SW Umwelttechnik beschleunigt mit Börsegang und Kapitalerhöhung die weitere Unternehmensexpansion. Zeichnungsfrist dieser Umweltaktie: 5. bis längstens 14. November. Anschließende Notiz im fit.Segment der Wiener Börse

Wien (OTS) - Das Klagenfurter Familienunternehmen SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG emittiert junge Aktien, um die Expansion in den Kernbereichen Umwelttechnik und Naturbaustoffe zu beschleunigen. Der Emissionserlös dient als eine kraftvolle Basis für die geplanten Akquisitionen. Als innovatives Wachstums-Unternehmen wird SW Umwelttechnik im dafür idealen Börsesegment fit notieren.

- Das Zeichnungsangebot - die Transaktion

SW Umwelttechnik wird im Rahmen eines Börseganges das Grundkapital von ATS 40 Mio. auf ATS 60 Mio. erhöhen. Die Zeichnungsfrist ist vom 5. bis 14. November, wobei eine vorzeitige Schließung sowie Kürzungen in der Zuteilung vorbehalten sind. Die Zuteilung erfolgt nach dem First-come-first-serve Prinzip. Der Zeichnungspreis wird voraussichtlich am 13.11.1997 bekanntgegeben. Das Preisband reicht von ATS 645,- bis ATS 765,- je Aktie a Nominale ATS 100,-.

Die Kapitalerhöhung erfolgt durch die Ausgabe von 200.000 Stück junger Aktien, wobei über eine Greenshoe-Option bis zu 20.000 weitere Aktien verfügbar sind. Die Aktien sind ab 1.7.1997 dividendenberechtigt und werden voraussichtlich ab 19.11.1997 im fit.Segment gehandelt und im Amtlichen Handel an der Wiener Börse notieren.

Lead Manager dieser Transaktion ist die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, als Co-Lead Manager fungiert die Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG.

Nach dieser Transaktion werden 33,33 % der Aktien im Streubesitz sein, 51 % von der Wolschner Privatstiftung, 9,25 % von der Familie Wolschner und 6,42 % von der Kärntner Holding Beteiligungs-AG gehalten werden.

SW Umwelttechnik - Erfolgreiches Geschäftsjahr 1997

Die Unternehmensgruppe wird 1997 mit insgesamt 425 Mitarbeitern einen Konzernumsatz von ATS 351,1 Mio. erzielen - eine Steigerung von fast 60 % gegenüber dem Vorjahr (1996: ATS 220,5 Mio.). Ausschlaggebend für diesen Zuwachs sind die im Jahre 1997 getätigten Akquisitionen - 100prozentige Übernahme des ungarischen Unternehmens Mibet sowie Erhöhung der Anteile beim ungarischen Umwelttechnikunternehmen Rocla (auf 56%) und beim Osttiroler Betonwerk Nageler (auf 50 %).

In den ersten drei Quartalen 1997 wurde in der Gruppe ein Umsatz von ATS 247,8 Mio. erwirtschaftet - um 60 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (1-9/1996: ATS 154,7 Mio).

Neben der Umsatzsteigerung wird SW Umwelttechnik für das laufende Geschäftsjahr auch ertragsseitig beträchtliche Zuwächse aufweisen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Konzern wird mit ATS 37,0 Mio. - vor Emissionskosten - um 50 % über dem des Vorjahres (1996: 24,6 Mio.) liegen. Der ÖVFA-Gewinn nach Minderheitsanteilen wird um 65 % auf ATS 25,9 Mio. (1996: ATS 15,7 Mio.) und der ÖVFA-Cash-flow aus dem Ergebnis um 77 % auf ATS 42,5 Mio. (1996: ATS 24,0 Mio.) steigen.

Die Unternehmensgruppe

Neben den beiden Standorten in Klagenfurt und Sierning (OÖ) hält das Unternehmen noch drei Beteiligungen in Österreich, drei in Ungarn sowie zwei in Tschechien. Die Hauptabsatzmärkte der Gruppe sind Österreich und der Zukunftsmarkt Ungarn. Deutschland, Italien und weitere osteuropäische Länder sind die künftigen Zielmärkte.

Die Kernbereiche Umwelttechnik und Naturbaustoffe

Die beiden definierten Kernbereiche der Unternehmensgruppe sind Umwelttechnik - mit rund 60 % Umsatzanteil auch wichtigster Geschäftsbereich - und Naturbaustoffe (rund 21 % des Umsatzes).

In der Umwelttechnik ist das Unternehmen mit einem Marktanteil von 35 % österreichischer Marktführer bei Mineralölabscheidern ( vor allem für Tankstellen sowie Gewerbe- und Industriebetriebe). SW Umwelttechnik zählt weiters zu den führenden Anbietern in der Abwasserreinigung (z.B. mit einem Marktanteil von 25 % bei biologischen Kleinkläranlagen für bis zu 50 Einwohner) und der Reinigung von Dachwasser von organischen Substanzen und Schwermetallen (vor allem in Ballungszentren) sowie in der Abwasserableitung.

Im Bereich Naturbaustoffe hat SW Umwelttechnik mit dem ökologisch hochwertigen Naturbaustoff Holzbeton-Mantelstein ein Produkt, das die baubiologischen Vorteile von Holz mit der Statik von Beton verbindet und so ein effizientes Bauen ermöglicht. Mit einem 40 %-Anteil am Segment Holzbeton-Mantelstein ist die Unternehmensgruppe auch hier in Österreich führend.

