Gruber: ÖVP-Niederösterreich wieder mit der Leimrute auf Jungwählerfang

Fall Iris Kroner aus dem Jahr 1993 scheint vor einer Neuauflage zu stehen!

St. Pölten, (SPI) - "Die niederösterreichische Volkspartei setzt offenbar auf die Vergeßlichkeit der Wählerschar - vor allem auf Seiten der Jugend. So geht die junge ÖVP NÖ wieder mit der Versicherung eines Mandatserhaltes auf Jungwählerfang - und damit scheint der Fall Kroner aus dem Landtagswahlkampf des Jahres 1993 vor einer Neuaufführung zu stehen", kritisiert der St. Pöltner SP-Labg. Karl Gruber die neuerliche Mobilisierungskampagne der NÖ-JVP im Rahmen des aktuellen Wahlkampfes.****

Bereits im Jahr 1993 wurde der Jungen ÖVP vom Vorsitzenden und LH Erwin Pröll ein sicheres Mandat versprochen, welches die St. Pöltner VP-Jungpolitikerin Iris Kroner erhalten sollte. Nach einem sehr erfolgreichen Wahlkampf der Jungen ÖVP mit hunderten Vorzugsstimmen für Kroner entpuppte sich Prölls Versprechen als bloße Leimrutenkampagne für die Motivierung der Jungwähler. Kroner bekam kein Mandat - dieses gelangte zur Verteilung an verdiente VP-Funktionäre aus den Bünden - und die St. Pöltner Nachwuchshoffnung entschwand nach einem Vier-Augen-Gespräch mit Pröll wieder in der politischen Versenkung.

"Das die ÖVP Niederösterreich mit der gleichen Masche wie 1993 wieder versucht, Jungwähler zu ködern und Stimmen zu maximieren, wirft ein wirklich bedenkliches Licht auf die
demokratiepolitischen Umgangsformen und die Handschlagsqualität dieser Partei. Pröll und seiner krampfhaft nach Machterhalt suchenden VP geht es auch bei diesem Wahlkampf nicht um eine ehrliche Politik gegenüber den Jungwählern, sondern nur um Stimmenmaximierung. Das böse Erwachen für die jungen Niederösterreicher hat den Landeshauptmann auch 1993 nicht gekümmert, warum sollte dies 1998 anders sein", so Karl Gruber abschließend.
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