehrverband, die Abteilung für Zivilschutz und die Bundeswasserstraßendirektion umfaßt, soll sich mit dem Thema Hochwasser in zweierlei Hinsicht beschäftigen:

Einerseits sollen Grundlagen für eine flächendeckende Festlegung von hochwassergefährdeten Gebieten geschaffen werden. Andererseits soll darauf aufbauend, ein Bündel von Maßnahmen zur Verringerung künftiger Hochwasserschäden erarbeitet werden. Ein Schwerpunkt soll auf der Vorbeugung liegen, was insbesondere bei bereits verbauten Gebieten Probleme bereiten mehr könnte. Erst
seit der Erlassung des Raumordnungsgesetzes im Jahre 1986 gibt es keine Baulandwidmungen in hochwassergefährdeten Bereichen. Zahlreiche Bebauungen wurden jedoch bereits in früheren Zeiten ungeachtet drohender Hochwasserereignisse vorgenommen. Dazu kommt, daß flußbauliche Maßnahmen sowie die Vernachlässigung der Pflege von Gewässern auch an Stellen zu Überflutungen führen, wo es früher keine Hochwässer gab. Aufgabe des Arbeitskreises soll es daher sein, diese sehr komplexe Problemstellung möglichst umfassendend zu durchleuchten.

Um möglichst rasch zu greifbaren Ergebnissen zu kommen, wurden drei Arbeitsgruppen zu den Themenkreisen Planungsgrundlagen, Maßnahmen und Aufklärung/Information eingerichtet.

"Die Arbeit soll mit Nachdruck vorangetrieben werden, denn die ersten Maßnahmen sollen nach Möglichkeit bereits 1998 greifen", erklärte Freibauer abschließend.
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