- 05.11.1997, 11:17:35
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- OTS0088
SW Umwelttechnik beschleunigt mit Börsegang und Kapitalerhöhung die weitere Unternehmensexpansion. Zeichnungsfrist dieser Umweltaktie: 5. bis längstens 14. November. Anschließende Notiz im fit.Segment der Wiener Börse
Wien (OTS) - Das Klagenfurter Familienunternehmen SW Umwelttechnik
Stoiser & Wolschner AG emittiert junge Aktien, um die Expansion in
den Kernbereichen Umwelttechnik und Naturbaustoffe zu beschleunigen.
Der Emissionserlös dient als eine kraftvolle Basis für die geplanten
Akquisitionen. Als innovatives Wachstums-Unternehmen wird SW
Umwelttechnik im dafür idealen Börsesegment fit notieren.
- Das Zeichnungsangebot - die Transaktion
SW Umwelttechnik wird im Rahmen eines Börseganges das Grundkapital
von ATS 40 Mio. auf ATS 60 Mio. erhöhen. Die Zeichnungsfrist ist vom
5. bis 14. November, wobei eine vorzeitige Schließung sowie Kürzungen
in der Zuteilung vorbehalten sind. Die Zuteilung erfolgt nach dem
First-come-first-serve Prinzip. Der Zeichnungspreis wird
voraussichtlich am 13.11.1997 bekanntgegeben. Das Preisband reicht
von ATS 645,- bis ATS 765,- je Aktie a Nominale ATS 100,-.
Die Kapitalerhöhung erfolgt durch die Ausgabe von 200.000 Stück
junger Aktien, wobei über eine Greenshoe-Option bis zu 20.000 weitere
Aktien verfügbar sind. Die Aktien sind ab 1.7.1997
dividendenberechtigt und werden voraussichtlich ab 19.11.1997 im
fit.Segment gehandelt und im Amtlichen Handel an der Wiener Börse
notieren.
Lead Manager dieser Transaktion ist die Raiffeisen Zentralbank
Österreich AG, als Co-Lead Manager fungiert die Erste Bank der
österreichischen Sparkassen AG.
Nach dieser Transaktion werden 33,33 % der Aktien im Streubesitz
sein, 51 % von der Wolschner Privatstiftung, 9,25 % von der Familie
Wolschner und 6,42 % von der Kärntner Holding Beteiligungs-AG
gehalten werden.
SW Umwelttechnik - Erfolgreiches Geschäftsjahr 1997
Die Unternehmensgruppe wird 1997 mit insgesamt 425 Mitarbeitern
einen Konzernumsatz von ATS 351,1 Mio. erzielen - eine Steigerung von
fast 60 % gegenüber dem Vorjahr (1996: ATS 220,5 Mio.).
Ausschlaggebend für diesen Zuwachs sind die im Jahre 1997 getätigten
Akquisitionen - 100prozentige Übernahme des ungarischen Unternehmens
Mibet sowie Erhöhung der Anteile beim ungarischen
Umwelttechnikunternehmen Rocla (auf 56%) und beim Osttiroler
Betonwerk Nageler (auf 50 %).
In den ersten drei Quartalen 1997 wurde in der Gruppe ein Umsatz
von ATS 247,8 Mio. erwirtschaftet - um 60 % mehr als im
Vergleichszeitraum des Vorjahres (1-9/1996: ATS 154,7 Mio).
Neben der Umsatzsteigerung wird SW Umwelttechnik für das laufende
Geschäftsjahr auch ertragsseitig beträchtliche Zuwächse aufweisen.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Konzern wird mit
ATS 37,0 Mio. - vor Emissionskosten - um 50 % über dem des Vorjahres
(1996: 24,6 Mio.) liegen. Der ÖVFA-Gewinn nach Minderheitsanteilen
wird um 65 % auf ATS 25,9 Mio. (1996: ATS 15,7 Mio.) und der
ÖVFA-Cash-flow aus dem Ergebnis um 77 % auf ATS 42,5 Mio. (1996: ATS
24,0 Mio.) steigen.