Das Management und die Mitarbeiter

Geleitet wird SW Umwelttechnik von den beiden derzeitigen Haupteigentümern, dem Brüderpaar Dipl.Ing. Heinz Wolschner und Dipl.Ing.Dr. Bernd Wolschner. Heinz Wolschner übernahm 1979 das Unternehmen, das damals einen Umsatz von ATS 20 Mio. aufwies und strukturierte es konsequent von einem Betonwerk zu einem erfolgreichen Unternehmen in der Umwelttechnik um. Bernd Wolschner verstärkte im Zuge der Expansionspolitik 1995 das Management. Er verfügt über umfassende internationale Erfahrungen im Beteiligungsgeschäft, die er bei der Lenzing AG als Leiter der weltweit tätigen Division "Lenzing-Technik" sammelte.

Die Mitarbeiter sind aktiv in die Entscheidungsfindungen eingebunden und daher ein maßgeblicher Erfolgsfaktor. Dies wird bei den Produktinnovationen und in der Kundenberatung deutlich sichtbar. "Die Delegation von Verantwortung an die Mitarbeiter ist in unserem Unternehmen ein wichtiger Motivationsfaktor, der durch die Honorierung von Verbesserungsvorschlägen noch entscheidend verstärkt wird", sind sich Heinz und Bernd Wolschner über die Gründe des Unternehmenserfolges einig.

Mit Innovationskraft zu erfolgreichen Produkten

Der Erfolg der SW Umwelttechnik basiert auch auf konsequenter Innovationspolitik. Der F&E-Aufwand wird 1997 ca. ATS 9,5 Mio. erreichen (1996: ATS 5,8 Mio.) und wird vor allem in die Neu- bzw. Weiterentwicklung von Produkten investiert. Strategisches Ziel ist, pro Jahr ein bis zwei neue Produkte auf den Markt zu bringen. Dazu arbeitet SW Umwelttechnik in zahlreichen Kooperationen eng mit dem Forschungförderungsfond, technischen Universitäten sowie dem Forschungszentrum Seibersdorf zusammen. Mit innovativen Produkten will SW Umwelttechnik sowohl in den für den Geschäftsbereich Umwelttechnik wichtigen Zukunftsmärkten - etwa in Ungarn - als auch in den gesättigten Märkten Westeuropas weiteres Wachstum erzielen.

Die jüngste Entwicklung mit ausgezeichneten Marktchancen ist eine Regenwasseraufbereitungsanlage zur Nutzwassergewinnung (für Gartenbewässerung, Waschmaschine etc.) , womit bis zu 50 Prozent Trinkwasser gespart werden können. Diese Entwicklung wurde vor kurzem mit dem Kärnten "Innovations- und Forschungspreis 1997" ausgezeichnet.

Klare Stragegie: Wachstum im Kerngeschäft

Basierend auf den bisher erfolgreichen Beteiligungen ist die Erweiterung des Kerngeschäftes erklärtes Unternehmensziel. Mit einer beschleunigten Akquisitionstätigkeit sollen die Marktanteile im Kerngeschäft wesentlich erhöht werden. Die Expansion wird dabei auf Unternehmen in Österreich und Deutschland sowie die osteuropäischen Nachbarländer konzentriert. Die 1997 getätigten Akquisitionen - 100 prozentige Übernahme von Mibet, Anteilsaufstockungen bei Rocla und Betonwerk Nageler - sind jüngste Beispiele für die Expansionsstrategie. Diese drei Unternehmen sind bereits jetzt im Bereich Umwelttechnik tätig.

Die Aussichten

Schwerpunkt der künftigen Unternehmenstätigkeit sind die Fortsetzung der Expansionspolitik in den Bereichen Umwelttechnik und Naturbaustoffe, die Anpassung der Produktprogramme in den Beteiligungsunternehmen sowie die Forcierung der Produktentwicklung. Das weitere Unternehmenswachstum wird durch Akquisitionen und Produktinnovationen erzielt werden.

Die Umsatzplanung sieht für 1998 eine Steigerung auf ATS 375,2 Mio vor. Diese soll aus dem bestehenden Geschäft erzielt werden und beinhaltet noch nicht die für 1998 geplanten Akquisitionen. Dies gilt auch für das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, das auf ca ATS 54 Mio und den ÖVFA-Gewinn nach Minderheitsanteilen, der auf ATS 36,2 Mio gesteigert werden soll.

Ein dem Kapitalmarktgesetz entsprechender Prospekt liegt ab dem 4.11. 1997 am Sitz der Gesellschaft und bei der als Zahlstelle fungierenden Raiffeisen Zentralbank Österreich AG auf. Die Kundmachgung gemäß §10 KMG erfolgte am 4.11. 1997 im Amtsblatt zur Wiener Zeitung.

Kennzahlenüberblick der SW Umwelttechnik-Gruppe

in ATS MIO

1996 1997 1) 1998 2)

Umsatz 220,5 351,1 375,2

EGT nach Emissionskosten 24,6 26,0 53,8
EGT vor Emissionskosten 24,6 37,0 53,8

ÖVFA-Gewinn
nach Minderheitsanteil 15,7 25,9 36,2 ÖVFA-Cash flow
aus dem Ergebnis 24,0 42,5 61.4 Investitionen 34,9 50,0 28,5

Mitarbeiter:
in Östereich/Ungarn 108/105 195/230 195/215

1) Änderung des Konsolidierungskreises aufgrund 1997 getätigter

Akquisitionen 2) ohne für 1998 geplante Akquisitionen

Sämtliche Daten für 1997 und 1998 entsprechen dem fit.Geschäftsplan

Rückfragen & Kontakt:

Dipl.Ing. Heinz Wolschner, Vorstand der SW
Umwelttechnik
Tel.: 0463/321 09 9
Fax: 0463/37667

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