FCG/GPA: Was sind schon mehr als 3 Mio. Arbeitnehmer? Offensichtlich nicht viel wert, wenn die Regierung die Interessen dieser Menschen einfach ignoriert. Es muß eine Strukturreform vor einer Pensionsreform geben!

Wien (OTS) - "So einfach werden es die Arbeitnehmer nicht
hinnehmen, wenn die Regierung ihre Interessen ignoriert. Mit Scheinkorrekturen bei der Pensionsreform und Beschwichtigungsversuchen wird dieser Vertrauensbruch auch nicht guzumachen sein", kommentierte der Zentralvorstand der Fraktion Christlicher Gewerkschafter in der Gewerkschaft der Privatangestellten (FCG/GPA) die neuen Entwicklungen bei der Pensionsdiskussion.

"Gerade in Sachen Altersversorgung hätte die Regierung Weitblick beweisen müssen. Was nun auf dem Tisch liegt, ist in viel zu kurzer Zeit über den Zaun gebrochen worden und es mehren sich bereits jetzt die Stimmen, die eine baldige Reform 2 prophezeien", so die FCG/GPA.

Eine Nachdenkpause sei dringend gefordert. Regierung wie Interessensvertretungen sollten konkrete Vorschläge erarbeiten und erneut verhandeln. Dieses Mal müsse man aber auch neue Entwicklungen einbeziehen: atypische Beschäftigungsverhältnisse, kürzere Versicherungszeiten, andere Beitragssituation, steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Steuerleistungen.

"Eine Pensionsreform darf nur kommen, wenn sie mit einer weitgehenden Harmonisierung der Alterssicherung, einer umfangreichen Steuerreform und einem gutdurchdachten Beschäftigungsplan gekoppelt ist. Ansonsten werden sich die Arbeitnehmer bei den nächsten Wahlen erinnern, wer sie bei einer der wichtigsten Entscheidungen in dieser Legislaturperiode einfach übergangen hat", so die FDC/GPA abschließend.

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