- 21.11.1997, 14:36:47
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ÖGJ-NÖ FORDERT IN FLUGBLATTAKTION RÜCKTRITT HABERLERS
Welle der Empörung über FPÖ-Haberlers Aussagen im Landtag
Wien (ÖGB-NÖ) Mit einer Flugblattaktion hat die
niederösterreichische Gewerkschaftsjugend am Freitag den Rücktritt
des FPÖ-Landtagsabgeordneten und Wr. Neustädter
Arbeiterkammerrates Wolfgang Haberler gefordert, der in der
jüngsten Sitzung des NÖ-Landtags am 9. Oktober die Lehrlinge
Niederösterreichs als "Läuse" bezeichnet hatte, die "den Betrieb
lahmlegen" und prinzipiell arbeitsunwillig sind. Obwohl Haberler
bereits in der Sitzung aufgefordert worden war,.dies umgehenst
zurückzunehmen und sich zu entschuldigen, war in den vergangen
rund 5 Wochen kein diesbezügliches Wort seitens der FPÖ oder
Haberlers zu vernehmen. Die Aussagen Haberlers haben eine Welle
der Empörung ausgelöst.
Darüberhinaus hatte Haberler dem AMS unterstellt,
ausschließlich Sozialfälle zu vermitteln, die offensichtlich das
Ziel der Betriebslahmlegung mit den Lehrlingen gemein haben. Das
sogenannte "Lehrlingsschutzgesetz" sein in Wahrheit ein
Lehrstellenvernichtungsgesetz und Bäckerlehrlinge sollten ruhig ab
23.00 Uhr arbeiten gehen müssen. Dazu stellt die ÖGJ-NÖ klar, daß
kein Interessensvertreter Arbeitnehmer und Lehrlinge beschimpfen
und lächerlich machen darf. Die gesamte arbeitende und lernende
Jugend des Landes als Ungeziefer zu bezeichnen ist ein
Ungeheuerlichkeit wie sie in Niederösterreich noch nie artikuliert
wurde. Die ÖGJ spricht Haberler deshalb jedwede Berechtigung aus,
die Interessen von Arbeitnehmern zu vertreten.
Ihre volle Solidarität mit der Rücktrittsforderung der ÖGJ
haben auch die Landesvorsitzenden der Jungen Generation in der
SPÖ-NÖ (JG-NÖ) , Dr. Stefan Mann, und der Sozialistischen Jugend
Niederösterreichs (SJ-NÖ), Andreas Kollross, bekundet.
(Schluß)nk/ns
Rückfragehinweis: ÖGB-NÖ
01/586 21 54
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