• 20.11.1997, 10:18:07
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  • OTS0077

Keusch: Multiplex - nach VP-Wortbruch wittert der neoliberale Thatcher-Kapitalismus auch in Österreich Morgenluft

Wie befürchtet - weitere Einkaufszentren wollen auf den Liberalisierungszug aufspringen

St. Pölten, (SPI) - "Nach dem eindeutigen Wortbruch der VP
Niederösterreich und ihres Landeshauptmannes Pröll - von einer
ausschließlichen Beschäftigung von Unternehmern und ihren
Angehörigen an Sonntagen im Multiplex-Center kann bereits nach der
Premiere keine Rede mehr sein - wittern auch andere
Einkaufszentren Morgenluft. Neben dem Multiplex-Center versuchen
nun auch die Lugner-City sowie das Airport-Center in Salzburg auf
den niederösterreichischen Liberalsierungszug zur Abschaffung der
Sonntagsruhe und der damit verbundenen Arbeitnehmerrechte
aufzuspringen", stellt SP-Labg. Eduard Keusch heute in einer
Stellungnahme fest.****

Tausende im Handel Beschäftige, ihre Familienangehörigen und mit
ihnen alle unselbständig Beschäftigten sind zurecht verunsichert -
und fürchten eine weitere Untergrabung ihrer Rechte. Viele
Unternehmen wittern bereits Morgenluft - und drängen auf eine
allgemeine Liberalisierung der Arbeitszeiten. Der Alleingang der
VP Niederösterreich hat - wie von den NÖ Sozialdemokraten
befürchtet - Folgen. Alle Versicherungen der Volkspartei erwiesen
sich als blasse Beschwichtigungsversuche. Den bereits vorliegenden
Forderungen weiterer Einkaufszentren über ein Offenhalten an
Sonntagen werden weitere folgen - und Pröll & Co. werden nach dem
von ihnen verursachten "Dammbruch" wohl kaum willens sein,
entsprechende Sondergenehmigungen abzulehnen.

"Die NÖ Sozialdemokraten werden jedenfalls weiter auf der Seite
der Beschäftigten und ihrer Familien für die Rücknahme der
unnötigen und arbeitnehmerfeindlichen Verordnung kämpfen.
Anläßlich der heutigen Demonstration der GPA und weiterer
Institutionen erklären wir uns absolut solidarisch mit den
Forderungen der Gewerkschaft und der Personalvertreter - der von
der VP scheinbar forcierte "Thatcher-Kapitalismus" darf in
Niederösterreich nicht Einzug halten", stellt SP-Labg. Eduard
Keusch abschließend fest.
(Schluß) fa

Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ

Tel: 02742/200

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