Liberale fordern: Waldorfschule Wien-West benötigt dringend neues Schulgebäude!

Statt neuem Schulgebäude wird Wienerwald mit Wohnungen verbaut

Wien (OTS) - "In der 1993 gegründeten Freie
Waldorfschule Wien-West herrscht Platznot und wir zahlen
monatlich 180.000 öS Miete für ein privat angemietetes
Gebäude!", beklagte heute die Elternvertreterin der Schule
bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Wiener
Liberalen Forum. Falls nicht rasch ein von Stadträtin Laska
schon seit Jahren versprochenes Ersatzgebäude zur Verfügung gestellt würde, käme die Schule in arge finanzielle
Bedrängnis.

Schon seit der Gründung der Schule gab es
Bestrebungen, daß die Gemeinde Wien, so wie bei den beiden
anderen Waldorfschulen, so rasch wie möglich ein geeignetes Gebäude zur Verfügung stellen solle. "Denn die jährliche Förderung der Gemeinde Wien von 350.000 öS reicht zwar zur Bezahlung der Kommunalsteuer ( ca. 150.000 öS), die wiederum
im Budgettopf der Gemeinde verschwindet", kritisierte die
liberale Sozialsprecherin Mag. Alexandra Bolena, "die
übrigen 14.000 öS pro Monat sind aber wahrlich nur ein
Tropfen auf dem heißen Stein."

Die geplante Erweiterung der Schule mit einem für
Österreich einzigartigen Modell der Ausbildung in
praktischen Fächern (Gartenbau, Werken, Tischlern), würde
ca. 50 neue Ausbildungsplätze für Lehrlinge ermöglichen.

"Die Liegenschaft des ehemaligen
Sommmerkindertagesheims in der Hüttelbergstraße 22 im 14.
Bezirk würde sich perfekt für die Nutzung durch die
Waldorfschule eignen", meinte die liberale
Planungssprecherin Mag. Michaela Hack. Die Schule wäre
bereit, die bestehenden desolaten Gebäude aus eigenen Mitteln
zu sanieren und sie in Folge zu erhalten.

Doch dieses Grundstück habe laut Stadträtin Laska
bereits einen anderen Interessenten gefunden. Der Verein
des Kuratoriums der Wiener Jugendheime mit dem
Geschäftsführer Dr. Ferdinand Podkowicz, der gleichzeitig Bereichsleiter für Jugend, Familie, Schule, Bildung und
Sport ist, möchte auf dieser Liegenschaft, die zum großen
Teil aus Grünanlagen des Wald- und Wiesengürtels besteht, viergeschoßige Wohnblöcke für Gesellen aus den Bundesländern errichten.

Die Wiener Liberalen lehnten eine zusätzliche
Verbauuung des Wiener Grüngürtels ab, der 1995 von allen Fraktionen einstimmig beschlossen wurde. In ihrem Anliegen
wurden sie vom unmittelbaren Nachbarn des Grundstückes Prof.
Ernst Fuchs unterstützt, der sich vehement für die Erhaltung
der "Grünen Lunge Wiens" aussprach.

"Stadträtin Laska muß nun ihr Versprechen, der
Waldorfschule ein Schulgebäude zur Verfügung zu stellen, einhalten. Die Hüttelbergstraße 22 wäre die beste Lösung für dieses Versprechen!" forderten Bolena und Hack abschließend.

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