Sonntagsruhe: Nur erster Schritt!

GLB unterstützt GPA-Demonstration!

Wien (OTS) - Als "Salamitaktik zur Aushöhlung der Sonntagsruhe" bezeichnet der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) die Vorgangsweise im Multiplex-Center. "Die Entscheidung des nö. Landeshauptmannes Pröll und das Offenhalten der Geschäfte am vergangenen Sonntag sind nur der erste Schritt in Richtung genereller Durchbrechung der Sonntagsruhe mit all ihren fatalen Folgen für die Beschäftigten im Handel und in anderen Dienstleistungsbereichen", so die Haltung des AK-Rates Oswald Broz vom Gewerkschaftlichen Linksblock. Broz erinnert an die Vorgangsweise bei den Ladenöffnungszeiten in der jüngeren Vergangenheit: "Im Endeffekt stehen enorme Mehrbelastungen dürftigen Geschäftserfolgen gegenüber. Die ganze Entwicklung läuft auf eine Umverteilung der Kaufsumme von den kleinen Gewerbebetrieben zu den Konzernbetrieben hinaus, da durch längeres Offenhalten kein einziger Schilling mehr auf den Markt kommt, die Kleinen aber nicht ständig offenhalten können. Umso unverständlicher ist es, daß sich Gewerbetreibende dazu mißbrauchen lassen, nun die Sonntagsruhe zu versauen. Wenn der Sonntag endgültig gefallen ist, wird sich für sie schnell herausstellen, daß das Geschäft an diesem Tag genauso "tote Hose" ist, wie derzeit die Samstag-Nachmittage!

Der AK-Rat protestiert auch schärfstens gegen die Jubelberichterstattung des ORF, der weismachen will, daß die Anfangsneugierde und das Vorweihnachtsgeschäft mit dem Rest des Jahres vergleichbar seien. "Hier wird etwas versprochen, was der Markt nicht hält", meint Oswald Broz.

Der GLB ruft zur Teilnahme an der Demonstration der GPA am Donnerstag um 11 Uhr in St. Pölten auf. "Es wäre gut, wenn sich nicht nur Angestellte und Arbeiter des Handels wehren - letztlich werden alle Berufsgruppen betroffen sein!", appelliert Broz an die Beschäftigten.

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