ÖGJ-NÖ FORDERT IN FLUGBLATTAKTION RÜCKTRITT HABERLERS

Welle der Empörung über FPÖ-Haberlers Aussagen im Landtag

Wien (ÖGB-NÖ) Mit einer Flugblattaktion hat die niederösterreichische Gewerkschaftsjugend am Freitag den Rücktritt des FPÖ-Landtagsabgeordneten und Wr. Neustädter Arbeiterkammerrates Wolfgang Haberler gefordert, der in der jüngsten Sitzung des NÖ-Landtags am 9. Oktober die Lehrlinge Niederösterreichs als "Läuse" bezeichnet hatte, die "den Betrieb lahmlegen" und prinzipiell arbeitsunwillig sind. Obwohl Haberler bereits in der Sitzung aufgefordert worden war,.dies umgehenst zurückzunehmen und sich zu entschuldigen, war in den vergangen
rund 5 Wochen kein diesbezügliches Wort seitens der FPÖ oder Haberlers zu vernehmen. Die Aussagen Haberlers haben eine Welle
der Empörung ausgelöst.

Darüberhinaus hatte Haberler dem AMS unterstellt, ausschließlich Sozialfälle zu vermitteln, die offensichtlich das Ziel der Betriebslahmlegung mit den Lehrlingen gemein haben. Das sogenannte "Lehrlingsschutzgesetz" sein in Wahrheit ein Lehrstellenvernichtungsgesetz und Bäckerlehrlinge sollten ruhig ab 23.00 Uhr arbeiten gehen müssen. Dazu stellt die ÖGJ-NÖ klar, daß kein Interessensvertreter Arbeitnehmer und Lehrlinge beschimpfen
und lächerlich machen darf. Die gesamte arbeitende und lernende Jugend des Landes als Ungeziefer zu bezeichnen ist ein Ungeheuerlichkeit wie sie in Niederösterreich noch nie artikuliert wurde. Die ÖGJ spricht Haberler deshalb jedwede Berechtigung aus, die Interessen von Arbeitnehmern zu vertreten.

Ihre volle Solidarität mit der Rücktrittsforderung der ÖGJ haben auch die Landesvorsitzenden der Jungen Generation in der SPÖ-NÖ (JG-NÖ) , Dr. Stefan Mann, und der Sozialistischen Jugend Niederösterreichs (SJ-NÖ), Andreas Kollross, bekundet. (Schluß)nk/ns

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