- 28.11.1997, 13:27:01
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- OTS0195
Probleme bei Nacht- und Nachtschwerarbeit gelöst
Mayr: "Sozialpartner haben wieder einmal Lösungskompetenz bewiesen"
Wien (PWK) - In einer Verhandlungsrunde der Sozialpartner mit
Sozialministerin Hostasch, Familienminister Bartenstein und den
Sozialsprechern der Koalitionsparteien gelang es heute, anstehende
Probleme bezüglich Nachtarbeit der Frauen, Nachtschwerarbeit und
Ansprüche der Selbständigen auf Arbeitslosenunterstützung zu lösen.
Demnach wird es ab 1.1.1998 möglich sein, durch Kollektivvertrag die
Nachtarbeit auch für Frauen zuzulassen. ****
Die Kollektivvertragspartner werden dabei zwar verpflichtet sein,
Ausgleichsmaßnahmen vorzusehen, allerdings bleibt es ihnen
überlassen, welche Maßnahmen sie treffen. Diesbezüglich sieht das
Gesetz außer dem Anspruch auf Versetzung auf einen Tagesarbeitsplatz
bei gesundheitlicher Gefährdung keine weiteren verpflichtenden
Maßnahmen vor. Im Ausschußbericht sollen jedoch einige mögliche
Maßnahmen wie etwa Ruhepausen und Zusatzurlaube beispielhaft
angeführt werden.
Was die Nachtschwerarbeit betrifft, so war ursprünglich eine
Beitragserhöhung zu Lasten der Betriebe zur Finanzierung des
vorzeitigen Pensionsantritts vorgesehen. Um höhere Lohnnebenkosten zu
vermeiden, hat man sich am Freitag darauf geeinigt, von einer
Beitragserhöhung Abstand zu nehmen.
Das Problem der Absicherung Selbständiger im Falle von
Arbeitslosigkeit soll bis Mitte des Jahres 1998 gelöst werden. Durch
einen Entschließungsantrag wird Sozialministerin Hostasch
aufgefordert, einen entsprechenden Gesetzesvorschlag rechtzeitig
vorzulegen.
"Mit diesen Lösungen haben die Sozialpartner einmal mehr bewiesen,
daß sie nach wie vor imstande sind, auch schwierige anstehende
Probleme in vernünftiger Weise zu lösen", erklärte Martin Mayr,
Leiter der sozialpolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer
Österreich.
(Schluß) MH
Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich
Dr. Martin Mayr
Tel: 01-50105-4286
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