Österreichs Firmen gefragte Partner für PHARE-Projekte

Osteuropa-Programme sind Teil der EU-Erweiterungsstrategie WKÖ-Konsulentenmeeting in Brüssel ein voller Erfolg

Wien (PWK) - Seit dem EU-Beitritt haben österreichische Firmen Aufträge im Gesamtwert von rund 250 Mio S aus dem EU-Unterstützungsprogramm für Mittel- und Osteuropa, PHARE, erhalten, teilt der Wirtschaftskammer-Referent für EU-Drittstaatenförderungen, Stefan Pistauer, mit. Österreich schneidet damit deutlich besser ab als die beiden anderen neuen EU-Mitglieder Finnland und Schweden. Für die heimischen Firmen wirkt sich ihre Marktkompetenz - namentlich in den Nachbarländern Ungarn, Tschechien, Slowakei und Slowenien - als beachtlicher Wettbewerbsvorteil aus. ****

Für die österreichische Wirtschaft bietet das PHARE-Programm der EU ein großes Potential für die Zusammenarbeit mit europäischen Firmen auf mittel- und osteuropäischen Märkten. Derzeit befinden sich zwar die meisten Firmen als "EU-Neulinge" noch in der Lernphase für das eher komplizierte EU-Ausschreibungssystem, das Interesse an den PHARE-Projekten sei aber schon jetzt sehr groß und nehme rasch zu. So etwa habe sich die Zahl der bei der EU registrierten österreichischen Konsulenten seit Mitte 1996 auf über 180 verdoppelt.

Ein kürzlich von der WKÖ in Brüssel veranstaltetes Meeting für österreichische Konsulenten brachte ein so gutes Ergebnis, daß es auf ausdrücklichen Wunsch der Teilnehmer nächstes Jahr wiederholt wird. 32 Konsulenten aus Österreich erhielten Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit 150 in Brüssel tätigen Konsulenten und weiteren 30, die aus zehn verschiedenen EU-Ländern eigens angereist waren. Im Rahmen der Veranstaltung fand auch ein Workshop statt, bei dem Brüssel-Experten Tips für die Bearbeitung von EU-Ausschreibungen weitergaben. Bei einer Kontaktbörse konnten erste Beziehungen für künftige Konsortialbindungen zwischen den Konsulenten hergestellt werden.

"Der direkte Kontakt mit Unternehmen, die in der Brüsseler Ausschreibungsszene etabliert sind und nach Konsortialpartnern für Projekte suchen, ist eminent wichtig", betont Pistauer. Nicht nur um das österreichische "Informationsdefizit" aufzufüllen, sondern auch weil österreichische Firmen aus Kapazitätsgründen bei vielen Großprojekten nicht mithalten können und durch internationale Kooperationen viel bessere Chancen haben. Überdies behandelt die EU länderübergreifende Konsortien bei den Ausschreibungen bevorzugt.

Rückfragen & Kontakt:

WKÖ, AW-Abteilung
Tel: 50105/4352

Dr. Stefan Pistauer

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK