Pichler: "Gegen Verunsicherung der Sparer am Weltspartag!"

Wien (PWK) - Mit Entschiedenheit wendet sich der Syndikus der Bundeskreditsektion in der Wirtschaftskammer Österreich, Herbert Pichler, gegen politische Versuche, den Weltspartag zur Verunsicherung der österreichischen Bankkunden zu mißbrauchen: "Die Behauptung, der Übergang zum Euro sei mit Vermögensverlusten für den österreichischen Sparer verbunden, ist falsch. Denn entscheidend für den Wert des Geldes sind nicht kurzfristige Kurskorrekturen im Außenwert, sondern die innere Kaufkraft. Wie jeder weiß, gehört Österreich mit einer Inflationsrate von zuletzt 1 Prozent zu den preisstabilsten Ländern Europas". ****

Die FPÖ nimmt in ihrem "Sparbuch", so Pichler, auch sehr willkürliche Zeiträume für das Verhältnis Schilling/Ecu an. Bezogen auf das Jahr 1995 errechnet sie eine Abwertung des Schillings zum Ecu von etwa 4 Prozent. Hätte man z. B. aber das Jahr 1990 zu dieser Berechnung herangezogen, wäre demgegenüber eine Aufwertung des Schillings um ebenfalls 4 Prozent auszuweisen gewesen. Heute sind die Wechselkurse jedenfalls nach allgemeiner Ansicht "richtig" und der allgemeinen Kaufkraft entsprechend, was sich auch schon positiv auf die österreichische Wirtschaft ausgewirkt hat. Bestes Zeichen dafür ist die Tatsache, daß die österreichischen Exporte im ersten Halbjahr 1997 nicht weniger als um 11 Prozent angestiegen sind.

Es könne aber auch davon ausgegangen werden, daß es sich beim Euro - der Währung des stärksten Wirtschaftsblocks der Welt - um eine besonders stabile Währung handeln wird, die sich auch gegenüber dem Dollar oder internationalen Devisenspekulationen wird behaupten können. Denn bereits im Vorfeld der Währungsunion haben sich die Inflationsraten der künftigen Teilnehmerländer auf einem bisher nicht erreichten niedrigen Stand angenähert, was letztlich den österreichischen und europäischen Sparern Vorteile gebracht hat.

Absurd ist auch die Behauptung, der Schilling werde bis zum 1.1.2002 gegenüber dem Euro an Wert verlieren. Pichler: "Dies ist völlig unmöglich, da der Schilling-Euro-Umrechnungskurs bereits am 1.1.1999 unwiderruflich festgelegt wird und es im Zeitraum 1999 bis 2002 nur mehr einen fixen Umrechnungs- bzw. Umtauschkurs von Schilling auf Euro gibt". Im Interesse der Sparer, so der Syndikus der Bundeskreditsektion, sei eine sachliche Aufklärung über den Euro notwendig, jedenfalls aber keine verunsichernde Politpropaganda. (Schluß) RH

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