FRÖHLICH BAU kämpft mit schwerem Erbe

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Ein schwieriges Erbe hat der
kürzlich fristlos entlassene Vorstandsvorsitzende der Fröhlich Bau AG, Dietmar Schroer, dem nordhessischen Baukonzern hinterlassen. Wie das Unternehmen heute mitteilt, seien durch das von Schroer forcierte überzogene Wachstum immer deutlicher spürbare Liquiditätsengpässe aufgetreten, die schließlich zur Trennung von Schroer geführt hätten. Man habe das Ruder nun entschieden herumreißen müssen, und diesen Konsolidierungskurs habe man nicht mehr gemeinsam einschlagen können.

Inzwischen hätten Vorstand und Aufsichtsrat feststellen müssen, daß mehrere nicht solide durchfinanzierte Großprojekte zu akuten Liquiditiätsproblemen geführt haben. Infolgedessen sei es zu einem Verbindlichkeitenstau gegenüber Subunternehmern und Lieferanten gekommen, den es jetzt abzubauen gelte.

Entsprechend habe man sich daher mit den Banken über die Bildung eines Konsortiums verständigt, so daß das Unternehmen sich nun mit aller Kraft und der erforderlichen Ruhe um die Bewältigung der entstandenen Probleme kümmern könne.

Man sei zuversichtlich, daß dies gelingen würde, da Fröhlich Bau ein im Kern gesundes Unternehmen mit einer guten Auftragssubstanz und somit auf übersehbare Zeit gesicherter Beschäftigung sei. Hinzu komme die hohe fachliche Kompetenz und das anerkannte Know-how in den angestammten Tätigkeitsbereichen, vor allem im Schlüsselfertigbau, in der Modernisierung und Sanierung. Auf äußerst sicherem Boden bewege man sich überdies bei den von Fröhlich Bau durchzuführenden Prestigeprojekten, die entgegen anderslautenden Behauptungen ausnahmslos solide durchkalkuliert seien und planmäßig fortschritten.

Von der Gigantomanie der letzten Jahre, die den Konzern nun auf Schleuderkurs gebracht habe, werde man sich jetzt allerdings deutlich abwenden. Dies gelte insbesondere für den von Schroer mit aller Macht angestrebten schnellen Ausbau der Auslandsaktivitäten. Eine weitere Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden habe sich angesichts dieser Gegebenheiten als nicht möglich erwiesen; es bleibe bei seiner fristlosen Kündigung.

Man werde fortan alles daransetzen, um die von ihm verursachten Fehlsteuerungen zu überwinden, die daraus resultierenden Schäden zu begrenzen und das Unternehmen wieder auf eine solide Grundlage zu stellen.

Hierbei sei man auf die Mithilfe der Belegschaft und auf das Vertrauen der Zulieferer, Vertragsunternehmer und Kunden angewiesen.

Der Vorstand

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