- 10.11.1997, 09:10:04
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Österreich: Im Flugzeug drohen Thrombosen Wien (ÖRK) -Die Devise heißt "Aufstehen und Beine vertreten" - auch oder erst recht dann, wenn Sie sich einige tausend Meter über=
dem Erdboden befinden. "Während stundenlanger Flugreisen können
durch Bewegungsmangel gefährliche Thrombosen entstehen, die sogar
mit dem Tod enden können", sagt Dr.Heinz Peter Slatin, Chefarzt
des Österreichischen Roten Kreuzes.
Die in Flugzeugen oft sehr eng bemessene Beinfreiheit in
Kombination mit stundenlangem Sitzen begünstige das Entstehen von
Thrombosen (Blutpfropfen in den Blutgefäßen) in den Beinen. Würden
sich diese Pfropfen lösen und in die Lunge gelangen, könne eine
lebensbedrohende Lungenembolie entstehen. Besonders gefährdet sind
schwangere, rauchende, übergewichtige, tumorkranke und ältere
Flugpassagiere.
Anschwellende Beine, ziehende Schmerzen, eine hohe
Schmerzempfindlichkeit, Verfärbung oder Krämpfe könnten
Kennzeichen einer Thrombose sein, so Slatin. Bestehe der Verdacht
auf eine Thrombose, so müsse das Bein hoch gelagert werden und
dürfe nicht mehr bewegt werden. "Bewegung ist aber die einfachste
Methode, um die Entstehung von Thrombosen während Flugreisen zu
verhindern", sagt Slatin. "Kreisen Sie mit den Füßen, bewegen Sie
diese auf und ab und gehen Sie immer wieder einige Schritte."
Daneben gibt es noch einige andere Möglichkeiten, um das
Thromboserisiko zu verringern.
So sollte etwa auf Medikamente wie Schlafmittel oder
Beruhigungsmittel verzichtet werden. Im Schlaf sacke der Körper
zusammen, dabei könnten Blutgefäße eingeklemmt werden. Große
Menschen könnten schon bei der Buchung vorsorgen und zwecks mehr
Beinfreiheit einen Platz direkt neben dem Gang wählen.
Flugpassagiere, die Krampfadern haben, familiär vorbelastet sind
oder denen die Füße leicht einschlafen, sollten
Kompressionsstrümpfe tragen.
"Machen Sie sich den Flug so angenehm wie möglich. Tragen Sie
bequeme Kleidung. Trinken Sie viel Fruchtsäfte oder Tee, während
eines zehnstündigen Fluges etwa eineinhalb Liter", so Slatin. Auf
Alkohol sollte verzichtet, beim Essen auf leichte Kost geachtet
werden. Ständig benötigte Medikamente gehören laut Slatin
unbedingt ins Handgepäck.
Rückfragehinweis:ÖRK/Gesundheitsredaktion
Mag.Bernhard Jany
Tel.01/589 00-151
www.redcross.or.at
10.11.1997
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