Berentzen-Gruppe: Umsatz unter Vorjahr, Ergebnis unerwartet stark unter Druck

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Enttäuschender Absatzverlauf bei
leicht alkoholischen Mischgetränken und Restrukturierungsaufwand führen zu negativem Ergebnis im dritten Quartal

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Haselünne, hat bis Ende September 1997 DM 392,9 Mio (minus 3,5 Prozent) ohne Branntweinsteuer umgesetzt und sich damit marktkonform entwickelt. Vor allem aufgrund der enttäuschend verlaufenen Markteinführung leicht alkoholischer Mischgetränke und des Aufwands für das seit Anfang des Jahres laufende Restrukturierungsprogramm, fiel das Ergebnis im dritten Quartal negativ aus, so daß der Überschuß nach Steuern bis Ende September auf DM 4,1 Mio zurückging (Vorjahr: DM 20 Mio). Bis zum Ende des Jahres rechnet der Vorstand lediglich mit einem ausgeglichenen Ergebnis.

Inklusive Branntweinsteuer erlöste die Berentzen-Gruppe bis Ende September 1997 DM 820,8 Mio und damit 3,1% mehr als im Vorjahr. Vor dem Hintergrund des um 3,1% rückläufigen Spirituosenmarktes wurden 93 Mio 0,7 l-Flaschen abgesetzt, 3,3% mehr als bis Ende September 1996 (90 Mio 0,7 l-Flaschen). Im gleichen Zeitraum stieg der Absatz von alkoholfreien Getränken um 3,4% auf 982 Tsd hl (Vorjahr: 950 Tsd hl), während die Marktentwicklung in Deutschland lediglich 2% über Vorjahr lag.

Enttäuschend verlaufene Markteinführung von leicht alkoholischen Mischgetränken belastet Ergebnis über Restrukturierungsaufwand hinaus

Neben den geplanten Kosten für das Restrukturierungsprogramm und die Einführung von SAP/R3 (in Höhe von insgesamt DM 6 Mio bis Ende September) hat vor allem die weit unter den Erwartungen verlaufene Markteinführung der leicht alkoholischen Mischgetränke das Ergebnis zum Ende des dritten Quartals belastet: Der Umsatz mit den neuen Produkten erreichte bis Ende des dritten Quartals lediglich DM 17 Mio von ursprünglich für 1997 geplanten DM 72 Mio. Der Gewinn nach Steuern ging von DM 20 Mio Ende September 1996 auf DM 4,1 Mio Ende September 1997 zurück. In diesen DM 4,1 Mio ist ein Gewinn aus dem Verkauf von Brennrechten enthalten ist.

Für das vierte Quartal geht der Vorstand derzeit nicht mehr von einer Verbesserung der Ertragslage aus, rechnet zum Jahresende lediglich mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Zum einen gibt es noch keine Anzeichen für eine deutliche Erholung der teilweise schlechten Absatzsituation, zum anderen soll das angelaufene Restrukturierungsprogramm im nächsten Jahr fortgesetzt werden.

Ausblick 1998

Für 1998 rechnet der Vorstand mit einem Gewinn nach Steuern von mindestens DM 10 Mio bei leicht rückläufigem Umsatz: Aus dem Restrukturierungsprogramm werden erste Kosteneinsparungen resultieren. Marketing und Vertrieb werden sich verstärkt auf die Hauptmarken konzentrieren und so deren Beitrag zum Ergebnis verbessern.

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