Keusch: Multiplex - nach VP-Wortbruch wittert der neoliberale Thatcher-Kapitalismus auch in Österreich Morgenluft

Wie befürchtet - weitere Einkaufszentren wollen auf den Liberalisierungszug aufspringen

St. Pölten, (SPI) - "Nach dem eindeutigen Wortbruch der VP Niederösterreich und ihres Landeshauptmannes Pröll - von einer ausschließlichen Beschäftigung von Unternehmern und ihren Angehörigen an Sonntagen im Multiplex-Center kann bereits nach der Premiere keine Rede mehr sein - wittern auch andere
Einkaufszentren Morgenluft. Neben dem Multiplex-Center versuchen
nun auch die Lugner-City sowie das Airport-Center in Salzburg auf den niederösterreichischen Liberalsierungszug zur Abschaffung der Sonntagsruhe und der damit verbundenen Arbeitnehmerrechte aufzuspringen", stellt SP-Labg. Eduard Keusch heute in einer Stellungnahme fest.****

Tausende im Handel Beschäftige, ihre Familienangehörigen und mit ihnen alle unselbständig Beschäftigten sind zurecht verunsichert -und fürchten eine weitere Untergrabung ihrer Rechte. Viele Unternehmen wittern bereits Morgenluft - und drängen auf eine allgemeine Liberalisierung der Arbeitszeiten. Der Alleingang der
VP Niederösterreich hat - wie von den NÖ Sozialdemokraten befürchtet - Folgen. Alle Versicherungen der Volkspartei erwiesen sich als blasse Beschwichtigungsversuche. Den bereits vorliegenden Forderungen weiterer Einkaufszentren über ein Offenhalten an Sonntagen werden weitere folgen - und Pröll & Co. werden nach dem von ihnen verursachten "Dammbruch" wohl kaum willens sein, entsprechende Sondergenehmigungen abzulehnen.

"Die NÖ Sozialdemokraten werden jedenfalls weiter auf der Seite
der Beschäftigten und ihrer Familien für die Rücknahme der unnötigen und arbeitnehmerfeindlichen Verordnung kämpfen. Anläßlich der heutigen Demonstration der GPA und weiterer Institutionen erklären wir uns absolut solidarisch mit den Forderungen der Gewerkschaft und der Personalvertreter - der von
der VP scheinbar forcierte "Thatcher-Kapitalismus" darf in Niederösterreich nicht Einzug halten", stellt SP-Labg. Eduard Keusch abschließend fest.
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