- 10.11.1997, 12:58:25
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- OTS0121
Familienbesteuerung: Katholische Jungschar für Grundeinkommen von Kindern
Erhöhung der Kinderabsetzbeträge positiv - einnahmenseitiger sozialer Ausgleich nötig
Wien (OTS) - Zur aktuellen Diskussion um die Familienbesteuerung
meldete sich die Katholische Jungschar von ihrer Bundesversammlung am
Wochenende zu Wort. Die Jungschar bekräfigt ihre Forderung nach einem
Grundeinkommen für Kinder in der Höhe des Existenzminimums (ca. 3.500
öS). Kinder würden dabei als Subjekte betrachtet, jedes Kind habe
Anspruch darauf: es handle sich um ein Recht des Kindes auf
angemessene Beteiligung am gesellschaftlichen Reichtum, nicht um
Fürsorgezahlungen für Arme. Die Jungschar weist darauf hin, daß der
nötige soziale Ausgleich nicht auf der Ausgaben- sondern auf der
Einnahmenseite gewährleistet werden müsse.
Die Jungschar sieht die Richtung des von Bartenstein vorgestellten
Modells, die Kinderabsetzbeträge für alle Kinder um 400 öS zu
erhöhen, positiv, sofern tatsächlich geplant ist, die Absetzbeträge
in vollem Umfang auch bei niedrigem Einkommen auszubezahlen, und zwar
wie bisher an die haushaltsführende Person. Die Erhöhung des
Alleinverdienerabsetzbetrages hingegen lehnt sie ab. Wert legt die
Bundesversammlung der Jungschar auf die Frage, wo die nötigen
Finanzen eingesprart oder eingenommen werden sollen. Hier spricht sie
sich klar gegen Einsparungen bei sozial Schwachen oder wichtiger
sozialer Infrastruktur (Arbeitslosengeld,
Kinderbetreuungseinrichtungen,..) aus. Sie verweist auf die
Notwendigkeit, etwa durch progressivere Steuern oder
Vermögensbesteuerung Spielraum zu schaffen und den sozialen Ausgleich
auf der Einnahmenseite zu gewährleisten.
Rückfragehinweis: Christian Klein
Tel.: (01) 58 66 737
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