• 10.11.1997, 11:50:18
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Prokop: Neue Aufgabenbereiche für NÖ Landes-Pflegeheime

Anlaufstelle, Kommunikationszentrum, Service

St.Pölten (NLK) - "Das klassische Altersheim ist in
Niederösterreich längst schon Vergangenheit. Dies betrifft nicht
nur die Programme für den Aus- und Umbau in den Landes-Heimen, die
jetzt viel mehr Pflegebetten als Wohnbetten aufweisen. Neben den
Bauprogrammen, die bis zum Jahr 2002 ausgerichtet sind, werden die
Pensioni-sten- und Pflegeheime des Landes Niederösterreich auch
für völlig neue Aufgabenbe-reiche vorbereitet", hielt heute
Landeshauptmannstellvertreter Liese Prokop fest. "Unsere Heime
müssen noch mehr als bisher Zentren der Kommunikation werden, die
nicht nur von Senioren und deren Angehörigen genützt werden",
nannte Prokop ein Beispiel für die künftige Entwicklung. In den
meisten Heimen stünden beispielsweise die Kapelle und das Café des
Heimes der gesamten Bevölkerung zur Verfügung. Auch würden sich
die Pflegeheime des Landes immer mehr zu Anlaufstellen für alte
Menschen mit Betreuungsproblemen und deren Angehörige entwickeln.
In den Hei-men könne man Informationen erhalten, die zu
maßgeschneiderten Lösungen für die Betroffenen führen. So könne
beispielsweise jemand, der nach einem Krankenhaus-aufenthalt noch
fachkundige Betreuung brauche, die Übergangspflege in einem Heim
beanspruchen. Dort würden auch Vorschläge für die weitere soziale
und sozialmedi-zinische Betreuung in den eigenen vier Wänden
gemacht. "Unsere 2.853 Mitarbeite-rinnen und Mitarbeiter in den
Landes-Pensionisten- und Pflegeheimen verstehen die-se als
Serviceeinrichtungen und als Dienstleistungsbetriebe. Und diese
neue Philo-sophie soll weit über den Bereich der Heime
Auswirkungen haben", verwies Prokop auf die verstärkten Bemühungen
um eine intensivere Zusammenarbeit mit den Kran-kenanstalten, den
sozialen Diensten und den niedergelassenen Ärzten. Ein Pilotpro-
jekt in dieser Richtung laufe beispielsweise im Landes-
Pensionisten- und Pflegeheim Tulln. "Wir werden auch noch mehr als
bisher die Kurzzeitpflege intensivieren. Sie ist etwa für den
Urlaub von der Pflege notwendig, der betreuenden Angehörigen eine
Möglichkeit zur Erholung bringt. Und wir wollen in den Heimen
einen Schwerpunkt bei der Tages- und Übergangspflege setzen.
Schließlich nimmt in unseren Heimen die Intensivpflege auch für
jene Menschen zu, die diese nicht wegen ihres Alters, sondern etwa
nach einem Unfall benötigen."

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312

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