- 23.10.1997, 08:06:01
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- OTS0016
Nowohradsky: Donau-Oder-Elbe-Kanal ist ökologisch bedenklich=
Niederösterreich, 23.10.1997 (NÖI) Die allfällige Errichtung
eines Donau-Oder-Elbe-Kanals müßte in Zusammenarbeit mit allen
betroffenen Staaten erfolgen. Die Verwirklichung des seitens der
SP-NÖ protegierten Teilstückes auf österreichischer Seite ist
umweltpolitisch gefährlich und verkehrspolitisch unsinnig. So hat
die Planungsgemeinschaft-Ost im Rahmen des Nord-Ost Raumkonzeptes
eine Untersuchung durchgeführt. Das Ergebnis dieser Untersuchung
wurde von den Landeshauptleuten Niederösterreichs, Wiens und des
Burgenlandes angenommen. In dieser Untersuchung wurden klare
Fakten, die gegen die Errichtung dieses Kanals auf
österreichischer Seite sprechen, dargelegt, stellte LAbg. Herbert
Nowohradsky klar.****
So würde die Errichtung dieses Kanals auf österreichischer
Seite, um nur ein Beispiel zu nennen, eine Gefährdung der March
Auen nach sich ziehen. Aus forstfachlicher Sicht werden durch das
Projekt insbesondere bei der Donau und der March wertvolle
Aulandschaften durchschnitten. Eine Reihe von Windschutzgürteln
und auch Waldflächen würden vernichtet werden. Das ist gerade für
den Bezirk Gänserndorf besonders negativ, da dieser Bezirk über
einen äußerst geringen Bewaldungsprozent verfügt. Ein Verlust
weiterer Waldflächen wäre für das ökologische Gefüge dieser
Region eine Katastrophe, erklärte Nowohradsky.
Sämtliche bisher vorgelegten Untersuchungen gehen in keinster
Weise auf die ökologischen Auswirkungen eines derartigen
Großprojektes ein. Es kann daher nicht angehen, daß ein
derartiges Projekt, das ökologisch mehr als nur bedenklich ist,
weiterhin protegiert wird, betonte Nowohradsky.
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