KfV: Schwerer Rückschlag für die Verkehrssicherheit-GRAFIK

Dieses Jahr schon mehr als 1.000 Tote - Punkteführerschein und

Wien (OTS) - 0,5 Promille-Grenze dringend notwendig - Der österreichische Nationalrat soll endlich handeln =

Die 1.009 Toten, die dieses Jahr schon auf
Österreichs Straßen ums Leben gekommen sind, sollten Aufruf genug sein für dringend notwendige Verkehrssicherheitsmaßnahmen, meint das Kuratorium für Verkehrssicherheit angesichts der Unfallbilanz der letzten Woche.

"Die Herabsetzung des Alkohollimits und der Punkteführerschein sind neben verstärkter Verkehrsüberwachung längst überfällige Signale für die Autofahrer", so die KfV-Experten. "Notorische Verkehrsrowdies hätten keine Narrenfreiheit mehr und die Lenker würden sich nicht mehr an den viel zu hohen 0,8-Promille-Grenzwert herantrinken."

Vom 24. bis 30. November 1997 mußten nach vorläufigen Zahlen 15 Menschen im Straßenverkehr ihr Leben lassen. Unfallrusache Nr. 1 ist wieder nicht angepaßte Geschwindigkeit (9) und Vorrangverletzung (1). Bei zwei tödlichen Unfällen war Alkohol Mitursache, drei getötete Fahrzeuginsassen waren nicht angeschnallt.

Diesen Mittwoch findet der Trauerschweigemarsch anläßlich des tragischen Unfalls auf der A1 statt, bei dem 3 Schüler aus Baden durch einen betrunkenen Lenker ums Leben gekommen sin. Im Rahmen des Trauermarsches werden Tausende Unterschriften für die 0,5 Promille-Grenze, strengere Kontrollen und schärfere Strafen an die Parlamentarier überreicht. Wieviel Trauermärsche und Unterschriftenaktionen von hinterbliebenen Unfallopfern muß es noch geben, um die Politiker endlich zur Einsicht zu bringen?

Rechtzeitiges Handeln und vorausschauendes Planen sind im Verkehrssicherheitsbereich gefragt. Das gilt auch bei der Sicherheit für Radfahrer, wo gerade jetzt im Winter die Planungen für die baulichen Maßnahmen durchgeführt werden. Einen hohen Sicherheitsgewinn bringt hier der Mehrzweckstreifen, der noch dazu unkompliziert und kostengünstig zu verwirklichen ist. Bei der Pressekonferenz des KfV am 1.12.1997 wurden die positiven Erfahrungen mit dieser Einrichtung gemeinsam mit der MA 46 präsentiert.

Bitte beachten Sie auch die Aussendung des BM f. Inneres (OTS0070).

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