• 29.10.1997, 14:19:30
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  • OTS0189

Gewerbeverein: Ein Drittel der Nationalratsabgeordneten sind Beamte

Wien (OTS) - Wenn nächste Woche die Pensionsreform im Nationalrat
abgehandelt wird, müßten sich jene zirka sechzig der 183 Abgeordneten
wegen Befangenheit als Beamte entschuldigen lassen. Der Präsident des
Österreichischen Gewerbevereins - Prof. Friedl Bakalowits - betont
dies in einer Presseaussendung.

Es kann wohl nicht sein, daß

+ Betroffene über die Abschaffung oder Nicht-Abschaffung ihrer
jahrzehntelang genossenen und noch zeitlich vor ihnen liegenden
Privilegien mitentscheiden. Alleine schon der Vergleich des neuen
GÖD-Chefs Neugebauer - bei Beamten sollte, wie bei Politikern nicht
in bestehende Rechte eingegriffen werden - entbehrt jeglichem
Realitätssinn. Politiker haben bekanntlich eine entschieden kürzere
Verweilzeit in ihren Positionen.

Darüberhinaus ist ein Hohes Haus mit einer großen Anzahl jener
Volksvertreter besetzt, die (nunmehr) eine Woche davor noch an zwei
Tagen hintereinander als Gewerkschafter in schlechtester
Stadionmanier die Regierungsspitze und damit ihre Dienstgeber
ausgepfiffen haben, ungeeeignet der Würde des Nationalrats zu
entsprechen.

Der Österreichische Gewerbeverein appelliert daher an die
betroffenen, beamteten Damen und Herren Volksvertreter fairerweise in
eigener Sache nicht für den Beibehalt ihrer Privilegien zu votieren.
Es genügt, wenn dies Politiker tun; nur hier gibt es keine andere
Instanz, als das Volk. Und das hat schließlich die Möglichkeit von
demokratischen Wahlen Gebrauch zu machen.

Rückfragehinweis: Österreichischer Gewerbeverein

Tel:: 01-587 36 33

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OGV/OTS

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