Die Unternehmensgruppe
Neben den beiden Standorten in Klagenfurt und Sierning (OÖ) hält
das Unternehmen noch drei Beteiligungen in Österreich, drei in Ungarn
sowie zwei in Tschechien. Die Hauptabsatzmärkte der Gruppe sind
Österreich und der Zukunftsmarkt Ungarn. Deutschland, Italien und
weitere osteuropäische Länder sind die künftigen Zielmärkte.
Die Kernbereiche Umwelttechnik und Naturbaustoffe
Die beiden definierten Kernbereiche der Unternehmensgruppe sind
Umwelttechnik - mit rund 60 % Umsatzanteil auch wichtigster
Geschäftsbereich - und Naturbaustoffe (rund 21 % des Umsatzes).
In der Umwelttechnik ist das Unternehmen mit einem Marktanteil von
35 % österreichischer Marktführer bei Mineralölabscheidern ( vor
allem für Tankstellen sowie Gewerbe- und Industriebetriebe). SW
Umwelttechnik zählt weiters zu den führenden Anbietern in der
Abwasserreinigung (z.B. mit einem Marktanteil von 25 % bei
biologischen Kleinkläranlagen für bis zu 50 Einwohner) und der
Reinigung von Dachwasser von organischen Substanzen und
Schwermetallen (vor allem in Ballungszentren) sowie in der
Abwasserableitung.
Im Bereich Naturbaustoffe hat SW Umwelttechnik mit dem ökologisch
hochwertigen Naturbaustoff Holzbeton-Mantelstein ein Produkt, das die
baubiologischen Vorteile von Holz mit der Statik von Beton verbindet
und so ein effizientes Bauen ermöglicht. Mit einem 40 %-Anteil am
Segment Holzbeton-Mantelstein ist die Unternehmensgruppe auch hier in
Österreich führend.
Das Management und die Mitarbeiter
Geleitet wird SW Umwelttechnik von den beiden derzeitigen
Haupteigentümern, dem Brüderpaar Dipl.Ing. Heinz Wolschner und
Dipl.Ing.Dr. Bernd Wolschner. Heinz Wolschner übernahm 1979 das
Unternehmen, das damals einen Umsatz von ATS 20 Mio. aufwies und
strukturierte es konsequent von einem Betonwerk zu einem
erfolgreichen Unternehmen in der Umwelttechnik um. Bernd Wolschner
verstärkte im Zuge der Expansionspolitik 1995 das Management. Er
verfügt über umfassende internationale Erfahrungen im
Beteiligungsgeschäft, die er bei der Lenzing AG als Leiter der
weltweit tätigen Division "Lenzing-Technik" sammelte.
Die Mitarbeiter sind aktiv in die Entscheidungsfindungen
eingebunden und daher ein maßgeblicher Erfolgsfaktor. Dies wird bei
den Produktinnovationen und in der Kundenberatung deutlich sichtbar.
"Die Delegation von Verantwortung an die Mitarbeiter ist in unserem
Unternehmen ein wichtiger Motivationsfaktor, der durch die
Honorierung von Verbesserungsvorschlägen noch entscheidend verstärkt
wird", sind sich Heinz und Bernd Wolschner über die Gründe des
Unternehmenserfolges einig.
Mit Innovationskraft zu erfolgreichen Produkten
Der Erfolg der SW Umwelttechnik basiert auch auf konsequenter
Innovationspolitik. Der F&E-Aufwand wird 1997 ca. ATS 9,5 Mio.
erreichen (1996: ATS 5,8 Mio.) und wird vor allem in die Neu- bzw.
