AK: Wirtschaftskammer soll Ausbildungsplätze nicht blockieren

Forderung nach weiterer "Entlastung" von Lehrbetrieben ungerechtfertigt

Wien (AK) - "Bei Abschluß des Lehrlingspakets wurde versprochen, daß die Unternehmer ausreichend Lehrstellen schaffen. Dieses Versprechen konnten die Unternehmer nicht halten. Also müssen Notmaßnahmen zur Ausbildung ergriffen werden," So reagierte heute, Montag, AK Lehrlings- und Jugendschützer Ernst Löwe auf die "rein spekulativen" Vorwürfe Georg Piskatys von der Wirtschaftskammer, die Arbeitnehmerseite wolle ein "triales Systems" zur Berufsausbildung durchsetzen. Löwe: "Die Wirtschaftskammer soll konstruktiv mitarbeiten bei Maßnahmen, mit denen gute Ausbildung für alle Jugendlichen geboten wird, und diese nicht durch unberechtigte Forderungen verzögern." *****

"Notmaßnahmen wie die Initiative Lehrling, also die Lehrlingsstiftung zur Ausbildung von zusätzlich 600 Jugendlichen in Wien sind längst überfällig", so Ernst Löwe. Die Wirtschaftskammer solle endlich ihren Widerstand gegen solche Maßnahmen aufgeben. "Wer dagegen argumentiert, versucht nur, auf Kosten der Jugendlichen politisches Kleingeld einzuwechseln." Nicht zuletzt sei die Einrichtung von Lehrlingsstiftungen ausdrücklich im Sonderprogramm der Bundesregierung zur Jugendbeschäftiguing vorgesehen. Löwe: "Die Wirtschaftskammer soll hier konstruktiv mitarbeiten. Denn es geht dabei auch darum, Jugendlichen eine Berufsperspektive zu bieten und nicht nur kurzfristige Beschäftigung mit ungewisser Zukunft."

"Die Lage ist viel zu ernst, um wichtige Maßnahmen zur Jugendbeschäftigung durch unberechtigte Forderungen zu verzögern", wies Löwe weiters die Wirtschaftskammer-Forderung nach Bezahlung eines Teils der Lehrlingsentschädigung aus dem Steuertopf zurück. Mit der Forderung nach Ausbildungssystemen für angeblich "lernschwache" Jugendliche wiederum lenke die Wirtschaftskammer nur vom Hauptproblem ab, daß die Unternehmer nach wie vor nicht ausreichend Lehrstellen geschaffen haben. Löwe: "Alle zusammen müssen an konstruktiven Lösungen arbeiten, damit weder heuer noch nächstes Jahr tausende Jugendliche ohne Ausbildung auf der Straße stehen müssen."

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