• 01.12.1997, 12:21:12
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  • OTS0116

KfV: Schwerer Rückschlag für die Verkehrssicherheit-GRAFIK

Dieses Jahr schon mehr als 1.000 Tote - Punkteführerschein und

0,5 Promille-Grenze dringend notwendig - Der österreichische
Nationalrat soll endlich handeln =

Wien (OTS) - Die 1.009 Toten, die dieses Jahr schon auf
Österreichs Straßen ums Leben gekommen sind, sollten Aufruf genug
sein für dringend notwendige Verkehrssicherheitsmaßnahmen, meint das
Kuratorium für Verkehrssicherheit angesichts der Unfallbilanz der
letzten Woche.

"Die Herabsetzung des Alkohollimits und der Punkteführerschein
sind neben verstärkter Verkehrsüberwachung längst überfällige Signale
für die Autofahrer", so die KfV-Experten. "Notorische Verkehrsrowdies
hätten keine Narrenfreiheit mehr und die Lenker würden sich nicht
mehr an den viel zu hohen 0,8-Promille-Grenzwert herantrinken."

Vom 24. bis 30. November 1997 mußten nach vorläufigen Zahlen 15
Menschen im Straßenverkehr ihr Leben lassen. Unfallrusache Nr. 1 ist
wieder nicht angepaßte Geschwindigkeit (9) und Vorrangverletzung (1).
Bei zwei tödlichen Unfällen war Alkohol Mitursache, drei getötete
Fahrzeuginsassen waren nicht angeschnallt.

Diesen Mittwoch findet der Trauerschweigemarsch anläßlich des
tragischen Unfalls auf der A1 statt, bei dem 3 Schüler aus Baden
durch einen betrunkenen Lenker ums Leben gekommen sin. Im Rahmen des
Trauermarsches werden Tausende Unterschriften für die 0,5
Promille-Grenze, strengere Kontrollen und schärfere Strafen an die
Parlamentarier überreicht. Wieviel Trauermärsche und
Unterschriftenaktionen von hinterbliebenen Unfallopfern muß es noch
geben, um die Politiker endlich zur Einsicht zu bringen?

Rechtzeitiges Handeln und vorausschauendes Planen sind im
Verkehrssicherheitsbereich gefragt. Das gilt auch bei der Sicherheit
für Radfahrer, wo gerade jetzt im Winter die Planungen für die
baulichen Maßnahmen durchgeführt werden. Einen hohen
Sicherheitsgewinn bringt hier der Mehrzweckstreifen, der noch dazu
unkompliziert und kostengünstig zu verwirklichen ist. Bei der
Pressekonferenz des KfV am 1.12.1997 wurden die positiven Erfahrungen
mit dieser Einrichtung gemeinsam mit der MA 46 präsentiert.

Bitte beachten Sie auch die Aussendung des BM f. Inneres (OTS0070).

Die zum Text zugehörige Grafik ist in der APA-Datenbank "Grafik"
mit dem Agenturkürzel OGS abrufbar !

Rückfragehinweis: KfV/Pressestelle
Mag. Barbara Pirklbauer
Tel. (0222) 71770-0

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KFV/OTS

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