Weiterentwicklung von Produkten investiert. Strategisches Ziel ist,
pro Jahr ein bis zwei neue Produkte auf den Markt zu bringen. Dazu
arbeitet SW Umwelttechnik in zahlreichen Kooperationen eng mit dem
Forschungförderungsfond, technischen Universitäten sowie dem
Forschungszentrum Seibersdorf zusammen. Mit innovativen Produkten
will SW Umwelttechnik sowohl in den für den Geschäftsbereich
Umwelttechnik wichtigen Zukunftsmärkten - etwa in Ungarn - als auch
in den gesättigten Märkten Westeuropas weiteres Wachstum erzielen.
Die jüngste Entwicklung mit ausgezeichneten Marktchancen ist eine
Regenwasseraufbereitungsanlage zur Nutzwassergewinnung (für
Gartenbewässerung, Waschmaschine etc.) , womit bis zu 50 Prozent
Trinkwasser gespart werden können. Diese Entwicklung wurde vor kurzem
mit dem Kärnten "Innovations- und Forschungspreis 1997"
ausgezeichnet.
Klare Stragegie: Wachstum im Kerngeschäft
Basierend auf den bisher erfolgreichen Beteiligungen ist die
Erweiterung des Kerngeschäftes erklärtes Unternehmensziel. Mit einer
beschleunigten Akquisitionstätigkeit sollen die Marktanteile im
Kerngeschäft wesentlich erhöht werden. Die Expansion wird dabei auf
Unternehmen in Österreich und Deutschland sowie die osteuropäischen
Nachbarländer konzentriert. Die 1997 getätigten Akquisitionen - 100
prozentige Übernahme von Mibet, Anteilsaufstockungen bei Rocla und
Betonwerk Nageler - sind jüngste Beispiele für die
Expansionsstrategie. Diese drei Unternehmen sind bereits jetzt im
Bereich Umwelttechnik tätig.
Die Aussichten
Schwerpunkt der künftigen Unternehmenstätigkeit sind die
Fortsetzung der Expansionspolitik in den Bereichen Umwelttechnik und
Naturbaustoffe, die Anpassung der Produktprogramme in den
Beteiligungsunternehmen sowie die Forcierung der Produktentwicklung.
Das weitere Unternehmenswachstum wird durch Akquisitionen und
Produktinnovationen erzielt werden.
Die Umsatzplanung sieht für 1998 eine Steigerung auf ATS 375,2 Mio
vor. Diese soll aus dem bestehenden Geschäft erzielt werden und
beinhaltet noch nicht die für 1998 geplanten Akquisitionen. Dies gilt
auch für das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, das auf ca
ATS 54 Mio und den ÖVFA-Gewinn nach Minderheitsanteilen, der auf ATS
36,2 Mio gesteigert werden soll.
Ein dem Kapitalmarktgesetz entsprechender Prospekt liegt ab dem
4.11. 1997 am Sitz der Gesellschaft und bei der als Zahlstelle
fungierenden Raiffeisen Zentralbank Österreich AG auf. Die
Kundmachgung gemäß §10 KMG erfolgte am 4.11. 1997 im Amtsblatt zur
Wiener Zeitung.
Kennzahlenüberblick der SW Umwelttechnik-Gruppe
in ATS MIO
1996 1997 1) 1998 2)
Umsatz 220,5 351,1 375,2
EGT nach Emissionskosten 24,6 26,0 53,8
EGT vor Emissionskosten 24,6 37,0 53,8
ÖVFA-Gewinn
nach Minderheitsanteil 15,7 25,9 36,2
ÖVFA-Cash flow
aus dem Ergebnis 24,0 42,5 61.4
Investitionen 34,9 50,0 28,5
Mitarbeiter:
in Östereich/Ungarn 108/105 195/230 195/215
1) Änderung des Konsolidierungskreises aufgrund 1997 getätigter
Akquisitionen 2) ohne für 1998 geplante Akquisitionen
Sämtliche Daten für 1997 und 1998 entsprechen dem fit.Geschäftsplan
Rückfragehinweis: Dipl.Ing. Heinz Wolschner, Vorstand der SW
Umwelttechnik
Tel.: 0463/321 09 9
Fax: 0463/37667
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