Voss und Bondy an der "Josefstadt" War als Ersatz für die verschobene Handke-Uraufführung der "Burg" gedacht

Wien (OTS) - Zweiter, womöglich noch spektakulärer Coup der neuen "Josefstadt"-Direktion mit Festwochen-Theaterchef Luc Bondy nach der Botho-Strauß-Uraufführung im Frühsommer:

Wie News in seiner morgen (Donnerstag) erscheinenden Ausgabe meldet, wird dort in der nächsten Saison Gert Voss (Titelrolle) in der Regie von Bondy Ödön von Horvaths "Figaro läßt sich scheiden" spielen. Direktor Lohner selbst übernimmt den Part des ALmaviva. Die Premiere findet in den Festwochen im Theater an der Wien statt, die Produktion übersiedelt in der Saison 1998/99 ins "Josefstadt"-Repertoire.

Das laut News definitive Faktum wurde allerdings weder von Jungbluth noch von Bondy noch von Voss bestätigt.

Die Vorgeschichte des Coups laut News-Information: Claus Peymann muß seine für die Festwochen im Theater an der Wien vorgesehene Handke-Uraufführung "Das Stück vom Film zum Krieg" aus dispositionellen Gründen verschieben. Als Ersatz disponierte Bondy eilends seine "Figaro"-Inszenierung. Allerdings konnte sich der "Burg"-Chef mit den Festwochen wegen der Übernahme-Modalitäten nicht einigen, worauf die "Josefstadt" sofort zugriff.

Damit arbeiten, so News, in dieser und der nächsten Saison einige der wichtigsten Burgschauspieler an der "Josefstadt": In der Strauß-Uraufführung "Die Ähnlichen" sind Johann Adam Oest, Susanne Lothar und Dörte Lyssewski am Werk, und Karlheinz Hackl, der am Haus bisher nur inszeniert hat, übernimmt schon im Dezember die Hauptrolle in Nestroys "Höllenangst". Dazu kommt nun Peymanns Spitzenmann Gert Voss.

Wie News ebenfalls berichtet, hat Peter Stein für die nächste Saison einen weiteren Regievertrag für die "Josefstadt" abgeschlossen. Laut Informationen handelt es sich um einen Klassiker.

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Heinz Sichrovsky

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