- 12.11.1997, 10:06:22
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Kfz-Techniker kämpfen weiter mit Umsatzrückgängen
Für das 4. Quartal sind die Betriebe noch pessimistischer als im Vorjahr - Produktivität leicht gestiegen
Wien (PWK) - Die heimischen KFZ-Technikbetriebe kämpfen weiterhin
mit Umsatzrückgängen. Wie die jüngste Konjunkturbeobachtung des
Instituts für Gewerbe- und Handwerksforschung (IfG) zeigt, mußten 29
Prozent der Kfz-Techniker im III. Quartal 1997 Umsatzrückgänge
hinnehmen, im Vergleich zu 23 Prozent im Vorjahresquartal. Die
Betriebe in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark
hatten die stärksten Einbußen zu verkraften. Eine Verbesserung
gegenüber dem Vorjahr konnten das Burgenland und Vorarlberg
realisieren, jedoch überwiegt auch hier nach wie vor die Anzahl der
Betriebe mit Umsatzrückgängen. Lediglich in Kärnten ist eine
Stabilisierung der Umsatzsituation zu erkennen. ****
Die Umsatzerwartungen für das IV. Quartal 1997 sind
pessimistischer als im Vorjahr, per Saldo rechnen 22 Prozent der Kfz-
Betriebe mit Umsatzrückgängen. Eine Ausnahme bildet Kärnten, wo sich
Optimisten und Pessimisten die Waage halten.
Die derzeitige Geschäftslage wird von 34 Prozent der
österreichischen Kfz-Techniker als schlecht beurteilt und auch im
Folgequartal rechnen 32 Prozent der Betriebe mit einer ungünstigen
Situation. Lediglich in Vorarlberg ist man optimistisch, was die
zukünftige Geschäftslage betrifft.
Insgesamt planen die Betriebe ihren Personalstand beizubehalten.
Die Personalanpassungen liegen in allen Bundesländern, mit Ausnahme
von Kärnten (+2,2 Prozent), unter 1 Prozent.
Die jüngsten Untersuchungen des IfG zeigen aber auch, daß die
Betriebe am Sparkurs festhalten. Die Kfz-Techniker schreiben im
Durchschnitt zwar immer noch rote Zahlen, konnten aber durch
Einsparungen und Rationalisierungsmaßnahmen den Verlust des Vorjahres
geringfügig verringern. Die Umsatzrentabilität (Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Prozent des Umsatzes) beträgt für
das Jahr 1995/96 durchschnittlich -0,4 Prozent. Damit hat sich der
Verlust gegenüber dem Vorjahr zwar leicht reduziert (1994/95: -0,5
Prozent), in absoluten Zahlen bedeutet dies jedoch, daß ein Betrieb
mit zehn Millionen Schilling Umsatz einen Verlust von öS 40.000
"erwirtschaftet".
Leicht gestiegen ist bei den Kfz-Technikern die Produktivität. Die
entsprechende Kennzahl (Rohertrag je öS der Personalkosten) hat sich
von 1,51 auf 1,58 verbessert. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht
sollte der Wert allerdings größer als 1,84 sein. Die Verbesserung der
Produktivität ist bei den Kfz-Technikern durch einen gestiegenen
Rohertrag bei gleichzeitig gesunkenen Personalkosten zu erklären.
(Schluß) MH
Rückfragehinweis: Institut für Gewerbe-
und Handwerksforschung
Tel: 01/5059761
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