Bringen Einkaufszentren mittelständischen Handel um?

"Stadtmarketing kein Allheilmittel, erst Kundennutzen erzeugen"

Wien (PWK) - Das Stadtmarketing sei ein wichtiger Ansatz beim Gegensteuern zur "immer unheimlicher werdenden Geschäftskonzentration vor allem im Süden Wiens", stellte der niederösterreichische Handels-Sektionsobmann Komm.Rat Josef Schirak einleitend bei der WWT-Podiumsdiskussion zum Thema "Zwischen Einkaufszentren und Stadtmarketing" fest. Es sei dies eine Existenzfrage für den mittelständischen Handel, der "immer mehr zwischen die Mühlsteine des Verdrängungs- und Vernichtungswettbewerbes der Konzerne" gerate, woduch ein enormer Kaufkraftabfluß aus den Orten und Kleinstädten erfolge. Das Gegensteuern liege im Interesse der Lebensqualität und der kulturellen Erhaltung der Ortskerne. ****

Stadtmarketing werde in seiner Wirkung deutlich überschätzt, dämpfte Wolfgang Richter (Regioplan Consulting) allzu hoch gesteckte Erwartungen. "City-Marketing ist kein Allheimmittel, zuerst muß ein Kundennutzen erzeugt werden. Denn bei der Wahl der Einkaufs-Zonen entscheiden vier Kundenbedürfnisse, und diese sind Auswahl/Größe, Einkaufsatmosphäre, Erreichbarkeit und Parkplatz, sagte Richter.

"Wenn die Stadt kein attraktives Marketing zustande bringt, verliert sie Kaufkraft an die grüne Wiese" mit ihren zahlreichen Fachmärkten, stellte Karl P. Schörghuber (Marketing Service) fest. Auch habe es für den Kleinhandel keinen Sinn, die Großen zu kopieren oder zu beschimpfen. Nach Schörghubers Meinung müsse "der Marktplatz auch zum Eventplatz" gemacht werden.

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Rudolf Pasquali

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