Prokop: Neue Aufgabenbereiche für NÖ Landes-Pflegeheime

Anlaufstelle, Kommunikationszentrum, Service

St.Pölten (NLK) - "Das klassische Altersheim ist in Niederösterreich längst schon Vergangenheit. Dies betrifft nicht nur die Programme für den Aus- und Umbau in den Landes-Heimen, die jetzt viel mehr Pflegebetten als Wohnbetten aufweisen. Neben den Bauprogrammen, die bis zum Jahr 2002 ausgerichtet sind, werden die Pensioni-sten- und Pflegeheime des Landes Niederösterreich auch für völlig neue Aufgabenbe-reiche vorbereitet", hielt heute Landeshauptmannstellvertreter Liese Prokop fest. "Unsere Heime müssen noch mehr als bisher Zentren der Kommunikation werden, die nicht nur von Senioren und deren Angehörigen genützt werden", nannte Prokop ein Beispiel für die künftige Entwicklung. In den meisten Heimen stünden beispielsweise die Kapelle und das Café des Heimes der gesamten Bevölkerung zur Verfügung. Auch würden sich die Pflegeheime des Landes immer mehr zu Anlaufstellen für alte Menschen mit Betreuungsproblemen und deren Angehörige entwickeln. In den Hei-men könne man Informationen erhalten, die zu maßgeschneiderten Lösungen für die Betroffenen führen. So könne beispielsweise jemand, der nach einem Krankenhaus-aufenthalt noch fachkundige Betreuung brauche, die Übergangspflege in einem Heim beanspruchen. Dort würden auch Vorschläge für die weitere soziale und sozialmedi-zinische Betreuung in den eigenen vier Wänden gemacht. "Unsere 2.853 Mitarbeite-rinnen und Mitarbeiter in den Landes-Pensionisten- und Pflegeheimen verstehen die-se als Serviceeinrichtungen und als Dienstleistungsbetriebe. Und diese
neue Philo-sophie soll weit über den Bereich der Heime
Auswirkungen haben", verwies Prokop auf die verstärkten Bemühungen um eine intensivere Zusammenarbeit mit den Kran-kenanstalten, den sozialen Diensten und den niedergelassenen Ärzten. Ein Pilotpro-jekt in dieser Richtung laufe beispielsweise im Landes-Pensionisten- und Pflegeheim Tulln. "Wir werden auch noch mehr als bisher die Kurzzeitpflege intensivieren. Sie ist etwa für den Urlaub von der Pflege notwendig, der betreuenden Angehörigen eine Möglichkeit zur Erholung bringt. Und wir wollen in den Heimen
einen Schwerpunkt bei der Tages- und Übergangspflege setzen. Schließlich nimmt in unseren Heimen die Intensivpflege auch für jene Menschen zu, die diese nicht wegen ihres Alters, sondern etwa nach einem Unfall benötigen."

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